Die angeschlagene Warenhauskette Galeria steht vor einer weiteren Verkleinerung ihres Filialnetzes. Für acht Standorte sollen die Mietverträge neu verhandelt werden. Scheitern diese Gespräche, droht den betroffenen Häusern das Aus.
Wie das Unternehmen mitteilte, laufen die Verhandlungen mit den jeweiligen Vermietern bereits. Unter den betroffenen Filialen befinden sich zwei prominente Berliner Standorte: das Haus am Kurfürstendamm sowie die Filiale am Hermannplatz. Darüber hinaus stehen Geschäfte in München, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg auf der Liste.
Für den Fall, dass einzelne Standorte tatsächlich geschlossen werden müssen, hat die Geschäftsführung angekündigt, mit den Arbeitnehmervertretungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan zu verhandeln. Damit sollen die Folgen für die betroffenen Beschäftigten abgefedert werden.
Galeria schrumpft seit Jahren
Galeria betreibt derzeit noch 83 Warenhäuser in Deutschland. Die Kette hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Filialen aufgegeben und mehrere Insolvenzverfahren durchlaufen. Die nun anstehenden Mietverhandlungen zeigen, dass der Konsolidierungsprozess bei dem Traditionsunternehmen noch nicht abgeschlossen ist.
Ob alle acht Standorte erhalten bleiben können, hängt maßgeblich davon ab, ob sich Galeria mit den Vermietern auf wirtschaftlich tragfähige Konditionen einigen kann. Die Ergebnisse der Gespräche dürften in den kommenden Wochen Klarheit darüber bringen, wie viele Warenhäuser die Kette künftig noch betreiben wird.


