Es war einmal das größte und modernste Warenhaus Europas. Als Karstadt am Hermannplatz zwischen 1927 und 1929 erbaut wurde, galt es als bedeutender Bau der Frühmoderne – schon damals ausgestattet mit Rolltreppen, Aufzügen und U-Bahn-Anbindung. Rund einhundert Jahre später ist von dem einstigen Prestigebau, der kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt wurde und seitdem nur noch in geschrumpfter Form existiert, kaum noch etwas übrig.
Wie an vielen anderen Standorten in Deutschland kämpfen die Betreiber von Galeria, vormals Galeria Karstadt Kaufhof, auch an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln seit Jahren mit den strukturellen Herausforderungen des Warenhauskonzepts. Anhaltend schwache Umsätze zwingen die Kette, die Filiale im Gebäude umzustrukturieren und die Flächen neu zu nutzen.

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