Politik

Vortrag mit Martin Sellner in Brandenburg: AfD-Chefs unterbinden Veranstaltung

Zwei AfD-Politiker hatten wohl eine Veranstaltung mit dem Rechtsextremisten Martin Sellner geplant. Die Parteispitze hat nun interveniert.

AfD-Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla
AfD-Parteichefs Alice Weidel und Tino ChrupallaFrederic Kern/Imago

Die AfD-Spitze will eine von Abgeordneten der AfD geplante Veranstaltung mit dem Rechtsextremisten Martin Sellner unterbinden. Die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla bestätigten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen entsprechenden Bericht der Zeitung Welt. Demnach hatte sich auch der Brandenburger AfD-Chef René Springer für eine Absage ausgesprochen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré und seine Frau, die Brandenburger Landtagsabgeordnete Lena Kotré, hatten die Veranstaltung organisiert. Dabei soll es sich um einen Vortrag mit dem Titel „Remigration in Theorie und Praxis“ gehandelt haben. Lena Kotré hatte den auf der Plattform X für den 22. Januar im brandenburgischen Luckenwalde mit Anwesenheit Sellners angekündigt. Als Teilnehmer waren auch sie selbst und ihr Mann aufgeführt.

Wie die Welt weiter berichtete, hat es ein Gespräch Chrupallas, Weidels und Springers mit Steffen Kotré gegeben. Man gehe nach dem Gespräch davon aus, dass die Veranstaltung nicht stattfinde, sagte Chrupalla der Welt.

AfD-Landeschef Springer sagte der dpa: „Der Landesvorstand war über Planung und Durchführung der betreffenden Veranstaltung nicht informiert und hatte hiervon keine Kenntnis.“

Sellner ist eine führende Figur der Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird. Dem Bericht der Welt zufolge war Sellner im vergangenen Jahr mehrmals Thema im AfD-Bundesvorstand. Dort sei geraten worden, zu dem Österreicher auf Abstand zu gehen. (mit dpa)