Die AfD-Spitze hat sich von der Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump distanziert und diese mit Blick auf Venezuela und Grönland als aggressiv bezeichnet. „Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen“, sagte Alice Weidel. Tino Chrupalla fügte hinzu: „Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind.“
Bislang hatte sich die AfD mit einer eindeutigen Stellungnahme zu den Entwicklungen in Venezuela und den von Trump geäußerten Ansprüchen auf Grönland zurückgehalten. Die Partei hatte sich in den vergangenen Monaten bemüht, die Beziehungen zur aktuellen US-Regierung und der republikanischen Partei auszubauen.
Nun sagte Weidel, dass sich für die USA durch die jüngsten Interventionen viele außenpolitische Verwicklungen ergäben. „Donald Trump muss sehen, dass dadurch seine Handlungsspielräume immer weiter eingeschränkt werden“, sagte Weidel. „Wir können nur hoffen, dass dadurch nicht die Friedensverhandlungen in der Ukraine gestört werden.“
Zudem warf Weidel deutschen Medien vor, Doppelstandards anzuwenden. „Wir haben jetzt ein paar Jahre Gejaule gehört, dass Putin gegen das Völkerrecht verstößt“, sagte sie zu Journalisten. „Und jetzt sind Sie plötzlich ziemlich leise, wenn Donald Trump das Gleiche tut, und zwar die Souveränität eines Staates, wie Venezuela angreift und das auch droht, mit Grönland zu tun.“
