Der seit Jahren angekündigte Vollausbau des ältesten Teilstücks der Autobahn 14 bei Schwerin wird frühestens Ende der 2030er-Jahre beginnen. Wie Ronald Normann, Direktor der Nordost-Niederlassung der Autobahn GmbH des Bundes, am Montag in Güstrow mitteilte, verschiebt sich allein der Planungsbeginn um mindestens zwei Jahre.
Gegenüber dem Nordkurier sagte Normann, dass bis Baurecht vorliege, werde es voraussichtlich ein Jahrzehnt dauern. Er gehe von einem Baubeginn „eher in Richtung 2040“ aus.
Ausbau wird als neue Autobahn gewertet
Grund für die lange Vorlaufzeit sei ein „sehr aufwendiges Baurechtsverfahren“. Zu DDR-Zeiten endete die Autobahn Höhe Schwerin und war auch nur einspurig. Erst in den 2010er Jahren begann der BUND mit Planungen für den Vollausbau.
Für den Vollausbau mit weiteren Spuren und Standstreifen müssten zusätzliche Flächen versiegelt werden. Damit werde der Ausbau als neue Autobahn gewertet. Entsprechend seien umfangreiche ökologische Gutachten erforderlich. Diese bräuchten inklusive der Anhörungsverfahren mehrere Jahre.
Zusätzlich hat die unerwartet aufwendige Sanierung der benachbarten A24 Kapazitäten gebunden. Dort seien „mehr Erhaltungsarbeiten notwendig geworden, als uns lieb war“, erklärte Normann. Allein im Abschnitt Mecklenburg-Vorpommern laufe derzeit die Erneuerung von vier Brücken an.


