Bei einem großangelegten ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk ist in der Nacht zum Montag ein strategisch wichtiger Ölterminal in Brand geraten. Zudem wurden nach russischen Angaben mehrere Zivilisten verletzt und zahlreiche Wohngebäude beschädigt.
Das russische Nachrichtenportal Astra berichtete unter Berufung auf Augenzeugenvideos, dass der Ölterminal Schechsaris im Süden der Stadt getroffen wurde. Schechsaris dient als Endpunkt von Pipelines des staatlichen russischen Konzerns Transneft, des weltweit größten Pipelinebetreibers, und spielt eine zentrale Rolle beim russischen Ölexport über das Schwarze Meer. Bereits im November 2025 war die Anlage bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine nahe gelegene Militärbasis beschädigt worden.
Wohngebäude beschädigt – mehrere Verletzte
Der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, teilte über Telegram mit, dass fünf Menschen verletzt worden seien. Acht Wohnblocks und neun Privathäuser seien beschädigt worden. Laut Kyiv Independent bestätigte Noworossijsks Bürgermeister Andrej Krawtschenko Schäden an Wohngebäuden, erwähnte den Ölterminal jedoch nicht. Die Behörden sollen den Notstand ausgerufen und die Bevölkerung aufgefordert haben, Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht insgesamt 172 Drohnen abgeschossen zu haben – die meisten davon über dem Schwarzen Meer und über dem Gebiet Krasnodar.
Die Ukraine betrachtet russische Ölanlagen als legitime militärische Ziele, da deren Einnahmen direkt zur Finanzierung des Krieges beitragen. In den Tagen zuvor hatte Kiew bereits eine Ölraffinerie in der Region Krasnodar sowie ein Öldepot im besetzten Luhansk und ein Wärmekraftwerk in der Oblast Belgorod angegriffen.


