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Schlappe für die IG Metall: Das ist der neue Tesla-Betriebsrat

Giga United sichert sich 16 von 37 Sitzen. Die IG Metall verfehlt die erhoffte Mehrheit im europäischen Tesla-Werk.

Elektrofahrzeuge der Marke Tesla stehen auf einem Parkplatz am Werk der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.
Elektrofahrzeuge der Marke Tesla stehen auf einem Parkplatz am Werk der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.Patrick Pleu/dpal

Die mit Hochspannung erwartete Betriebsratswahl in der Tesla-Gigafactory in Grünheide ist entschieden. Nach Auszählung der Stimmen steht fest, dass die gewerkschaftsunabhängige Liste Giga United um die amtierende Betriebsratsvorsitzende Michaela Schmitz als Sieger aus der Abstimmung hervorgeht.

Die IG Metall verfehlte ihr Ziel, die Mehrheit in der Arbeitnehmervertretung des einzigen europäischen Tesla-Werks zu übernehmen.

Hohe Wahlbeteiligung nach hitzigem Wahlkampf

Insgesamt 10.703 wahlberechtigte Beschäftigte waren aufgerufen, ihre Stimme für den 37-köpfigen Betriebsrat abzugeben. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Handelsblatts bei 87 Prozent, was einem Rückgang von sechs Prozentpunkten im Vergleich zur vorangegangenen Wahl im Jahr 2024 entspricht.

Giga United sicherte sich mit 3765 Stimmen voraussichtlich 16 Sitze. Die Liste der IG Metall kam auf 2898 Stimmen und errang 13 Sitze.

Drittstärkste Kraft wurde die Polnische Initiative, die mit 8,3 Prozent der Stimmen drei Mandate für sich verbuchen konnte.

Dem Wahlergebnis ging ein beispielloser Machtkampf zwischen dem Tesla-Management und der IG Metall voraus. Die Gewerkschaft hatte im Vorfeld intensiv für bessere Arbeitsbedingungen, angepasste Taktzeiten am Fließband und einen Tarifvertrag geworben. Tesla lehnt Tarifverträge ab und verweist stattdessen auf regelmäßige, außertarifliche Lohnanpassungen.