Arbeitskampf

Tarifverhandlungen festgefahren: Nächster Warnstreik am 11. Februar angekündigt

Zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der Länder legen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am 11. Februar die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften in Berlin und Brandenburg rufen für den 11. Februar zu einem weiteren Warnstreik auf.
Die Gewerkschaften in Berlin und Brandenburg rufen für den 11. Februar zu einem weiteren Warnstreik auf.Britta Pedersen / dpa

Die Arbeitskämpfe in Berlin und Brandenburg gehen in die nächste Runde. Die Gewerkschaften GEW, IG BAU, ver.di und GdP haben für den 11. Februar 2026 zu einem gemeinsamen Warnstreik aufgerufen. Das verkündete die Polizeigewerkschaft auf ihrer Facebook-Seite.

it der Arbeitsniederlegung wollen sie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden keine Einigung erzielt wurde.

Hauptdemonstration am Verhandlungsort in Potsdam

Im Rahmen des Warnstreiks rufen die Gewerkschaften zu einer Großdemonstration in Potsdam auf. Ab 09:30 Uhr beginnt diese am Lustgarten in Potsdam und zieht von dort zum Kongresshotel am Luftschiffhafen, wo die dritte Verhandlungsrunde stattfindet. Eine Abschlusskundgebung ist für 11:45 Uhr geplant.

In Berlin sind Beschäftigte der Kita-Eigenbetriebe, staatlichen Schulen, Bezirksämter, Senatsverwaltungen, Feuerwehr, Polizeidienststellen und landeseigenen Bühnen zum Streik aufgerufen. In Brandenburg betrifft der Aufruf zusätzlich Beschäftigte der Hochschulen, Landesministerien und der Polizei.

Gewerkschaften kritisieren Arbeitgeber scharf

Für Empörung sorgte eine Äußerung aus dem Arbeitgeberlager, wonach eine Lohnerhöhung auf Inflationsniveau plus „einen Schnaps oben drauf" denkbar sei. Ver.di-Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann kritisierte, die Arbeitgeber führten die Verhandlungen „auf dem Niveau von Kneipengesprächen“. Die Beschäftigten bräuchten einen spürbaren Ausgleich für die Reallohnverluste der vergangenen Jahre.