Rund 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbebetriebe im Südwesten Berlins sind weiterhin von einem großflächigen Stromausfall betroffen. Wie Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch der Berliner Zeitung bestätigte, hat Innensenatorin Iris Spranger am Nachmittag die „Großschadenslage“ ausgerufen. Das ist in Berlin das erste Mal seit Kriegsende. Eine Großschadenslage liegt vor, wenn die Kapazität des Rettungsdienstes einschließlich seiner Reserven überschritten wird.
Der Status der Großschadenslage ermöglicht es den Behörden, anders zu agieren und weitere Einsatzkräfte heranzuführen, etwa aus anderen Bundesländern. Auch Kräfte der Bundeswehr können leichter eingesetzt werden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen, die am Montag eigentlich wieder zur Arbeit müssten, können nun gegen Bezahlung von der Arbeit entbunden werden, um weiterzuhelfen. Die nächsthöhere Stufe ist die Ausrufung des Katastrophenfalls, bei der unter anderem Fahrzeuge beschlagnahmt werden können. Dies wird in der Innenverwaltung bislang nicht erwogen.

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