Nahost-Krieg

„Kein Zögern“: Trump ordnet Beschuss von Minenlegern in Straße von Hormus an

US-Präsident Donald Trump befiehlt der US-Marine, Minenlegeboote in der Straße von Hormus anzugreifen. Das US-Militär setzt zudem einen weiteren Tanker fest.

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald TrumpJulia Demaree Nikhinson/dpa

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass das US-Militär seine Minenräumaktionen in der Straße von Hormus intensivieren wird. Derzeit seien amerikanische Minensuchboote in der Meerenge im Einsatz, schrieb er am Donnerstag in einem Beitrag auf Truth Social. Die Aktion sollte mit „dreifacher Intensität“ fortgesetzt werden.

Weiterhin erklärte Trump, er habe die Marine angewiesen, „jedes Boot, so klein es auch sein mag, das Minen in den Gewässern der Straße von Hormus verlegt, zu beschießen und zu versenken“. Er fügte hinzu: „Es darf kein Zögern geben.“

Die Straße von Hormus, eine wichtige Handelsroute, ist aufgrund des Iran-Kriegs weitgehend blockiert. Trump hat den Iran mehrfach dazu gedrängt, die Meerenge wieder vollständig zu öffnen, und eine eigene Seeblockade gegen iranische Häfen verhängt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete dies am Dienstag als Verstoß gegen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.

USA: Weiterer Tanker mit Iran-Verbindung festgesetzt

Das US-Verteidigungsministerium teilte zudem mit, dass das Militär einen weiteren Tanker mit Verbindungen zum Iran geentert habe. Bei dem in der Nacht zu Donnerstag im Indischen Ozean gestoppten Schiff handle es sich um den Tanker Majestic X, hieß es. Das „sanktionierte, staatenlose“ Schiff transportiere iranisches Öl, erklärte das Ministerium auf X.

In dem Beitrag wurde auch ein Video geteilt, in dem zu sehen war, wie US-Truppen aus einem Hubschrauber stiegen und an Bord eines Tankers gingen. Die USA werden „illegalen Akteuren und ihren Schiffen weiterhin die Handlungsfreiheit im maritimen Bereich verweigern“, hieß es in der Erklärung weiter.

Der Tanker fährt nach Angaben der Nachrichtenagentur AP unter guyanischer Flagge und wurde im Jahr 2024 vom US-Finanzministerium wegen des Schmuggels iranischen Rohöls unter Verstoß gegen US-Sanktionen mit Sanktionen belegt. Aus dem Iran gab es zunächst keine offizielle Reaktion.

Schiffsverfolgungsdaten zufolge befand sich der Tanker zwischen Sri Lanka und Indonesien auf dem Weg ins chinesische Zhoushan, wie AP berichtet. Zuvor hatten US-Streitkräfte nach Pentagon-Angaben bereits den iranischen Öltanker Tifani in derselben Region aufgebracht.

Die iranischen Revolutionsgarden setzten am Mittwoch nach eigenen Angaben zwei Handelsschiffe in der Straße von Hormus fest. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte dem Sender Fox News, die Aufbringung der Schiffe verstoße aus US-Sicht nicht gegen die Waffenruhe, da es sich nicht um US-amerikanische oder israelische Schiffe gehandelt habe.