Linker Anschlag

Stromausfall in Berlin: Kritik am Verhalten des Regierenden ++ Polizei spricht von einem Todesopfer

Vier Tage lang hielt ein Stromausfall Berlin in Atem. Die wichtigsten Informationen zum Nachlesen finden Sie hier.

Franziska Giffey (SPD), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Franziska Giffey (SPD), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und BetriebeMichael Ukas/dpa
Anschlag auf Stromversorgung in Berlin: Das Wichtigste in Kürze
  • Seit dem Anschlag auf die Stromversorgung waren bis zu 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbe im Berliner Südwesten ohne Strom.
  • In Steglitz-Zehlendorf fallen die Schulen bis zum Ende der Woche aus, auch Kindertagesstätten sind betroffen.

Mittwoch, 7. Januar

An dieser Stelle beenden wir den Liveblog zum Stromausfall. Alle Beiträge und aktuelle Neuigkeiten rund um Berlin und die Welt finden Sie wie gewohnt auf berliner-zeitung.de

18.12 Uhr: BSW-Chef Berlin schließt sich Rücktrittsforderung an

Der Chef des Berliner BSW, Alexander King, hat sich Rücktrittsforderungen an den Regierenden Bürgermeister angeschlossen. „Kai Wegner spielt mitten in der Katastrophe erst mal Tennis, während seine Bürger frieren und sich schreckliche Sorgen machen“, sagte King der Berliner Zeitung. „Dazu kommt, dass er offenbar die Öffentlichkeit belogen hat, als er behauptete, er sei den ganzen Tag mit Krisenkoordination beschäftigt gewesen. Da kommt zu viel zusammen. Jetzt bleibt eigentlich nur noch der Rücktritt.“

17.50 Uhr: Berlins Regierende spielte während Stromausfall Tennis

Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), hat am Samstagnachmittag während des ersten Tags des Stromausfalls Tennis gespielt. Wegner bestätigte im Gespräch mit WeltTV einen Exklusiv-Bericht des rbb. „Ja, ich habe von 13 bis 14 Uhr Tennis gespielt, weil ich einfach den Kopf freikriegen wollte“, sagte Wegner. Er sei dabei die ganze Zeit erreichbar gewesen.

15.50 Uhr: Kommentar: Die Politik feiert sich für ihre mittelmäßige Leistung

Der Strom läuft wieder im Berliner Süden, womit die Versorgung einen Tag früher als ursprünglich gedacht wieder hergestellt ist. In einer Pressekonferenz dankten Berlins Regierender Bürgermeister, die Energiesenatorin und die Innensenatorin den beteiligten Einsatzkräften und sprachen von einer Erleichterung. Unser Autor findet, dabei klopft sich die Politik vor allem selbst auf die Schulter. Ein Kommentar:

15 Uhr: Alle Haushalte wieder ans Stromnetz angeschlossen

Alle Haushalte in dem von dem Stromausfall betroffenen Gebiet sind wieder an das Stromnetz angeschlossen. Das teilte Energiesenatorin Franziska Giffey (SPD) in einem Beitrag auf X mit.

14.53 Uhr: S-Bahnen fahren wieder regelmäßig

Die Wiederaufnahme der Stromversorgung im Berliner Südwesten wirkt sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Die S-Bahn-Linien S1 und S7 verkehren nach Angaben der S-Bahn wieder. Die taktverstärkenden Züge der S1 zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf fahren nicht mehr. Auf der Plattform X warnte das Unternehmen aber, dass es weiterhin zu Verspätungen und eventuellen Zugausfällen kommen kann.

14.20 Uhr: Polizei bestätigt eine Tote

Eine 83-jährige Frau soll in der Folge des Stromausfalls gestorben sein. Das sagte Polizeivizepräsident Marco Langner am Mittwoch bei der Senats-Pressekonferenz. Lagner sagte, die Frau sei noch lebend von einem Verwandten gefunden worden, jedoch sei eine Reanimation erfolglos geblieben. Damit ist es der erste bestätigte Todesfall.

13.49 Uhr: Stromversorgung laut Netzbetreiber „nahezu wieder hergestellt“

Nach fünf Tagen ohne Strom ist die Versorgung im Süden von Berlin nach Angaben von Stromnetz Berlin „nahezu wieder hergestellt“. Die Wiederversorgung war an diesem Mittwoch gegen 11 Uhr gestartet und die Stromnetz Berlin teilte mit, dass noch nicht wieder angeschlossene Kunden im Laufe des Tages folgen sollen. „In den betroffenen Gebieten kann es in den kommenden Tagen vereinzelt aus verschiedenen technischen Gründen noch einmal zu kurzzeitigen Ausfällen der Stromversorgung kommen“, warnte der Betreiber zudem.

Nach Angaben von Wirtschafts- und Energiesenatorin Franziska Giffey (SPD) waren am Nachmittag noch etwa 550 Haushalte und 42 Gewerbebetriebe ohne Strom.

13.20 Uhr: Innensenatorin Spranger: „Berlin befindet sich weiter in der Großschadenslage“

Die Großschadenslage in Berlin dauert nach Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) weiter an. „Ich habe die Großschadenslage ausgerufen und ich werde es auch beenden“, sagte Spranger am Mittwochnachmittag vor Journalisten.

13.15 Uhr: Innensenatorin Spranger erklärt irritierende Warnung über App

Eine Handy-Warnung bezüglich des Stromausfalls in Berlin hatte am Vormittag für Irritation gesorgt. Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) äußerte sich nun dazu. „Es war wichtig, weil private Stromaggregate vor der Rückkehr des Stroms unbedingt vom Netz genommen werden mussten“, sagte Spranger. Andernfalls hätte es zu Schäden kommen können.

13.08 Uhr: Bürgermeister Wegner: „Eine große Erleichterung“

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat seine Erleichterung darüber geteilt, dass man die Stromversorgung bereits eineinhalb Tage früher als gedacht aufnehmen konnte. „Mit Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen von Stromnetz Berlin und allen vor Ort“, sagte Wegner und bedankte sich zudem unter anderem bei der Berliner Polizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr.

Wegner bezeichnete den Anschlag erneut als eine terroristische Tat. Diese Einordnung werde auch durch die Übernahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft unterstrichen.

11.46 Uhr: Bundeswehr verteilt weiterhin Essen

Die Bundeswehr soll am späten Nachmittag erneut Essen im Gebiet des Stromausfalls verteilen. Nach Angaben der Polizei Berlin beginnt die Bundeswehr am Mittwochnachmittag ab 17 Uhr mit der Ausgabe.

Standorte der Essensausgabe
  • Rewe-Parkplatz in der Ladiusstraße 32a, 14165 Berlin
  • Seehofstraße 151a, 14167 Berlin
  • Bahnhofsvorplatz des S-Bahnhofs Sundgauer Straße, 14169 Berlin
  • Gustav-Hartmann-Platz am S-Bahnhof Wannsee, 14109 Berlin
  • Bahnhofsvorplatz des S-Bahnhofs Mexikoplatz, 14163 Berlin
  • Rathaus Zehlendorf in der Kirchstraße 1-3, 14163 Berlin
  • Dreilindenschule in der Dreilindenstraße 49, 141109 Berlin

11.14 Uhr: Schulschließungen bleiben bestehen

Die Schulen im Gebiet des Stromausfalls bleiben voraussichtlich bis zum Ende der Woche geschlossen. „Grund hierfür ist, dass ein sicherer Schulbetrieb nicht unmittelbar mit der Wiederaufnahme der Stromversorgung gewährleistet werden kann“, teilte die Senatsverwaltung für Bildung mit. Es seien umfangreiche technische Prüfungen der Gebäude notwendig.

Zudem benötigten die Schulgebäude Zeit, um wieder vollständig beheizt und betriebsbereit zu sein. „Ein regulärer Unterrichtsbetrieb ist unter diesen Bedingungen kurzfristig nicht verantwortbar“, teilte die Senatsverwaltung weiter mit. Demnach soll der reguläre Unterricht wieder am Montag, dem 12. Januar, beginnen.

10.37 Uhr: Innensenatorin dankt Berlinern

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat ihre Freude darüber mitgeteilt, dass der Strom wohl einen Tag früher als geplant zurückkommen wird. „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen, die seit Beginn des Stromausfalls mit großem Einsatz und hoher Professionalität arbeiten“, teilte Spranger auf der Plattform X mit. „Ebenso danke ich den Berlinerinnen und Berlinern für ihre Besonnenheit, Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme.“

10.12 Uhr: Worauf Anwohner jetzt achten müssen

Angesichts der bevorstehenden Wiederaufnahme der Stromversorgung gibt es für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner einige Sicherheitshinweise zu beachten. So sollen etwa bis 10.30 Uhr notstrombetriebene Aggregate vom Netz genommen werden. Anwohner sollten zunächst vermeiden, starke Stromverbraucher wie Waschmaschinen zu nutzen, da es zu kurzen Unterbrechungen kommen kann.

Risiken nach Stromausfall
  • Überspannung: Beim Wiedereinschalten kann es zu Spannungsspitzen kommen, die elektronische Geräte wie Fernseher oder PC beschädigen.
  • Brandgefahr: Geräte, die automatisch anlaufen (etwa Heizlüfter, Bügeleisen), können überhitzen und Brände verursachen.
  • Datenverlust: Abrupte Stromversorgung kann zu Instabilitäten und Datenverlust bei Computern führen.
Tipps
  • Geräte wie PC, Fernseher und Router unbedingt ausstecken. Kühlschrank und Gefriertruhe sind meist robust.
  • Schalten Sie die Geräte nacheinander wieder ein und prüfen Sie die Stabilität des Stroms.
  • Empfindliche Geräte zuletzt anschließen. Nutzen Sie Überspannungsschutz oder lassen Sie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) vom Elektriker installieren.

9.30 Uhr: Warn-App informiert

Auch die Katastrophen-Warn-App hat am Mittwochmorgen über die Wiederversorgung mit Strom in den betroffenen Gebieten informiert. Zu beachten sei unter anderem, dass privat betriebene Notstromaggregate bis 10.30 Uhr vom Netz getrennt werden müssten. Zudem wird davor gewarnt, dass es weiter zu kurzen Stromunterbrechungen kommen kann.

Warn-App
Warn-AppScreenshot/BLZ

9.15 Uhr: „Fahren ab 11 Uhr das Stromnetz hoch“ – Wegner

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat ebenfalls angekündigt, dass das Stromnetz wieder hochgefahren wird. „Möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen und damit die notwendigen Kräfte und Abläufe gebündelt haben“, schrieb Wegner in einem Beitrag auf X. „Es ist mir persönlich wichtig, dass wir jetzt die Menschen beim Wiederhochfahren unterstützen, damit insbesondere Heizungsanlagen keinen Schaden nehmen“, hieß es weiter. Wegner kündigte an, notwendige Schlüsse ziehen und die Resilienzstrukturen Berlins verbessern zu wollen.

9 Uhr: Strom kommt bald wieder – wichtige Informationen

Um 11 Uhr sollen alle betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport gibt dazu Hinweise. Bis 10.30 Uhr sollten privatbetriebene Notstromaggregate abgeschaltet werden. Aggregate, die privat betrieben werden, müssen vom Netz getrennt sein, um Schäden zu vermeiden. Während der Wiederanschaltung kann es zu kurzen Stromunterbrechungen kommen. Nach der Wiederversorgung werden Betroffene gebeten, zunächst auf starke Stromverbraucher (z.B. Waschmaschinen, Trockner, Wasserkocher, Heizlüfter, E-Auto-Ladestationen) zu verzichten.

8.45 Uhr: Rotes Kreuz mahnt Investitionen in Bevölkerungsschutz an

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat fehlende Investitionen des Bundes in den Bevölkerungsschutz beklagt. Der Stromausfall zeige, „wie anfällig die kritische Infrastruktur ist und welche Bedeutung der Schutz der Bevölkerung hat“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch. „Der alleinige Blick auf das Militärische greift zu kurz.“ Der Zivil- und Katastrophenschutz sei ein zentraler Bestandteil für die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und Teil der Daseinsvorsorge des Staates, sagte Gröhe weiter. Es werde in diesen Tagen deutlich, „wie wichtig Ausweichmöglichkeiten und eine ausreichende Bevorratung an Materialien zur Bewältigung solcher Lagen sind“.

8.30 Uhr: Strom soll bereits um 11 Uhr wieder für alle Haushalte wiederkommen

Wie die Berliner Zeitung aus dem Umfeld der Senatskanzlei erfuhr, sollen bereits um 11 Uhr alle verbleibenden 20.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Damit wäre die Versorgung einen Tag früher als zunächst erwartet wiederhergestellt. Aus dem Umfeld heißt es auch, entscheidend sei die Ausrufung der Großschadenslage gewesen, auf die Kai Wegner gedrängt habe.

8 Uhr: CDU-Politiker sieht „Linksextremismus und Linksterrorismus“ als verharmlost

Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht Defizite bei Ermittlungen zu linksextremistischen Straftaten in Deutschland. „Spätestens jetzt ist klar, dass Linksextremismus und Linksterrorismus nicht mehr verharmlost werden dürfen, wie dies vielfach noch im links-grünen Milieu der Fall ist“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Brandanschlag auf die Stromversorgung im Südwesten von Berlin. „Das hat auch dazu geführt, dass die Ermittlungen gegen diese Gruppen in den letzten Jahren vernachlässigt wurden.“

7.15 Uhr: Schulen auch am Mittwoch geschlossen – Notbetreuung

Die Schulen in Steglitz-Zehlendorf bleiben bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Dies teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit. Auch Kitas sind davon betroffen. In einigen Schulen findet eine Notbetreuung statt.

Eltern und Sorgeberechtigte der Kinder, die nicht familiär betreut werden können, werden gebeten, ihre Kinder für die Notbetreuung an die Ausweichstandorte zu bringen. Kinder, die in anderen Berliner Bezirken andere Unterkunftsmöglichkeiten gefunden haben, können dort als Gastkinder aufgenommen werden. Eine Übersicht über die Notbetreuung gibt es hier.

Für Kitas gilt: In der Regel wird ein notwendiger Betreuungsbedarf im Rahmen einer Notbetreuung direkt durch den jeweiligen Kita-Träger organisiert. Sollte dies in konkreten Fällen nicht möglich sein oder sollten Eltern keine Informationen erhalten haben, können sie sich per E-Mail an die Kita-Aufsicht wenden: KitaAufsicht@senbjf.berlin.de.

6.45 Uhr: Mittwoch startet kalt – DWD warnt vor Frost

Der Mittwoch beginnt zunächst wolkig, später scheint die Sonne. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kommt es zu Dauerfrost, die Höchsttemperaturen liegen zwischen -3 und -1 Grad. Morgens kommt es stellenweise zu Schnee- und Eisglätte.

6.15 Uhr: Feuerwehr gibt Hinweise zur Stromversorgung

Die Berliner Feuerwehr weist darauf hin, dass nach dem Wiederanschluss an die Stromversorgung zunächst nur notwendige elektrische Geräte angeschlossen werden sollen. Der Stromverbrauch sollte auf ein Minimum reduziert werden.

6 Uhr: Weitere 2000 Haushalte und 100 Gewerbe wiederversorgt

In den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde konnten 2000 Haushalte bis drei Uhr nachts wieder mit Strom versorgt werden. Das teilte das Stromnetz Berlin mit. Weiterhin sind 19.900 Haushalte und 850 Gewerbe im Berliner Südwesten ohne Strom.


Dienstag, 6. Januar

22.45 Uhr: „Vulkangruppe“ äußert sich zu Russland-Spekulationen

Die sogenannte Vulkangruppe hat sich laut eigenen Angaben mit einer Richtigstellung zu Wort gemeldet und Spekulationen über einen möglichen russischen Hintergrund des Bekennerschreibens zurückgewiesen. In einem am Dienstag auf dem linksautonomen Portal Knack.news veröffentlichten Text erklären die Verfasser, die kursierenden Vermutungen über eine angebliche „False-Flag-Aktion“ eines ausländischen Staates seien „nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren“. Wörtlich heißt es: „Dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nicht ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden. Also wird ein äußerer Feind konstruiert.“

Zugleich rechtfertigt die Gruppe den Brandanschlag als Angriff auf ein politisches Herrschaftsinstrument. Energieversorgung sei „kein neutraler technischer Vorgang“, sondern Ausdruck von Machtstrukturen, die für Klimazerstörung, Kriege um Ressourcen und soziale Ungleichheit stünden, schreiben die Autoren. Man sehe die Belastungen für die betroffenen Anwohner, insbesondere für Alte, Kranke und Kinder. Diese seien jedoch Folge eines zentralisierten und profitorientierten Systems. „Nicht diejenigen, die angreifen, haben diese Abhängigkeit geschaffen, sondern diejenigen, die sie seit Jahrzehnten aufrechterhalten“, heißt es weiter.

Ob der Text tatsächlich von der linksextremen „Vulkangruppe“ stammt, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Die Website hatte jedoch bereits zuvor das Bekennerschreiben zu dem Brand in Berlin-Lichterfelde veröffentlicht, das Sicherheitsbehörden als authentisch einstufen. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

19.28 Uhr: Innensenatorin äußert sich positiv zu Ermittlungen durch Bundesanwaltschaft

Berlins Innensenatorin, Iris Spranger (SPD), hat die Übernahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft begrüßt. „Wir sprechen von einem linksterroristischen Anschlag auf unser Stromnetz, hochkonspirativ vorbereitet und mit erheblicher krimineller Energie ausgeführt“, sagte Spranger laut einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Inneres auf der Plattform X. „Eine Lebensgefahr für ältere Menschen und vulnerable Gruppen wurde als Kollateralschaden von den Tätern in Kauf genommen.“

18.26 Uhr: Bundestagsabgeordnete befassen sich mit Anschlag

Abgeordnete des Bundestags wollen sich noch vor der ersten Sitzungswoche 2026 mit den Hintergründen des Anschlags auf das Berliner Stromnetz beschäftigen. Das verlautete aus der Bundestagsfraktion der Grünen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Demnach soll es am Donnerstag für die Obleute der Fraktionen im Innenausschuss sowie für einige weitere Ausschussmitglieder eine telefonische Unterrichtung durch das Bundesinnenministerium geben.

18.15 Uhr: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Berlins Stromversorgung übernommen. Es wird unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe ermittelt.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatten zuletzt mit Blick auf den Anschlag von „Linksterrorismus“ gesprochen. „Wir wollen sie kriegen und wollen eine entsprechende Bestrafung, weil sie das Leben von Menschen bewusst gefährdet haben“, sagte Wegner.

17.21 Uhr: 31 Netzersatzanlagen der Bundeswehr im Einsatz

Bei der Wiederherstellung der Stromversorgung erhält Berlin Unterstützung durch die Bundeswehr. Nach Angaben von Stromnetz Berlin sollen in den kommenden Stunden 31 Netzersatzanlagen der Bundeswehr in Betrieb genommen werden. Über solche Notstromaggregate wird aktuell wieder die Versorgung in den betroffenen Gebieten hergestellt.

17.13 Uhr: Weitere 2500 Haushalte wieder mit Strom versorgt

Im Berliner Südwesten läuft in weiteren 2500 Haushalten und bei etwa 150 Gewerben wieder der Strom. Das teilte Stromnetz Berlin mit. Demnach sind derzeit noch etwa 24.700 Haushalte und rund 1120 Gewerbekunden weiterhin nicht versorgt.

Weiter teilte Stromnetz Berlin mit, dass in den vergangenen Stunden 36 sogenannte Netzersatzanlagen in Betrieb genommen wurden. Dabei handelt es sich um Notstromaggregate, die teilweise so groß wie Überseecontainer seien. „Sie wurden von verschiedenen anderen Stromnetzbetreibern aus Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen bereitgestellt“, hieß es weiter.

16.52 Uhr: Apothekenversorgung wieder gesichert

Im vom Stromausfall betroffenen Gebiet sind alle Apotheken wieder „grundsätzlich betriebsbereit“. Das hat die Senatsverwaltung für Gesundheit mitgeteilt. Zudem werden die 70 betroffenen Pflegeeinrichtungen wieder normal oder über Notstromaggregate versorgt, hieß es.

16.45 Uhr: BVG bietet Busse zum Aufwärmen und Aufladen an

Damit Anwohnerinnen und Anwohner sich aufwärmen und ihre Handys laden können, stellt die BVG mehrere beheizte Pausenbusse bereit. Das teilte die Senatskanzlei in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Das Angebot gilt an diesem Dienstag noch bis 21 Uhr.

Standorte der BVG-Pausenbusse
  • Endstelle Zehlendorf an der Andreezeile
  • Endstelle Düppel-Süd an der Neuruppiner Straße
  • Endstelle Nikolassee an der Lissabonallee
  • Haltestelle Schäferstraße/Wilhelmplatz in Wannsee

Zudem wurde eine Baustelle der BVG umfunktioniert. Am U-Bahnhof Krumme Lanke hat die BVG den Angaben zufolge die Containeranlage zum Aufenthalt geöffnet.

15.22 Uhr: Diese Supermärkte sind wieder geöffnet

In den vom Stromausfall betroffenen Gebieten werden auch die Supermärkte Stück für Stück wieder an das Netz angeschlossen. Nach Angaben der Berliner Polizei stehen Anwohnerinnen und Anwohnern inzwischen wieder zwölf Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf zur Verfügung.

  • Edeka in der Fischerhüttenstraße 68, 14163 Berlin
    Geöffnet 7 bis 22 Uhr
  • Edeka in der Potsdamer Chaussee 80, 14129 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 22 Uhr
  • Edeka in der Berlepschstraße 74, 14165 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 20 Uhr
  • Kaufland in der Goerzallee 195, 14167 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 22 Uhr
  • Netto in der Goerzallee 220, 14167 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 20 Uhr
  • Edeka in der Sundgauer Straße 109, 14167 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 22 Uhr
  • Lidl in der Mühlenstraße 2, 14167 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 21 Uhr
  • Edeka in der Königstraße 14, 14109 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 22 Uhr
  • Edeka in der Königstraße 49, 14109 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 22 Uhr
  • Aldi in der Königstraße 56, 14109 Berlin
    Geöffnet: 8 bis 20
  • Nah und Gut in der Breisgauer Straße 20, 14129 Berlin
    Geöffnet: 8 bis 20 Uhr
  • Netto in der Alemannenstraße 40, 14129 Berlin
    Geöffnet: 7 bis 21 Uhr

15.11 Uhr: Mieter haben Anspruch auf Mietminderung

Mieterinnen und Mieter haben auch dann ein Recht auf eine Mietminderung, wenn ein Stromausfall nicht durch den Vermieter verschuldet worden ist. Darauf hat der Berliner Mieterverein angesichts der Lage im Südwesten der Hauptstadt hingewiesen. „Mieter:innen haben das Recht, ihre Miete zu mindern, selbst wenn der Ausfall durch äußere Umstände wie Sabotage oder technische Störungen verursacht wurde“, zitiert der Verein den Abteilungsleiter Recht, Stefan Schetschorke.

„Bei einem kompletten Ausfall der Stromversorgung und Heizung im Winter ist die Miete wegen der daraus resultierenden Unbewohnbarkeit der Wohnung in der Regel auf 0 reduziert“, teilte der Mieterverein weiter mit. Wer seinen Vermieter noch nicht über den Ausfall informiert habe, sollte das tun, rät der Mieterverein. Zudem sollten Mieterinnen und Mieter „vorsorglich mitteilen, dass die Zahlung der Miete aufgrund der Beeinträchtigung unter Vorbehalt erfolgt“.

14.27 Uhr: Innensenatorin: Bundesinnenminister teilt Auffassung von Linksterrorismus

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) teilt nach Aussage von Berlins Innensenatorin die Auffassung, dass es sich bei dem Stromanschlag um Linksterrorismus handelt. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte auf einer Pressekonferenz, sie habe am Montagabend ausführlich mit Dobrindt dazu telefoniert.

Zudem teilte Spranger mit, dass das Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ authentisch sei. „Es wurde unmittelbar nach Bekanntwerden sowohl durch das LKA als auch durch das BKA geprüft, ebenso durch unseren Berliner Verfassungsschutz“, sagte Spranger. Man gehe davon aus, dass der Generalbundesanwalt das Verfahren übernehmen werde.

14 Uhr: Polizei hat mehrere Hinweise

Die Polizei hat mehrere vielversprechende Hinweise erhalten. Wie der Vize-Polizeipräsident Marco Langner am Dienstag sagte, kontaktierte die Polizei 50 Anwohner der vom Anschlag betroffenen Stromleitungen direkt. Bei acht Hinweisen werde davon ausgegangen, dass sie besonders aussichtsreich seien. Ihnen werde nun konzentriert nachgegangen. Laut Langner konnten außerdem 100 Stunden Videomaterial sichergestellt werden. Die Generalstaatsanwaltschaft übernahm am Montag die Ermittlungen.

13.30 Uhr: Drei Bäder stehen rund um die Uhr zum Duschen zur Verfügung

Wegen des Stromausfalls kann ein Großteil der betroffenen Haushalte derzeit auch nicht duschen. Wie die Innensenatorin mitteilte, stehen ab Dienstag, 14 Uhr, bis auf Weiteres drei Bäder der Berliner Bäder-Betriebe rund um die Uhr zur Verfügung. Dazu gehören die Schwimmhalle Finckensteinallee, die Schwimmhalle Hüttenweg und das Stadtbad Lankwitz. 

Der reguläre Badebetrieb läuft weiter. Ab 22 Uhr stehen die Duschen die ganze Nacht zusätzlich zur Verfügung. Die Einrichtungen bieten zudem die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und Geräte aufzuladen.

12.45 Uhr: Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen für Betroffene

Mehrere Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen für Betroffene. Museen, Kinos und der Zoo Berlin bieten Orte zum Aufwärmen. Ein Überblick über die teilnehmenden Einrichtungen.

Diese Kultureinrichtungen öffnen für Betroffene
  • Deutsches Technikmuseum: freier Eintritt für Betroffene, Ort zum Aufwärmen, Nachweis vor Ort benötigt.
  • Labyrinth-Kindermuseum: kostenlos für Kinder und Familien am Dienstag, von 12 bis 16 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag jeweils von 10 bis 16 Uhr. Auch für Kinder mit geschlossenen Kitas und Schulen. Selbstauskunft vor Ort reicht.
  • Zoo Berlin: Kostenloser Zoo-Besuch für betroffene Schüler bis zum 8. Januar. Pro Schülerausweis sind zwei Begleitpersonen möglich, Lehrkräfte benötigen einen Tätigkeitsausweis.
  • Urania-Kino: kostenlose Filmvorführungen von Dienstag bis Donnerstag, Tickets online und direkt an der Kasse buchbar.

12 Uhr: Wasserrohrbruch im Gebiet des Stromausfalls

Im Gebiet des Stromausfalls in Berlin-Zehlendorf ist die Feuerwehr in der Nacht zu einem Wasserrohrbruch gerufen worden. Im zweiten Stock eines Mietshauses in der Potsdamer Chaussee im Ortsteil Nikolassee seien größere Mengen Wasser ausgetreten und durch das Haus bis in den Keller gelaufen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Feuerwehr sei in der Nacht zu Dienstag alarmiert worden und mit einem Löschfahrzeug im Einsatz gewesen. Man habe dann die Wasserzufuhr am Einsatzort abgestellt. Ob der Rohrbruch durch den starken Frost im Zusammenhang mit dem Stromausfall und einem Heizungsausfall entstanden sei, sei möglich, aber derzeit nicht bekannt, sagte der Sprecher. Weitere ähnliche Vorfälle seien bislang nicht registriert worden.

11.50 Uhr: Keine mobile Wache mehr an der Zinnowald-Grundschule

An der Zinnowald-Grundschule wird es keine mobile Wache der Polizei mehr geben. Dies teilte die Behörde auf der Plattform X mit. Drei mobile Wachen stehen weiterhin

Mobile Wachen der Berliner Polizei
  • Zehlendorf-Mitte, Potsdamer Straße/Teltower Damm/Clayallee, 14169 Berlin – 7 bis 24 Uhr
  • Cole-Sports-Center, Hüttenweg 43, 14169 Berlin – 14 bis 20 Uhr
  • Rathaus Wannsee, Königstraße/Chausseestraße, 14109 Berlin – 7 bis 13 Uhr

11.40 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert Videoüberwachung

Die Polizeigewerkschaft in Berlin hat einen „konsequenten Videoschutz für alle oberirdisch verlaufenden Starkstromtrassen, Leitungsbrücken und Trafohäuser in Berlin“ gefordert. Die Stadt verfüge über finanzielle Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur.

„Nach dem dritten Angriff dieser Art innerhalb eines Jahres müssen wir davon ausgehen, dass es so weitergeht. Wer kritische Infrastruktur schützt, schützt die Bevölkerung. Und wer das unterlässt, nimmt reale Gefahren billigend in Kauf. Jede größere Baustelle genießt videogestützten Schutz. Das muss hier auch so sein“, so Frank Teichert, stellv. Landesvorsitzender der DPolG Berlin.

11.30 Uhr: Innensenatorin warnt vor Falschmeldungen zu Stromausfall

Im Zusammenhang mit dem Stromausfall in Berlin kursieren vereinzelt unbestätigte oder falsche Informationen. Die Innensenatorin bittet die Bürger, sich ausschließlich an verifizierten Informationen aus offiziellen Quellen zu informieren.

Dazu zählen insbesondere die Mitteilungen der Senatskanzlei und der Senatsverwaltungen der Bezirke, der Polizei und Feuerwehr sowie des Technischen Hilfswerks und der Hilfsorganisationen und der weiteren zuständigen Behörden und Organisationen.

10.50 Uhr: Innensenatorin gibt Update aus dem Krisenstab

Auch von der Innensenatorin gibt es Neues aus dem Krisenstab. Derzeit seien 36 Notstromaggregate im Einsatz, einige davon versorgten auch die Pflegeheime. Zahlreiche weitere befänden sich mit Unterstützung der Bundeswehr im Zulauf. Die Nacht sei ruhig verlaufen, eine erhöhte Polizeipräsenz, der Einsatz von Hubschraubern sowie mobilen Wachen und Lautsprecherdurchsagen bleiben.

Der ÖPNV stabilisiere sich weiter. Alle S-Bahnhöfe seien wieder anfahrbar, auch bei Dunkelheit. Richtung Potsdam gelte weiterhin ein 20-Minuten-Takt, die DB arbeitet an der vollständigen Wiederherstellung.

10.30 Uhr: Heizwerk Wannsee wieder in Betrieb genommen

Das Heizwerk in Berlin-Wannsee ist wieder in Betrieb genommen worden. Wie Franziska Giffey in einem Beitrag auf Instagram mitteilte, versorgt es unter anderem das Helmholtz-Zentrum Berlin mit Fernwärme. Seit dem frühen Samstagmorgen war das Heizwerk nach dem Stromausfall außer Betrieb.

Dank Notstrom vom Technischen Hilfswerk werde der Druck im Wärmenetz jetzt Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Versorgung der Fernwärmekunden getan – von den ursprünglich 12.000 betroffenen Haushalten, werden bereits 9000 Haushalte wieder mit Fernwärme versorgt.

10.15 Uhr: Wegner gibt Update aus dem Krisenstab

Der Regierende Bürgermeister hat am Dienstagmorgen ein Update aus dem Krisenstab gegeben. Derzeit seien noch etwa 25.000 Haushalte ohne Strom, alle 74 Pflegeheime in Steglitz-Zehlendorf seien mittlerweile wieder mit Strom versorgt. Im Verlauf des Tages sollen auch alle Supermärkte wieder öffnen, die Reparatur am Stromnetz liege im Zeitplan.

9.20 Uhr: Längster Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs

In Berlin sind Zehntausende Haushalte seit 72 Stunden ohne Strom. Damit ist dies der längste Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Zuvor war der Stromausfall nach einem Brandanschlag in Treptow-Köpenick im September 2025 der längste seit Kriegsende. Rund 50.000 Haushalte waren betroffen, die Stromversorgung blieb etwa 60 Stunden lang unterbrochen.

8.30 Uhr: Stromgeneratoren aus NRW angeschlossen

Um die Folgen des andauernden Stromausfalls im Berliner Südwesten abzumildern, sind fünf Notstromersatzanlagen angeschlossen worden. Die Maschinen seien in der Nacht aus Nordrhein-Westfalen eingetroffen, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. „Das Land NRW hat diese bereitgestellt.“

Die großen Stromgeneratoren sollen mit ihrer Leistung „neuralgische Punkte“ bedienen. Dazu zählten etwa Pflegeeinrichtungen. Diese hätten Priorität, erklärte der Sprecher.

8.15 Uhr: In diesen Hotels können Betroffene unterkommen

Betroffene Berlinerinnen und Berliner, die nicht in anderen Notunterkünften verweilen können oder wollen, haben jetzt die Möglichkeit, sich in folgende Hotels zu begeben. Die Kosten werden nachträglich vollständig übernommen, Betroffene müssen Vorkasse leisten.

Die Hotelrechnung samt Nachweis der persönlichen Betroffenheit (amtliche Anmeldung) sowie ein Identitätsnachweis (Personalausweis) müssen beim Amt für Soziales des Bezirks eingereicht werden.

Die Aktion sorgte zuletzt für Kritik. Zunächst hieß es, Betroffene könnten sich in Doppelzimmern einbuchen, die 70 Euro pro Nacht kosten. Später verkündete der Senat, erst die City-Tax dafür zu streichen und dann, die Kosten zu übernehmen.

8 Uhr: Am Dienstag 450 Polizisten im Einsatz

Die Berliner Polizei ist auch am Dienstag mit zahlreichen Polizisten im Einsatz. Zudem sind in den betroffenen Gebieten weiterhin mobile Wachen eingerichtet.

Mobile Wachen der Berliner Polizei
  • Zehlendorf-Mitte, Potsdamer Straße/Teltower Damm/Clayallee, 14169 Berlin – 7 bis 24 Uhr
  • Cole-Sports-Center, Hüttenweg 43, 14169 Berlin – 14 bis 20 Uhr
  • Zinnowwald-Grundschule, Wilskistraße 78, 14163 Berlin – 14 bis 20 Uhr
  • Rathaus Wannsee, Königstraße/Chausseestraße, 14109 Berlin – 7 bis 13 Uhr

7.15 Uhr: Schule fällt auch am Dienstag aus – Notbetreuung

Die Schulen in Steglitz-Zehlendorf bleiben bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Dies teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mit. Auch Kitas sind davon betroffen. In einigen Schulen findet eine Notbetreuung statt.

Eltern und Sorgeberechtigte der Kinder, die nicht familiär betreut werden können, werden gebeten, ihre Kinder für die Notbetreuung an die Ausweichstandorte zu bringen. Kinder, die in anderen Berliner Bezirken andere Unterkunftsmöglichkeiten gefunden haben, können dort als Gastkinder aufgenommen werden. Eine Übersicht über die Notbetreuung gibt es hier.

Für Kitas gilt: In der Regel wird ein notwendiger Betreuungsbedarf im Rahmen einer Notbetreuung direkt durch den jeweiligen Kita-Träger organisiert. Sollte dies in konkreten Fällen nicht möglich sein oder sollten Eltern keine Informationen erhalten haben, können sie sich per E-Mail an die Kita-Aufsicht wenden: KitaAufsicht@senbjf.berlin.de.

7 Uhr: Dauerfrost und Schnee am Dienstag in Berlin

Der Winter hat die Hauptstadt weiterhin fest im Griff. Der Dienstag startet mit vereinzelten Schneeschauern, es bleibt glatt auf den Straßen. Auch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen nicht über null kommen.

6.20 Uhr: S-Bahn-Verkehr normalisiert sich nur langsam

Auch der S-Bahn-Verkehr im Berliner Südwesten normalisiert sich langsam. Die Linie S1 verkehrt zwischen Oranienburg und Wannsee sowie zwischen Frohnau und Zehlendorf. Die taktverstärkenden Züge zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf verkehren nicht. Die Linie S7 verkehrt zwischen Ahrensfelde und Potsdam Hbf, dabei zwischen Westkreuz und Potsdam Hbf nur im 20-Minuten-Takt.

Der S-Bahn-Verkehr auf der S7 zwischen Potsdam und Wannsee findet nur auf einem Gleis statt. Am Bahnhof Wannsee muss umgestiegen werden. Der Bahnhof Nikolassee ist wieder angeschlossen und die S1 kann dort bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder halten. Die Bahnhöfe Mexikoplatz und Schlachtensee sind weiterhin außer Betrieb.

6.10 Uhr: Diese Supermärkte in Steglitz-Zehlendorf öffnen

Am Dienstag öffnen einige Supermärkte im Berliner Südwesten wieder ihre Türen. Dies teilte die Berliner Polizei auf der Plattform X mit.


Montag, 5. Januar

20.37 Uhr: Berlin soll Kosten für Hotelübernachtungen übernehmen

Das Land Berlin wird einem Medienbericht zufolge für die Hotelübernachtungen von Betroffenen des Stromausfalls bezahlen. Das berichtete die Zeitung Welt unter Verweis auf das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Wer wegen des Stromausfalls nicht in seiner Wohnung übernachten kann, kann in ein Hotel ausweichen und die Kosten nachträglich erstattet bekommen. Dafür müssen Betroffene einen Nachweis über die Notwendigkeit der Übernachtung sowie einen Identitätsnachweis beim Amt für Soziales einreichen, hieß es weiter.

20.16 Uhr: Insgesamt 450 THW-Helfer im Einsatz

Das Technische Hilfswerk ist nach eigenen Angaben mit insgesamt mehr als 450 Helferinnen und Helfern im Berliner Südwesten aktiv. Seit Samstag seien in Zwölf-Stunden-Schichten jeweils etwa 130 Kräfte im Einsatz. Dabei bleibe die Notstromversorgung der Fokus. „THW-Kräfte betreiben aktuell insgesamt sieben Einspeisestellen, vor allem Pflege- und Betreuungseinrichtungen, auch eine Tierklinik wird mit Strom versorgt“, teilte das Hilfswerk weiter mit.

Zudem gebe es zwei Erkundungsteams, die in Absprache mit der Feuerwehr in den vom Stromausfall betroffenen Gebieten unterwegs seien und dort prüften, welche weiteren Einrichtungen mit Strom versorgt werden könnten. Außerdem unterstützten die THW-Helfer bei dem Aufbau von Notunterkünften und betrieben bis zu elf Notrufannahmestellen.

20.10 Uhr: Bundeswehr soll Notstromaggregate betanken

Bei der Betankung von Notstromaggregaten soll nach Wunsch des Landes Berlin die Bundeswehr helfen. Ein entsprechender Hilfeleistungsantrag sei an diesem Montag eingegangen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos. Demnach hat der Einsatz an diesem Montagabend auf einem Betriebshof des Technischen Hilfswerks (THW) im Ortsteil Lankwitz begonnen und soll bis Donnerstag um 23 Uhr andauern.

Das Land hatte beantragt, dass etwa 18.000 Liter Diesel sowie ein Tankfahrzeug im Bezirk Steglitz-Zehlendorf bereitgestellt werden. Die Bedienmannschaften sollen nach Angaben der Sprecherin „schichtfähig“ sein. „Besonderer Fokus liegt dabei auf der Versorgung von Pflegeeinrichtungen“, teilte sie mit.

19.30 Uhr: 2000 weitere Haushalte haben wieder Strom

2000 Haushalte und 250 Gewerbe sind wieder mit Strom versorgt. Das meldet die Krisenseite Stromnetz Berlin. Aktuell sind somit noch circa 27.800 Haushalte und rund 1450 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde betroffen.

18.39: Möglichkeiten zum Aufwärmen, Handy laden und Duschen

In den Bezirken des Berliner Südens sind inzwischen mehrere Standorte eingerichtet, an denen sich vom Stromausfall Betroffene aufwärmen und ihre Handys aufladen können. In der Adventgemeinde Zehlendorf stehen zudem zwei Duschen und eine Waschmaschine zur Verfügung. Eine Möglichkeit zum Duschen gibt es auch in der GPVA Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.

  • Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde in der Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin
    Geöffnet: 9 bis 22 Uhr
  • Jugendkeller der Paulus-Gemeinde, Hindenburgdamm 101, 12203 Berlin
    Geöffnet: ab 9 Uhr
  • Matthäus-Gemeindehaus am Steglitzer Kreisel. Für etwa 50 Personen
    Geöffnet: 8 bis 20 Uhr
  • Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf, Eingang Kirchstraße 1/3, 14169 Berlin
  • Mittelhof e.V. in der Königsstraße 42-43, 14163 Berlin
    Geöffnet: 9 bis 19 Uhr
  • Hellenische Gemeinde in der Mittelstraße 33, 12167 Berlin
    Geöffnet: 10 bis 20 Uhr
  • Käseglocke Lankwitz in der Leonorenstraße 65, 12247 Berlin
    Geöffnet: 14 bis 18 Uhr
  • Adventgemeinde Zehlendorf in der Gartenstraße 23, 14169 Berlin
    Geöffnet: 9 bis 18 Uhr
  • Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V. in der Mörchinger Straße 49, 14169 Berlin
    Geöffnet: 10 bis 20 Uhr
  • Johann-Sebastian-Bach-Kirchengemeinde in der Luzerner Straße 10-12, 12205 Berlin
    Geöffnet: 9 bis 20 Uhr
  • Lukaskirche in der Friedrichsruher Straße 1-2, 12169 Berlin
    Geöffnet: 8 bis 20 Uhr
  • Patmosgemeinde in der Gritznerstraße 18-20, 12163 Berlin
    Geöffnet: 9 bis 17 Uhr
  • Pfarrsaal der Gemeinde Herz Jesu in der Riemeisterstraße 2, 14169 Berlin
  • Gemeindesaal Heilige Familie in der Kornmesserstraße 2, 12205 Berlin
  • Reha Steglitz gGmbH in der Albrechtstraße 15, 12167 Berlin
    Geöffnet: Montag, Dienstag und Freitag von 12 bis 15 Uhr, Mittwoch von 12 bis 16.30 Uhr, Mittagsgerichte ab 12.15 Uhr
  • Reha Steglitz gGmbH am Kamenzer Damm 1A, 12249 Berlin
    Geöffnet: Montag von 10 bis 15 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 12 bis 15 Uhr, Mittagsgerichte ab 12:30 Uhr
  • SozialRaum Berlin in der Deitmerstraße 2, 12163 Berlin
    Geöffnet: 10 bis 16 Uhr
  • GPVA Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in der Finckensteinallee 42, 12205 Berlin.
    Geöffnet: 10 bis 17.30 Uhr (da der Standort nicht dauerhaft besetzt ist, bitte vorher telefonische Kontaktaufnahme unter Tel.: 030 28 443 761 oder mobil: 0151-21436122)

18.28 Uhr: Notunterkunft in Teltow geschlossen

Die in Teltow eingerichtete Notunterkunft in der Sporthalle in der Albert-Wiebach-Straße 4 ist nicht länger verfügbar. Das teilte die Senatskanzlei Berlin auf der Plattform X mit. Dementsprechend sind derzeit fünf solcher Notunterkünfte mit Übernachtungsmöglichkeiten geöffnet.

17.20 Uhr: Diese Notunterkünfte sind geöffnet

Im Berliner Süden stehen weiter Notunterkünfte für Anwohnerinnen und Anwohner zur Verfügung. Nach Angaben der Berliner Polizei handelt es sich um folgende Standorte:

  • Rathaus Kleinmachnow am Adolf-Grimme-Ring 10, 14532 Kleinmachnow
  • Cole-Sports-Center am Hüttenweg 43, 14169 Berlin
  • Sporthalle der Zinnowwald-Grundschule in der Wilskistraße 78, 14163 Berlin (Eingang über Hartmannsweilerweg)
  • Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf in der Kirchstraße 1/3, 14169 Berlin
  • Sporthalle der Dreilinden-Schule in der Dreilindenstraße 49, 14109 Berlin

17 Uhr: Notruf in Zehlendorf wieder verfügbar

Im Ortsteil Zehlendorf ist es wieder möglich, den Notruf zu wählen. Das teilte die Berliner Feuerwehr mit. „Durch die Deutsche Telekom konnte eine Basisversorgung für den Notruf in dem betroffenen Bereich eingerichtet werden“, hieß es. Das gelte für Notrufe, die im Freien getätigt werden, und unabhängig vom Mobilfunkanbieter. Man könne keine Versorgung in Gebäuden garantieren.

16.27 Uhr: Wie sich der Stromausfall auf die Wasserversorgung auswirkt

Der Blackout im Berliner Süden beeinträchtigt auch die Wasserversorgung, da die Pumpstationen mit Strom betrieben werden. „Die Nachlieferungen an Kraftstoff für das Notstromaggregat sind gewährleistet“, sagt Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Insbesondere in Hochhäusern kann es zu Problemen kommen.

16.10 Uhr: Hier sind mobile Wachen der Polizei eingerichtet

Die Polizei Berlin ist im Süden der Stadt weiter mit hunderten Einsatzkräften im Dienst. Zusätzlich wurden an insgesamt vier Standorten sogenannte mobile Wachen eingerichtet. Diese befinden sich hier:

  • In Zehlendorf Mitte, Potsdamer Straße/Teltower Damm/Clayallee, 14169
    Geöffnet: 9.30 bis 14.30 Uhr
  • Im Cole-Sports-Center, Hüttenweg 43, 14169
    Geöffnet: 7 bis 15.30 Uhr
  • In der Zinnowald-Grundschule, Wilskistraße 78, 14168
    Geöffnet: 14 bis 20 Uhr
  • Im Rathaus Wannsee, Königstraße/Chausseestraße, 14109
    Geöffnet: 14 bis 20 Uhr

15.30 Uhr: Senat hebt City Tax bei Hotelübernachtungen auf

Angesichts der bestehenden Notlage hat die Senatsverwaltung für Finanzen angekündigt, die City Tax für erforderliche Hotelübernachtungen zeitweise aufzuheben. „Zusätzliche finanzielle Belastungen sollen in dieser Notsituation ausdrücklich vermieden werden“, teilte die Senatsverwaltung mit. Damit gilt, dass für Menschen, die aufgrund des Stromausfalls nicht in ihren eigenen Wohnungen bleiben können, keine Übernachtungssteuer anfällt. Dieser Steuersatz liegt normalerweise bei 7,5 Prozent.

15.20 Uhr: Was vom Stromausfall Betroffene jetzt tun können

Der Stromausfall im Süden Berlins hat für viele Mieterinnen und Mieter weitreichende Folgen. Neben den elektronischen Geräten, die unbrauchbar sind, drohen  Heizungsrohre und Wasserleitungen zu platzen. Zugleich steigt in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit, was die Schimmelbildung begünstigt. Darauf können Betroffene jetzt achten:

14.40 Uhr: Innensenatorin Spranger: „Das war Linksterrorismus“

Die Senatsverwaltung für Inneres hat gefordert, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen zu dem Stromausfall zu übernehmen. „Jetzt ist es wichtig, dass auch der Generalbundesanwalt die Übernahme des Verfahrens prüft“, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Mit Blick auf den Anschlag sprach sie von Terrorismus. „Der menschenverachtende Anschlag auf unser Stromnetz war kein Linksextremismus. Das war Linksterrorismus, das muss man klar so sagen“, sagte Spranger auf einer Pressekonferenz. „Hier wurden bewusst Kollateralschäden für Leib und Leben der Menschen in Berlin in Kauf genommen.“

14.17 Uhr: Vier Männer wegen Einbruchsversuch festgenommen

Die Berliner Polizei hat in der Nacht auf Montag vier Männer wegen eines versuchten Einbruchs auf einen Geldautomaten festgenommen. Die Polizei fuhr nach eigenen Angaben eine Streife auf der Spanischen Allee im Rahmen des Stromausfalls. Dabei bemerkten die Beamten zwei Männer, die bei ihrem Anblick von einem Geldautomaten beziehungsweise von einem in der Nähe geparkten Auto flüchteten.

Einer von ihnen rannte den Angaben zufolge zu dem Auto, das zwischenzeitlich mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der BAB 115 fuhr. Die Polizei stoppte das Auto am Ende der Zufahrt zu der Autobahn. Neben drei Männern im Alter von 27, 31 und 34 Jahren fand die Polizei eine Tasche mit Einbruchswerkzeug. Zugleich wurden an dem Geldautomaten Einbruchsspuren festgestellt.

13.45 Uhr: S-Bahnen verkehren teilweise wieder

Die S-Bahnen im Berliner Südwesten verkehren wieder teilweise. Trotzdem ist der Verkehr weiterhin beeinträchtigt.

Stromausfall Berlin: So fahren die S-Bahnlinien
  • Linie S1: Die Linie fährt zwischen Oranienburg und Wannsee, dabei zwischen Frohnau und Zehlendorf im 10-Minuten-Takt
  • Zwischen Zehlendorf und Wannsee fällt dabei der Verkehrshalt in Mexikoplatz, Schlachtensee und Nikolassee in beiden Richtungen aus
  • Zwischen Zehlendorf und Wannsee besteht Ersatzverkehr mit Bussen im ca. 10-Minuten-Takt, die taktverstärkenden Züge zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf fahren nicht
  • Linie S7: Die Linie verkehrt zwischen Ahrensfelde und Wannsee, dabei zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg im 10-Minuten-Takt und zwischen Charlottenburg und Wannsee im 20-Minuten-Takt
    Zwischen Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof besteht S-Bahn-Pendelverkehr im 40-Minuten-Takt ab Potsdam und ab Wannsee zur Minute
    Die Züge der Linie S7 halten nicht in Nikolassee. Fahrgäste werden gebeten, den Ersatzverkehr mit Bussen für die Linie S1 zu nutzen.
Haltestellen für den Ersatzbus der Linie S1:
  • S-Bahnhof Wannsee: Kronprinzessinnenweg (wie Buslinie 114, 118, 620)
  • S-Bahnhof Nikolassee: Borussenstraße (wie Buslinie N16, N18)
  • S-Bahnhof Schlachtensee: Breisgauer Str. / Matterhornstr. (keine Haltestelle)
  • S-Bahnhof Mexikoplatz: Lindenthaler Allee (wie Buslinie 118, 622, N3)
  • S-Bahnhof Zehlendorf: Teltower Damm (wie Buslinie X10, 112, 285, N84)

13.30 Uhr: Berlin erhält Hilfe von der Bundeswehr

Berlin erhält bei der Bewältigung der Lage Hilfe von der Bundeswehr. „Sie unterstützt bei Logistik, Transport und Betrieb von Notstromaggregaten“, teilte die Berliner Senatskanzlei auf der Onlineplattform X mit. Ein entsprechendes Amtshilfeersuchen sei an die Bundeswehr gestellt worden. Unterstützung kommt zudem von der Bundespolizei, wie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner später bei einer Pressekonferenz mitteilte.

13.15 Uhr: Kai Wegner gibt Statement ab

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gibt am Montagmittag ein Statement ab. Auch Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Bernhard Büllmann, Geschäftsführer der Stromnetz Berlin, und Marco Langner, Polizeivizepräsident, werden sich äußern.

Wegner sagte, mittlerweile seien 64 von 74 Pflegeheimen wieder mit Strom versorgt. Bei den verbleibenden 10 solle die Versorgung innerhalb des Montags wieder sichergestellt werden.

13.10 Uhr: Notunterkunft schließt, Alternative gefunden

Die Notunterkunft am Goethe-Gymnasium in der Drakestraße 72, 12205 Berlin, ist ab sofort geschlossen. Dies teilte die Berliner Polizei in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Dafür wird eine neue Notunterkunft in der Sporthalle der Dreilinden-Schule in der, Dreilindenstraße 49, 14109 Berlin, eröffnet. Die anderen Notunterkünfte blieben weiterhin geöffnet.

12. 35 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach Brandanschlag

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu dem Brandanschlag übernommen. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Er begründete dies mit der „besonderen Bedeutung des Einzelfalls“. Weitere Angaben zu den Ermittlungen machte der Sprecher zunächst nicht. Der Brandanschlag geht nach Einschätzung der Behörden auf das Konto von linksextremistischen Tätern.

Die Karte von Stromnetz Berlin zeigt die betroffenen Anschlüsse im Südwesten der Stadt. Die unterschiedlichen Farben sind laut Betreiber technisch bedingt.
Die Karte von Stromnetz Berlin zeigt die betroffenen Anschlüsse im Südwesten der Stadt. Die unterschiedlichen Farben sind laut Betreiber technisch bedingt.Stromnetz Berlin

12.30 Uhr: Evangelische Kirchengemeinden helfen

Die vom Stromausfall im Berliner Südwesten betroffenen Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf bieten Räume zum Aufwärmen, heiße Getränke und Lademöglichkeiten für Handys an. In Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf stehen den Betroffenen nach Angaben der beiden Kirchenkreise vom Montag insgesamt acht kirchliche Einrichtungen offen. Betroffene können sich im Gemeindehaus der Zehlendorfer Emmaus-Kirchengemeinde aufwärmen und ihre Mobiltelefone aufladen. Das Gemeindehaus ist demnach von 9 bis 22 Uhr geöffnet.

In Lichterfelde-Süd steht den Angaben zufolge von frühmorgens bis spät abends das Familienzentrum „BusStop“ des Evangelischen Jugendhilfevereins offen. Zusätzlich könne sich von 9 bis 20 Uhr in der Johann-Sebastian-Bach-Kirchengemeinde im Gemeindehaus aufgewärmt werden. Zudem seien ein paar Duschmöglichkeiten vorhanden, Menschen mit Kleinkindern seien willkommen. Im Paulus-Zentrum am Hindenburgdamm können Betroffene sich von 9 bis 17 Uhr aufwärmen.

In Steglitz dienen die Gemeindehäuser der Trinitas-Kirchengemeinde, der Markus-Kirchengemeinde und der Matthäus-Kirchengemeinde von 8 bis 20 Uhr zum Aufwärmen. In der Markus-Kirchengemeinde könne zudem Wäsche gewaschen werden. Die Patmos-Kirchengemeinde bietet von 9 bis 17 Uhr Schutz vor der Kälte.

12.20 Uhr: Regierung verurteilt Brandanschlag auf Berliner Stromnetz

Die Bundesregierung hat den Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin „auf das Schärfste“ verurteilt. Es gehe um „eine schwere Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin.

Die Täter müssten „zur Verantwortung gezogen werden“. Sie hätten „die Gefährdung von Menschen insbesondere von Krankenhauspatienten, Älteren und Familien mit kleinen Kindern in Kauf genommen.“

12 Uhr: Auch Ampeln von Stromausfall betroffen

Von dem Stromausfall ist auch der überwiegende Teil der Ampeln betroffen, teilte die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin mit. An den Kreuzungen müssen sich Autofahrer an die Verkehrsschilder halten, es gilt die Straßenverkehrsordnung. Eine Notstromversorgung für Ampeln gibt es nicht.

11.50 Uhr: Berliner Hockey Club öffnet Vereinsheim

Aufgrund des Stromausfalls öffnet der Verein sein Vereinsheim als warmen Treffpunkt für Mitglieder und Nachbarschaft (keine Übernachtung), inklusive Kaffee- und Teestation, Auflademöglichkeiten für Geräte sowie Angeboten für Familien und Kinder. Einfache Gerichte zu günstigen Preisen stehen ebenfalls zur Verfügung.

11.45 Uhr: Bio Company bietet Betroffenen Hilfe an

Die Bio Company bietet Betroffenen des Stromausfalls in zwei Filialen Unterstützung an. Am Teltower Damm 13 in Berlin-Zehlendorf sowie in der Förster-Funke-Allee 103, in Kleinmachnow können Betroffene in den Filialen kostenfrei ihre elektronischen Endgeräte laden und sich mit kostenlosem Tee aufwärmen. Dabei gelten die regulären Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr, der Backshop ist bereits ab 7.30 Uhr geöffnet.

Vom Stromausfall betroffen und vorübergehend geschlossen sind die Filialen in der Breisgauer Str. 17 sowie im Wiesenschlag 4.

11.15 Uhr: Auch Berliner S-Bahn von Stromausfall betroffen

Aufgrund des Stromausfalls gibt es auch bei der Berliner S-Bahn Veränderungen. Wegen einer Stellwerksstörung muss der Zugverkehr auf den Linien S1 und S7 verändert durchgeführt werden.

Die Linie S1 fährt:
  • Zwischen Oranienburg und Zehlendorf und zwischen Frohnau und Zehlendorf im 10-Minuten-Takt.
  • Zwischen Zehlendorf  und Wannsee besteht Ersatzverkehr mit Bussen im ca. 10-Minuten-Takt.
  • Die taktverstärkenden Züge (von ca. 6.30 Uhr bis 10 Uhr) zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf fahren nicht.
Die Linie S7 fährt:
  • Die Linie verkehrt zwischen Ahrensfelde und Wannsee, dabei zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg im 10-Minuten-Takt und zwischen Charlottenburg und Wannsee im 20-Minuten-Takt.
  • Zwischen Wannsee und Potsdam Hauptbahnhof besteht S-Bahn-Pendelverkehr im 40-Minuten-Takt ab Potsdam und ab Wannsee zur Minute.
    Die Züge der Linie S7 halten nicht in Nikolassee. Fahrgäste werden gebeten, den Ersatzverkehr mit Bussen für die Linie S1.
Haltestellen für den Ersatzbus der Linie S1:
  • S-Bahnhof Wannsee: Kronprinzessinnenweg (wie Buslinie 114, 118, 620)
  • S-Bahnhof Nikolassee: Borussenstraße (wie Buslinie N16, N18)
  • S-Bahnhof Schlachtensee: Breisgauer Str. / Matterhornstr. (keine Haltestelle)
  • S-Bahnhof Mexikoplatz: Lindenthaler Allee (wie Buslinie 118, 622, N3)
  • S-Bahnhof Zehlendorf: Teltower Damm (wie Buslinie X10, 112, 285, N84)

11 Uhr: Vodafone-Mobilfunk weiter eingeschränkt

In dem vom Stromausfall betroffenen Bereich ist auch am Montagmorgen der Vodafone-Mobilfunk weiterhin eingeschränkt. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mitteilte, sind knapp zwei Drittel (27 von 39) der Vodafone-Mobilfunkstationen in Betrieb. Mit Stromgeneratoren sollen weitere Funktürme in Betrieb gehen. Dies sei allerdings schwierig, da eine hohe Nachfrage an Generatoren bestehe.

10.45 Uhr: NRW schickt Notstrom-Anhänger nach Berlin

Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin hat das Land NRW die Unterstützung mit Notstromgeräten angeboten. Das bestätigte das Innenministerium in Düsseldorf auf Anfrage. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte das Hilfsangebot im Gespräch mit der „Abendschau“ des RBB angenommen. Laut einem Sprecher geht es um fünf sogenannte Notstrom-Anhänger, die samt Personal nach Berlin gebracht werden sollen.

In der Bundeshauptstadt sind Tausende Haushalte seit Samstag ohne Strom. Eine linksradikale Gruppe hat sich zu dem Anschlag auf wichtige Kabel nahe einem Kraftwerk im Berliner Südwesten bekannt. Das Land NRW hatte im Zuge der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Kriegs Millionen Euro in die Beschaffung von Notstromaggregaten investiert.

10 Uhr: Polizei weiter mit 300 Kollegen im Einsatz

Die Berliner Polizei ist auch am Montag mit zahlreichen Kollegen im Einsatz. An mehreren Orten wurden mobile Wachen eingerichtet.

Mobile Wachen der Polizei in Steglitz-Zehlendorf:
  • Zehlendorf-Mitte, Potsdamer Straße/Teltower Damm/Clayallee, 14169 Berlin, 09.30 bis 14.30 Uhr
  • Cole-Sports-Center, Hüttenweg 43, 14169 Berlin – 07.00 bis 15.30 Uhr
  • Zinnowwald-Grundschule, Wilskistraße 78, 14163 Berlin – 14.00 bis 20.00 Uhr
  • Rathaus Wannsee, Königstraße/Chausseestraße, 14109 Berlin, 14.00 bis 20.00 Uhr

9 Uhr: Schule fällt aus, Notbetreuung eingerichtet

Bis einschließlich Mittwoch fällt an Schulen in Steglitz-Zehlendorf der Unterricht aus.  Eltern und Sorgeberechtigte der Kinder, die nicht familiär betreut werden können, werden gebeten, ihre Kinder morgen für die Notbetreuung an die Ausweichstandorte zu bringen. Kinder, die in anderen Berliner Bezirken andere Unterkunftsmöglichkeiten gefunden haben, können dort als Gastkinder aufgenommen werden.

Aus Gründen der Sicherheit und des ordnungsgemäßen Betriebs bleiben die betroffenen Kindertageseinrichtungen zunächst geschlossen. Für Montag kann noch keine Notbetreuung angeboten werden. Am Montag wird gesondert darüber informiert, wie die Notbetreuung ab Dienstag organisiert wird.

8 Uhr: Zehntausende Haushalte weiterhin ohne Strom

In Berlin starten Tausende Haushalte ohne Strom in die neue Woche. Nach dem großen Stromausfall wegen eines Brandanschlags im Bezirk Steglitz-Zehlendorf könnten viele Haushalte noch tagelang ohne Strom sein. Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung waren 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Unternehmen ohne Strom.

Doch es gibt inzwischen auch gute Nachrichten. Wie das Stromnetz Berlin am Sonntagabend mitteilte, konnten weitere knapp 5000 Haushalte wieder ans Netz gebracht werden. Am Sonntagmittag gab es bereits die Nachricht, dass gesamt 10.000 betroffene Haushalte und 300 Gewerbe wiederversorgt sind – dabei handelt es sich fast ganz Lichterfelde.