Stromausfall im Südwesten

Anschlag auf Stromnetz in Berlin: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Nachdem tausende Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten wurden, ermittelt nun die Bundesanwaltschaft. Es geht unter anderem um den Verdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage.

Zehntausende Menschen im Südwesten Berlins haben weiterhin keinen Strom.
Zehntausende Menschen im Südwesten Berlins haben weiterhin keinen Strom.Christophe Gateau

Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins hat die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben die Ermittlungen übernommen. Es wird unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe ermittelt. Bereits am Montag war bekannt geworden, dass die Berliner Generalstaatsanwaltschaft nach dem Brandanschlag die Untersuchungen an sich gezogen hatte. Die Behörde begründete das mit der „besonderen Bedeutung des Einzelfalls“.

Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal hatte am Samstag Teile Berlins vollständig von der Stromversorgung abgeschnitten. Betroffen waren zunächst etwa 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbe im Süden der Hauptstadt – insbesondere im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Am vierten Tag des Blackouts konnte für mehrere tausend Haushalte wieder eine Versorgung hergestellt werden. Mehr als 24.000 Wohnungen bleiben nach Angaben von Stromnetz Berlin aber weiter ohne Strom. 

Zu dem Brandanschlag hatte sich die sogenannte „Vulkangruppe“ bekannt. Sie wird vom Berliner Verfassungsschutz dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremen Szene zugeordnet. Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sowie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprechen mit Blick auf den Anschlag von Linksterrorismus. (mit dpa)

Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Südwesten Berlins im Liveblog.