Ohne Strom kein Wasser: Um die Wasserversorgung beim Stromausfall im Südwesten Berlins zu gewährleisten, haben die Berliner Wasserbetriebe Notstromaggregate in Betrieb genommen. Von dem Blackout, den Linksradikale am Samstagmorgen verursachten, ist auch das Wasserwerk Beelitzhof am Wannsee betroffen, das pro Tag bis zu 160.000 Kubikmeter in die umliegenden Wohngebiete pumpt. „Die Nachlieferungen an Kraftstoff für das Notstromaggregat sind gewährleistet“, sagt Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe.
In Berlin gibt es 170 Abwasser-Pumpwerke unterschiedlicher Größe. Vom aktuellen Stromausfall sind drei große und acht kleinere Pumpwerke betroffen. Die großen Pumpwerke werden laut Natz mit Notstrom versorgt. Zu den kleineren komme ein Saugwagen. „Das hat sich schon beim Stromausfall in Köpenick bewährt“, sagt Natz. Im Februar 2019 hatte es in Köpenick in 30.000 Haushalten einen Stromausfall gegeben, der bis zu 31 Stunden andauerte. Bei Bauarbeiten waren versehentlich zwei Hochspannungskabel durchtrennt worden. Die Abwasserpumpwerke in Berlin haben einen Notauslass für das Schmutzwasser. Damals sei aber kein Tropfen in die Gewässer gelangt, so Natz. So soll es auch dieses Mal wieder sein.
Ein Problem mit der Wasserversorgung gibt es auch in Hochhäusern. Der Wasserdruck in den Leitungen reicht nach Angaben von Stephan Natz bis zur Berliner Traufhöhe. Das sind 22 Meter. Für Häuser mit mehr als fünf Stockwerken braucht es an den Häusern Druckerhöhungsstationen. Diese werden elektrisch betrieben.
