Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz hat erstmals öffentlich eingeräumt, einen Brief an die US-Regierung geschrieben zu haben, um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vor amerikanischen Sanktionen zu bewahren. Vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern sagte der SPD-Politiker in Schwerin: „Den Brief gab es wirklich“, wie die Ostsee-Zeitung berichtete.
Scholz erklärte, er habe in seiner Funktion als damaliger Finanzminister im Sommer 2021 angeboten, Deutschland werde Flüssiggas-Terminals bauen und langfristig mehr Erdgas aus den USA beziehen. Dafür sollten die Vereinigten Staaten ihre Sanktionsdrohungen gegen das Pipelineprojekt zurückziehen. Der Versuch blieb erfolglos. Die US-Regierung hielt an ihrer Linie fest.

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