Untersuchungsausschuss

Scholz bot den USA LNG-Deal an, um Nord Stream 2 vor Sanktionen zu schützen

Der frühere Kanzler sagte im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern als Zeuge aus. Dabei sprach er über einen bislang nicht offiziell bestätigten Brief im Streit um Nord Stream 2.

Der frühere Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagt als Zeuge beim Untersuchungsausschuss zum Bau von Nord Stream 2 aus.
Der frühere Kanzler Olaf Scholz (SPD) sagt als Zeuge beim Untersuchungsausschuss zum Bau von Nord Stream 2 aus.Bernd Wüstneck/dpa

Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz hat erstmals öffentlich eingeräumt, einen Brief an die US-Regierung geschrieben zu haben, um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vor amerikanischen Sanktionen zu bewahren. Vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern sagte der SPD-Politiker in Schwerin: „Den Brief gab es wirklich“, wie die Ostsee-Zeitung berichtete.

Scholz erklärte, er habe in seiner Funktion als damaliger Finanzminister im Sommer 2021 angeboten, Deutschland werde Flüssiggas-Terminals bauen und langfristig mehr Erdgas aus den USA beziehen. Dafür sollten die Vereinigten Staaten ihre Sanktionsdrohungen gegen das Pipelineprojekt zurückziehen. Der Versuch blieb erfolglos. Die US-Regierung hielt an ihrer Linie fest.

Berliner Zeitung

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