Kriminalität

Polizei nimmt ICE-Fahrgast 150.000 Euro in Plastiktüte ab – Verdacht auf Geldwäsche

Fahnder kontrollieren einen Mann im Zug nach Wien. Dann finden die Beamten Bargeld in sechsstelliger Höhe in einem Koffer.

Die Polizei findet bei einem 39-Jährigen 150.000 Euro.
Die Polizei findet bei einem 39-Jährigen 150.000 Euro.Thomas Imo/photothek.net

Ein 39-jähriger Mann aus dem Raum Wiesbaden ist bei einer Kontrolle im ICE nach Wien mit rund 150.000 Euro Bargeld sowie einem Bündel Schweizer Franken aufgefallen. Die Scheine waren in einer Plastiktüte verpackt in seinem Koffer verstaut. Fahnder der Grenzpolizeiinspektion Passau beschlagnahmten das Geld, da der Mann dessen Herkunft nicht nachvollziehbar erklären konnte. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Beamte der Grenzpolizeiinspektion Passau stiegen in den ICE zu und führten eine verdachtsunabhängige Kontrolle durch. Als der Fahrgast seinen Koffer öffnen musste, entdeckten die Fahnder die große Menge Bargeld.

Da der 39-Jährige keine plausible Erklärung für die Herkunft des Geldes liefern konnte, stellten die Beamten die gesamte Summe sicher.

Beweislast liegt beim Betroffenen

Die Polizei verwies in diesem Zusammenhang auf eine seit 2017 geltende Rechtslage: Strafverfolgungsbehörden und Gerichte können demnach Vermögenswerte mit ungeklärter Herkunft leichter einziehen. Entscheidend dabei ist, dass nicht die Behörden eine konkrete Straftat nachweisen müssen – vielmehr liegt die Beweislast beim Betroffenen selbst. Er muss belegen, dass er die Werte auf legalem Weg erlangt hat.

„Straftaten dürfen sich nicht lohnen", teilten die Beamten mit.