Versorgungssicherheit

PCK Schwedt drohen US-Sanktionen: Ostbeauftragte äußert sich

Die Raffinerie, die einen großen Teil Berlin und Brandenburgs mit Treibstoff versorgt, könnte von US-Sanktionen getroffen werden. Jetzt äußert sich der Bund.

Die Raffinerie in Schwedt in der Uckermark im Nordosten von Brandenburg versorgt große Teile des Nordostens Deutschlands mit Treibstoff.
Die Raffinerie in Schwedt in der Uckermark im Nordosten von Brandenburg versorgt große Teile des Nordostens Deutschlands mit Treibstoff.Patrick Pleul/dpa

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat sich zur Lage in der PCK-Raffinerie Schwedt in Brandenburg geäußert. Die PCK Raffinerie Schwedt steht vor einer kritischen Situation.

US-Sanktionen gegen den russischen Staatskonzern Rosneft sind derzeit bis Ende April 2026 ausgesetzt. Die PCK-Geschäftsführer Ralf Schairer und Harry Gnorski berichteten jedoch bereits von „Einschränkungen in unserem Geschäftsbetrieb“ und richteten sich zuletzt mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung.

PCK Schwedt ist wichtig für Versorgung Ostdeutschlands

Die Ostbeauftragte Kaiser ließ nun über eine Sprecherin mitteilen: „Die aktuelle Situation um die Raffinerie Schwedt stellt eine Herausforderung dar. Die Bundesregierung arbeitet an einer sanktionskonformen Lösung, um den reibungslosen Betrieb der PCK und somit drohende Engpässe in der Kraftstoffversorgung zu vermeiden“.

Kaiser habe die Lage im Blick, die Arbeit an Lösungen werde von ihr eng begleitet. Schwedt  sei „für Ostdeutschland ein wesentlicher Versorgungspunkt“, der Standort müsse gesichert und zukunftsfest gemacht werden. „Aktuell besteht kein Anlass zur Sorge“, da Maßnahmen ergriffen werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die Raffinerie versorgt 90 Prozent von Berlin und Brandenburg mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten, auch Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen. Nach aktuellen Angaben deckt sie rund 95 Prozent des Bedarfs an Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin für Berlin und Brandenburg ab – einschließlich der Versorgung des Flughafens BER

Die Raffinerie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die der Bund wegen des Ukraine-Kriegs unter Treuhandverwaltung stellte. Die Treuhandverwaltung wurde bis zum 10. März 2026 verlängert, wodurch die Bundesnetzagentur weiterhin die Kontrolle behält.