Der Beginn der Osterferien dürfte für Millionen Autofahrer in Deutschland zur Belastungsprobe werden. Der ADAC rechnet in seiner aktuellen Stauprognose vor allem ab Ferienbeginn mit erheblichen Verkehrsbehinderungen, wenn in zehn Bundesländern gleichzeitig die Ferien starten. Auch der Gründonnerstag (2. April) sowie der Ostermontag (6. April) gelten als besonders stauträchtige Tage. Auch der Ostersonntag (5. April) dürfte vergleichsweise ruhig verlaufen.
15 Autobahnen besonders staugefährdet
Der ADAC stuft insgesamt 15 Autobahnen quer durch Deutschland als besonders staugefährdet ein. Dazu zählen unter anderem die A1 von Fehmarn über Hamburg nach Osnabrück sowie zwischen Köln und Dortmund, die A2 zwischen Oberhausen und dem Berliner Ring, die A6 von Heilbronn bis Pilsen und die A8 von Karlsruhe über München nach Salzburg. Hauptziele seien die Nord- und Ostseeküste, die Alpen sowie die Mittelgebirge. „Aufgrund der frühen Osterferien zieht es viele Urlauber in Wintersportgebiete“, erklärte der ADAC.
Zahlreiche Autobahnbaustellen verschärften die Lage zusätzlich. Am Gründonnerstag sei mit einer weiteren Reisewelle zu rechnen, da viele Menschen über die Feiertage zu ihren Familien oder in einen Kurzurlaub fahren wollten. Die Rückreise konzentriere sich dann vor allem auf den Ostermontag.
Stau-Klassiker auch in Österreich, der Schweiz und Italien
Nicht nur auf deutschen Straßen drohen Verzögerungen: In Österreich rechnet der ADAC mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf der Tauernautobahn, der Inntalautobahn und der Brennerautobahn. In der Schweiz gelten die A2 von Luzern über den Gotthard bis Chiasso sowie die A3 von Basel nach Chur als stauanfällig. In Italien betrifft dies insbesondere die Brennerroute. Darüber hinaus erwartet der ADAC hohes Verkehrsaufkommen in beliebten Urlaubsregionen Südtirols wie dem Pustertal, dem Grödnertal und dem Vinschgau.
Ausweichen über Landstraßen? In Bayern keine Option
Wer auf die Idee kommt, den Autobahnstau über Landstraßen zu umfahren, sollte in Bayern vorsichtig sein. Nach dem Vorbild Tirols haben Kommunen entlang der stark befahrenen Autobahnen A8 und A93 Durchfahrverbote für Ausweichverkehr erlassen. Entsprechende Beschilderungen weisen darauf hin. Wie das bayerische Innenministerium Anfang März mitteilte, wird die Einhaltung dieser Verbote aktiv kontrolliert – in den vergangenen Monaten habe die Polizei bereits Tausende Fahrzeuge zurückgeschickt. Hintergrund der Maßnahme: In einigen Ortschaften standen die Autos bei Stau auf der Autobahn regelmäßig Stoßstange an Stoßstange durch die Wohngebiete.


