Bus und Bahn

ÖPNV in Berlin und Brandenburg: Diese Tickets werden 2026 teurer

Mit dem neuen Jahr gelten in Berlin und Brandenburg neue Preise für Bus und Bahn. Welche Tickets teurer werden und welche künftig nicht mehr verfügbar sind.

Eine Einzelfahrt in Berlin wird künftig 4 Euro kosten.
Eine Einzelfahrt in Berlin wird künftig 4 Euro kosten.Sebastian Gollnow/dpa

Der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) hebt zum neuen Jahr die Ticketpreise an. Zum 1. Januar steigen die Fahrtkosten im Durchschnitt um etwa sechs Prozent, wie der VBB mitgeteilt hatte. „Grund dafür sind die gestiegenen Kosten für Kraftstoffe, Personal und Investitionen im ÖPNV“, teilte der VBB weiter mit. Zwar würden Bund und Länder einen großen Teil dieser Kosten übernehmen, die Haushalte seien aber derzeit stark angespannt.

So steigen in Berlin einige Ticketpreise um jeweils 20 Cent. Der Einzelfahrausweis im Bereich AB kostet künftig 4 Euro, und der Preis für ein Kurzstreckenticket im selben Bereich wird auf 2,80 Euro erhöht. Die Vier-Fahrten-Karte kostet künftig 3,10 Euro pro Fahrt. 

Außerdem steigt der Preis für die 24-Stunden-Karte im Bereich AB auf 11,20 Euro. Für den Tarifbereich ABC kostet ein solches Ticket ab dem 1. Januar 12,90 Euro. Im selben Bereich wird eine Einzelfahrkarte dann 5 Euro kosten.

VBB streicht mehrere Tickets

In den Städten Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus werden die Einzelfahrkarten ebenfalls teurer. Hier steigt der Preis auf jeweils 2,70 Euro im AB-Tarifbereich. Im Bereich ABC kostet ein solches Ticket in den Städten 3,50 Euro. In Potsdam steigen die Fahrkartenpreise für einfache Fahrten auf 3 Euro im AB- und 3,70 Euro im ABC-Bereich.

Teurer wird auch die Monatskarte für Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus, die VBB-Umweltkarte AB. Statt 49,40 Euro kostet das Ticket künftig 52,40 Euro. Eine Tageskarte für das komplette VBB-Netz soll ab dem 1. Januar 28,50 Euro kosten.

Zudem werden einige Tickets aus dem Angebot des VBB gestrichen. „Einige wenig nachgefragte Produkte, die im Vergleich zum Deutschlandticket nicht mehr attraktiv sind, werden nicht mehr verkauft“, hieß es. Dazu gehörten etwa die Sieben-Tage-Karten sowie die Jahreskarten. Außerdem werden die 10-Uhr-Karten in Berlin und die 9-Uhr-Karten in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) abgeschafft. Zudem streicht der VBB die 8-Uhr-Karten in Cottbus sowie die 4er-24-Stunden-Karten in allen kreisfreien Städten Brandenburgs.

Wer bereits eine Fahrkarte gekauft hat, kann diese 2026 noch bis zum 30. Juni nutzen. Das gilt für entwertbare Tickets. „Wer ein Abo hat, das ab 2026 nicht mehr angeboten wird, wird rechtzeitig vom Verkehrsunternehmen informiert“, teilte der VBB mit.