Öl-Transport

Ölpreisschock durch Iran-Krieg trifft Asiens Märkte: Einbruch an Japans Börse

Wachsende Sorgen über steigende Ölpreise treffen Japans Börse. Auch Südkoreas Aktienmarkt gerät unter Druck.

Eine Person geht in Tokio zum Gebäude der Tokioter Börse.
Eine Person geht in Tokio zum Gebäude der Tokioter Börse.Eugene Hoshiko/AP/dpa

Die Folgen des Iran-Kriegs haben am Montag die asiatischen Finanzmärkte erschüttert. Japans Leitindex Nikkei 225 stürzte um bis zu 7,6 Prozent ab – laut Bloomberg der schärfste Tagesverlust seit dem vergangenen April. Der breiter gefasste Topix gab um bis zu sechs Prozent nach. Auch südkoreanische Aktien gerieten unter schweren Verkaufsdruck.

Auslöser der Turbulenzen ist ein starker Ölpreisanstieg, der laut Reuters an einem einzigen Handelstag 25 Prozent betrug. Der Rohölpreis kletterte Bloomberg zufolge in Richtung 120 US-Dollar pro Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte 2022. Marktteilnehmer befürchten langanhaltende Störungen der Schifffahrtsrouten, insbesondere durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Transportadern für Erdöl weltweit.

Steigende Ölpreise: Japan prüft Maßnahmen

Japan ist von dieser Entwicklung besonders betroffen. Rund 90 Prozent der japanischen Ölimporte stammen aus dem Nahen Osten. Konjunktursensible Sektoren wie Technologie und Banken verzeichneten die größten Verluste. Auch japanische Staatsanleihen verloren an Wert, und der Yen fiel auf seinen schwächsten Stand gegenüber dem Dollar seit Januar.

Japans Premierministerin Sanae Takaichi erklärte laut Reuters, die Regierung prüfe seit der vergangenen Woche Maßnahmen, um die Spritpreise auf einem für die Bevölkerung erträglichen Niveau zu halten. „Viele Menschen sind besorgt über die steigenden Benzinpreise“, sagte sie vor dem Parlament.

Südkoreas Aktienmarkt unter Druck

Auch Südkoreas Aktienmarkt wurde hart getroffen. Ausländische Fonds verkauften allein bis Montagmittag Kospi-Aktien im Wert von mehr als 2,5 Billionen Won (umgerechnet rund 1,6 Milliarden US-Dollar), nachdem sie in der Vorwoche bereits 14 Billionen Won abgestoßen hatten. „Es ist ein weiterer hässlicher Tag für koreanische Aktien“, sagte Jung In-yun, Geschäftsführer von Fibonacci Asset Management Global, laut Bloomberg. Während Technologiewerte einbrachen, profitierten Energieaktien: Daesung Energy legte am Montag um mehr als 20 Prozent zu.