Politik

Saskia Esken hört als SPD-Parteichefin auf: Diesen neuen Posten soll sie erhalten

Im Juni stellt sich Esken nicht erneut als Parteichefin zur Wahl. Auch im Kabinett hat sie keinen Posten. Nun ist klar, wie es mit ihrer politischen Karriere weitergeht.

Saskia Esken (SPD), Co-Parteichefin der SPD, soll zukünftig einen Vorsitz in einem Bundestagsausschuss übernehmen.
Saskia Esken (SPD), Co-Parteichefin der SPD, soll zukünftig einen Vorsitz in einem Bundestagsausschuss übernehmen.Christophe Gateau/dpa

Noch ist Saskia Esken eine der beiden Parteivorsitzenden der SPD – doch beim Parteitag im Juni will sie sich nicht erneut zur Wahl stellen. Bisher war es unklar, wie es mit ihrer politischen Zukunft weitergeht. Wie T-Online berichtet, soll Esken nach dem Willen der SPD den Bundestagsausschuss für Bildungs- und Familienpolitik übernehmen. 

Gewählt werden die Vorsitzenden der Ausschüsse in den konstituierenden Sitzungen im Laufe des Mittwochs. Die SPD beansprucht insgesamt fünf Ausschussvorsitze. Der neue Bundestag erhält 24 ständige Ausschüsse – einen weniger als in der vergangenen Legislaturperiode.

Umgang mit Esken sorgte für Kritik

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und Parteikollege Karl Lauterbach soll zukünftig den Vorsitz des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung übernehmen. Er tritt dabei die Nachfolge von Kai Gehring (Grüne) an, der nach der Bundestagswahl 2025 aus dem Parlament ausschied.

Der Umgang der Sozialdemokraten mit Esken stand zuletzt immer wieder in der Kritik. Während Lars Klingbeil Finanzminister wurde, sollte Esken keinen Posten in der neuen Bundesregierung bekommen. Neben ihr gibt es auch andere Politiker, die trotz SPD-Regierungsbeteiligung nicht mehr im Amt sind. Dazu gehören der bisherige Arbeitsminister Hubertus Heil, Innenministerin Nancy Faeser, Gesundheitsminister Karl Lauterbach, Entwicklungsministerin Svenja Schulze und Bauministerin Klara Geywitz scheiden aus.

Den Verzicht auf eine neue Kandidatur begründete Esken damit, dass sie Platz machen wolle für Jüngere. „Wir haben viele neue Gesichter in der Partei, mit denen wir unsere Gesellschaft im Ganzen repräsentieren können in ihrer ganzen Breite“, sagte die SPD-Chefin. „Dass die jetzt Verantwortung übernehmen, dafür will ich Raum geben.“