Mexikos Sicherheitsminister Omar García Harfuch hat an diesem Freitag eine umfassende Strategie für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 vorgestellt, wie die mexikanische Tageszeitung El Universal berichtet. Der „Plan Kukulkán“ umfasst Protokolle für Aufklärung, Prävention und den operativen Einsatz und schließt eine Kooperation mit den beiden Mitgastgeberländern USA und Kanada ein.
García Harfuch erklärte, die Sicherheit der Bevölkerung und der Besucher sei während der Weltmeisterschaft „garantiert“. Der Plan wurde in Abstimmung mit Bundes- und Landesbehörden der drei mexikanischen Austragungsorte Mexiko-Stadt, Jalisco und Nuevo León erarbeitet.
Kartellgewalt als Auslöser für verschärfte Maßnahmen
Hintergrund des Plans ist die jüngste Gewaltwelle im Land. Nach der Tötung von Nemesio „El Mencho“ Oseguera, dem Gründer und Anführer des Kartells Jalisco Nueva Generación, kam es landesweit zu Vergeltungsaktionen mit Morden, Straßenblockaden und Brandstiftungen. Die Bilder gingen um die Welt und warfen die Frage auf, ob Mexiko die Sicherheit für ein Großereignis dieser Dimension gewährleisten kann.
Bereits am Mittwoch hatte García Harfuch laut El País auf Anweisung von Präsidentin Claudia Sheinbaum ein Treffen des Sicherheitskabinetts mit Fifa-Vertretern geleitet. Daran nahmen unter anderem Innenministerin Rosa Icela Rodríguez, Verteidigungsminister General Ricardo Trevilla und Außenminister Juan Ramón de la Fuente teil. Portugal hatte dem Bericht zufolge seine Teilnahme am Eröffnungsspiel im wiedereröffneten Aztekenstadion infrage gestellt.
Fifa-Präsident schließt Verlegung aus
Fifa-Präsident Gianni Infantino reagierte auf die internationalen Bedenken laut El País mit der Ansage: „Es ist Mexiko oder es ist Mexiko. Ein anderer Austragungsort ist vollständig ausgeschlossen.“ Beim jüngsten Freundschaftsspiel zwischen Island und der mexikanischen Männer-Nationalmannschaft war bereits ein verstärktes Sicherheitsaufgebot im Einsatz.


