In der Region Krasnodar ist nach russischen Angaben in Folge eines Drohnenangriffs ein Großbrand auf dem Gelände eines Öldepots ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden, berichtete der regionale Notfallstab laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.
Am Sonntagmorgen sei der Brand auf einer Fläche von rund 700 Quadratmetern eingedämmt worden. Ukrainische Behörden äußerten sich einem Bericht des Kyiv Independent zufolge zunächst nicht zu dem Vorfall.
Russland meldet weitere Angriffe
Russland meldete außerdem einen ukrainischen Raketenangriff auf Belgorod. „Anlagen der Energieinfrastruktur wurden erheblich beschädigt“, erklärte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, laut Tass. Opfer habe es nicht gegeben.
Bei einem weiteren Angriff in dem von Russland besetzten Teil der Region Saporischschja im Süden der Ukraine wurde nach Angaben der von Russland eingesetzten Behörden eine Frau getötet. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, sagte eine Behördenvertreterin im Bezirk Wassiliwka Tass zufolge.
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass die Flugabwehr 72 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht habe. Überprüfbar sind die Angaben von unabhängiger Seite nicht.
Selenskyj: Russland setzte in der vergangenen Woche 39 Raketen ein
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Sonntag auf X, Russland habe die Ukraine in der vergangenen Woche mit mehr als 1700 Drohnen und 39 Raketen angegriffen. „Die zivile Infrastruktur wurde angegriffen – Energieanlagen und Wohngebäude“, so Selenskyj. Den ukrainischen Streitkräften gelinge es, die meisten davon abzufangen, doch es sei mehr Schutz nötig, fügte er hinzu.
Durch russische Angriffen in der Nacht zu Samstag starben in der Stadt Charkiw mindestens zehn Menschen, darunter zwei Kinder, wie ukrainische Beamte laut Reuters mitteilten. In seiner abendlichen Videoansprache bezeichnete Selenskyj den Angriff als „grauenhaft“. (mit dpa, AFP)

