Brand in Ölraffinerie

Kurz vor neuen Friedensgesprächen: Russland und Ukraine melden gegenseitige Angriffe

In Russland kam es nach einem Drohnenangriff in einer Ölraffinerie offenbar zu einem Brand. Die Ukraine meldete erneute Angriffe auf Energieinfrastruktur.

Menschen in Odessa gehen über einen zerstörten Stadtmarkt nach einem russischen Angriff.
Menschen in Odessa gehen über einen zerstörten Stadtmarkt nach einem russischen Angriff.Michael Shtekel/AP/dpa

Kurz vor dem Beginn erneuter Friedensgespräche in Genf haben sowohl Russland als auch die Ukraine neue Angriffe gemeldet. In Odessa wurden durch russische Drohnengriffe drei Personen verletzt, in Sumy starb eine Person und es gab sechs Verletzte, darunter zwei Kinder, wie lokale Behörden mitteilten.

Der ukrainische Stromversorger DTEK meldete ebenfalls einen erneuten Angriff auf Energieinfrastruktur in Odessa. „Die Zerstörungen sind äußerst schwerwiegend“, teilte das Unternehmen auf Telegram mit. Die Reparatur werde viel Zeit in Anspruch nehmen, um die Anlagen wieder betriebsbereit zu machen, hieß es weiter.

Das russische Verteidigungsministerium gab an, in der vergangenen Nacht 151 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Durch fallende Drohnentrümmer und Granatsplitter wurden demnach mindestens drei Menschen verletzt, darunter ein Kind.

Offenbar Drohnenangriff auf Russische Ölraffinerie

Ukrainischen Medienberichten zufolge kam es nach Drohnenangriffen zudem zu einem Großbrand in der Ilsky-Ölraffinerie in der russischen Region Krasnodar nahe dem Schwarzen Meer. Der Operativstab der Region bestätigte später auf Telegram, dass es ein Feuer gegeben habe. Dabei sei ein Tank mit Erdölprodukten beschädigt worden, Verletzte habe es nicht gegeben.

In Polen wurden laut Reuters als Reaktion auf russische Angriffe auf die Ukraine die Flughäfen Rzeszów und Lublin vorübergehend geschlossen. Das operative Kommando der polnischen Luftstreitkräfte teilte auf X mit, es habe als präventative Maßnahme Militärflugzeuge aufsteigen lassen.

Vor der neuen Runde der Ukraine-Verhandlungen in Genf hat der Kreml angekündigt, dass diesmal auch zentrale Territorialfragen auf der Tagesordnung stehen werden. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte in Moskau, man wolle einen „breiteren Fragenkomplex“ erörtern als bei den vorangegangenen Treffen in Abu Dhabi. Dazu gehörten „die Hauptfragen, die Territorien betreffen, und alles Weitere“, das mit den Forderungen Moskaus zusammenhänge.

Die Gespräche in der Schweiz sind für Dienstag und Mittwoch in einem trilateralen Format zwischen Russland, Ukraine und USA angesetzt.