USA

„Kriegsbereitschaft“: Pentagon schließt neue Millionen-Deals mit Rüstungsunternehmen

Das Pentagon hat Rahmenverträge mit drei Rüstungsriesen geschlossen, um die US-Waffenproduktion drastisch zu steigern. Hintergrund sind der Iran-Konflikt und schrumpfende Bestände.

Das US-Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth will die Waffenproduktion ausweiten.
Das US-Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth will die Waffenproduktion ausweiten.Win Mcnamee/AFP

Das US-Verteidigungsministerium hat Rahmenvereinbarungen mit den Rüstungsunternehmen BAE Systems, Lockheed Martin und Honeywell geschlossen, um die Produktion von Waffensystemen und Munition massiv auszuweiten. Ziel sei es, das US-Militär auf „Kriegsbereitschaft“ zu bringen, teilte das Pentagon laut Reuters am Mittwoch mit.

Im Rahmen der Vereinbarungen wird Honeywell Aerospace die Produktion kritischer Komponenten für die US-Munitionsbestände hochfahren – als Teil einer auf mehrere Jahre angelegten Investition von 500 Millionen US-Dollar, so das Pentagon laut Reuters. Die Lieferungen umfassen laut Honeywell Navigationssysteme, Lenkaktuatoren für Raketen und Produkte für die elektronische Kriegsführung.

BAE Systems und Lockheed Martin werden zudem die Produktion von Suchköpfen für das Raketenabwehrsystem THAAD vervierfachen, wie die Times of Israel unter Berufung auf das Pentagon berichtet. THAAD dient der Abwehr ballistischer Raketen und wurde unter anderem zum Abfangen iranischer Raketen über Israel eingesetzt. Lockheed Martin wird darüber hinaus die Fertigung seiner Precision Strike Missile beschleunigen.

Die Ankündigungen erfolgen mehr als drei Wochen nach dem Beginn militärischer Operationen der USA und Israels gegen den Iran. Zudem plant das Pentagon laut Reuters, Tausende Luftlandetruppen in die Golfregion zu entsenden, um Präsident Trump weitere Optionen für einen möglichen Bodeneinsatz zu geben.

Trump hatte im Januar per Dekret angeordnet, leistungsschwache Rüstungsauftragnehmer zu identifizieren, und die Unternehmen aufgefordert, Produktion gegenüber Aktionärsausschüttungen zu priorisieren. Die US-Waffenbestände sind laut Reuters seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 und durch Lieferungen an Israel um Milliarden Dollar geschrumpft.