Die Bundestgspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat mehrere Forderungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestellt. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte Klöckner: „Ich verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit“. Sie forderte zudem mehr politische Live-Berichterstattung und Selbstreflexion.
Schwierig werde es, „wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet“. Klöckner forderte, dass sich ARD und ZDF regelmäßig selbst hinterfragen müssten.
Klöckner fordert „selbstreflektierende Korrektur“ von ARD und ZDF
„Da muss es dann auch eine selbstreflektierende Korrektur geben“, sagte die 53-Jährige. „Es gibt keine Institution in einer Demokratie, die frei sein kann von Kritik und von Reformbemühungen,“ so Klöckner weiter.
Die CDU-Politikerin sprach sich für mehr politische Live-Berichterstattung aus. „Ich freue mich, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk es sehr ernst nimmt, auch Bundestagsdebatten zu übertragen“, sagte sie. „Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her für die Bevölkerung wichtiger als manche Sendung aus der Konserve.“


