Isfahan

Iranischer Militär-Hubschrauber stürzt ab: Mehrere Tote

In der iranischen Provinz Isfahan ist ein Militär-Hubschrauber abgestürzt. Es ist der zweite derartige Vorfall innerhalb kurzer Zeit.

Das iranische Staatsfernsehen zeigte einen Einsatz der Feuerwehr nach einem Abstürz eines Militärhubschraubers
Das iranische Staatsfernsehen zeigte einen Einsatz der Feuerwehr nach einem Abstürz eines MilitärhubschraubersAFP Photo/IRINN

Im Iran ist am Dienstag ein Militärhubschrauber abgestürzt. Er stürzte auf einen Obst- und Gemüsemarkt in der zentraliranischen Provinz Isfahan, wie die Nachrichtenagenturen Reuters und AP unter Berufung auf das iranische Staatsfernsehen übereinstimmend berichteten.

Die Region Isfahan ist für den Iran von zentraler militärischer Bedeutung. Dort befindet sich laut AP ein großer iranischer Luftwaffenstützpunkt sowie eine Nuklearanlage, die im vergangenen Juni während des iranisch-israelischen Konflikts von den USA angegriffen wurde.

Iran: Zweiter Absturz innerhalb weniger Tage

Der Pilot und der Co-Pilot starben bei dem Absturz, iranischen Medienberichten zufolge kamen zudem zwei Händler auf dem Markt ums Leben. Der Hubschrauber befand sich laut Staatsmedien auf einem Trainingsflug über der Stadt Dorcheh, die rund 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran liegt. Aufnahmen zeigten Trümmerteile und aufsteigenden Rauch über dem Marktgelände.

Es ist bereits der zweite Absturz eines iranischen Militärfluggeräts innerhalb weniger Tage. Erst vergangene Woche stürzte ein F-4-Kampfjet amerikanischer Bauart der regulären iranischen Luftwaffe in der westlichen Provinz Hamadan bei einem Trainingsflug ab. Dabei kam einer der Piloten ums Leben.

Experten weisen laut AP und Reuters darauf hin, dass der Iran eine schlechte Flugsicherheitsbilanz mit wiederholten Abstürzen hat. Diese betreffen häufig Flugmaschinen, die noch vor der Islamischen Revolution im Jahr 1979 angeschafft wurden und für die es keine Original-Ersatzteile für die Wartung gibt. Zudem haben westliche Sanktionen die Versorgung mit Ersatzteilen für Flugzeuge im Iran zusätzlich eingeschränkt.