Nahost

Iran-Newsblog: Trump erklärt Krieg für „so gut wie beendet“ ++ USA fangen offenbar Nachricht an iranische Schläferzellen ab

Chameneis Sohn wird Oberster Führer des Iran. Die Unterstützung des Kremls ist ihm sicher, so Putin. Teheran droht derweil im Ausland lebenden Iranern. Alle Entwicklungen im Blog.

Demonstranten schwenken iranische Nationalflaggen und halten Bilder von Modschtaba Chamenei, dem neuen Obersten Führer des Iran
Demonstranten schwenken iranische Nationalflaggen und halten Bilder von Modschtaba Chamenei, dem neuen Obersten Führer des IranSTR/AFP
ESKALATION IN NAHOST - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
  • Der Iran beruft Modschtaba Chamenei, den Sohn des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei, zu dessen Nachfolger.
  • Der russische Präsident Wladimir Putin telefonierte am Montag nach Kreml-Angaben mit US-Präsident Donald Trump zum Iran-Konflikt.
  • Ölpreis steigt stark. Rohöl der Sorte Brent überschritt erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel.
  • Teheran droht Iranern, die im Ausland leben und ihre Unterstützung für die USA oder Israel zeigen, mit der Beschlagnahmung ihres Eigentums.
  • Die Nato zerstört am Montag eine weitere Rakete aus dem Iran, die auf die Türkei gerichtet war.

Hier die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Tage



Montag, 9. März 2026

21.33 Uhr: Straße von Hormus: Trump erwägt Übernahme

Im Telefonat mit CBS-News sprach der US-Präsiden auch über seine Überlegungen zur Straße von Hormus. Dem Bericht zufolge werden normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots durch die Meerenge transportiert, doch die kommerzielle Schifffahrt ist laut CBS News faktisch zum Erliegen gekommen. Trump behauptete nun, die Wasserstraße sei derzeit offen und Schiffe würden bereits wieder passieren, erklärte aber zugleich, er erwäge eine Übernahme der Meerenge durch die USA.

An die Adresse Irans richtete er eine unmissverständliche Drohung: „Sie haben alles verschossen, was sie hatten, und sie sollten besser nichts Dummes versuchen, sonst wäre das das Ende dieses Landes.“ Sollte Iran irgendetwas gegen die Schifffahrt unternehmen, „wäre das das Ende Irans, und man würde den Namen nie wieder hören.“

21.30 Uhr: Trump erklärt Krieg gegen Iran für „so gut wie beendet“

In einem Telefoninterview mit CBS News hat US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen den Iran für nahezu abgeschlossen („complete“) erklärt.  „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet“, sagte Trump demnach am Montagnachmittag aus seinem Golfclub. Iran habe „keine Marine, keine Kommunikation, keine Luftwaffe" mehr. Die Raketen seien auf ein Minimum reduziert, die Drohnen würden überall zerstört – einschließlich ihrer Produktionsstätten. „Militärisch ist nichts mehr übrig“, so der Präsident.

Nur wenige Stunden nach Trumps Erklärung veröffentlichte das Verteidigungsministerium jedoch auf der Plattform X die Worte: „Wir haben gerade erst begonnen zu kämpfen“ und „keine Gnade“ – eine Formulierung, die in deutlichem Widerspruch zu Trumps Darstellung steht.

21.25 Uhr: Trump und Putin telefonierten laut Kreml zum Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend offenbar den russischen Präsidenten Wladimir Putin angerufen, um über die internationalen Krisenherde zu sprechen. Nach Angaben des Kremls sei es dabei auch um den Konflikt mit dem Iran gegangen. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete, habe Putin dabei „eine Reihe von Überlegungen“ vorgebracht, „die auf eine rasche politische und diplomatische Lösung“ abzielten. Dabei habe der Kremlchef auf seine Kontakte zu den Führern der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten sowie Vertretern weiterer Länder verwiesen.

19.27 Uhr: Hisbollah greift israelische Militärbasis bei Tel Aviv mit Raketen an

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Montag erklärt, einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv mit Raketen beschossen zu haben. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Beirut berichtet, gab die proiranische Miliz an, die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee im Ort Ramla mit einer „Salve hoch entwickelter Raketen“ attackiert zu haben.

Die Hisbollah bezeichnete den Angriff laut AFP als Vergeltung für „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat“.

18.51 Uhr: Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, hieß es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.

18.30 Uhr: Israelisches Außenministerium reagiert auf neue Spitze des Iran

In einer ersten Reaktion auf die Ernennung des neuen obersten Anführers im Iran hat Israel den Nachfolger des vor gut einer Woche bei US-israelischen Luftangriffen getöteten Ayatollah Ali Chamenei als „Tyrann“ bezeichnet. Modschtaba Chamenei sei „ein weiterer Tyrann, der die Brutalität des iranischen Regimes fortsetzt“, kommentierte das israelische Außenministerium am Montag im Onlinedienst X die Wahl des 56-jährigen Chamenei-Sohnes als neuer mächtigster Mann im Iran.

„Modschtaba Chameneis Hände sind bereits mit dem Blutvergießen befleckt, das die Herrschaft seines Vaters prägte“, hieß es in der Ministeriumserklärung weiter. Dazu veröffentlichte das Ministerium ein Bild, das Modschtaba und Ali Chamenei mit Gewehren zeigt. Daneben steht die Beschreibung: „Wie der Vater so der Sohn.“

17.29 Uhr: USA fangen verschlüsselte iranische Kommunikation ab: Aktivierung von Schläferzellen befürchtet

Die USA haben offenbar Kommunikation abgefangen, die mutmaßlich aus dem Iran stammt und als „operativer Auslöser“ für Schläferzellen außerhalb des Landes dienen könnte. Schläferzellen sind verdeckte Agenten oder kleine Gruppen, die in einem fremden Land unauffällig leben und erst bei Bedarf durch ein Signal aktiviert werden, um Aufträge wie Spionage, Sabotage oder Anschläge auszuführen.

Wie ABC News unter Berufung auf eine an Strafverfolgungsbehörden versandte Regierungswarnung berichtete, war die Nachricht offenbar für „verdeckte Empfänger“ bestimmt, die über den entsprechenden Entschlüsselungscode verfügen – ein Verfahren, das zur Übermittlung von Anweisungen an „verdeckte Agenten oder Schläferzellen“ ohne Nutzung von Internet oder Mobilfunknetzen dient. Zwar gebe es laut dem Dokument „keine operative Bedrohung für einen bestimmten Ort“, die Behörden seien jedoch angewiesen worden, verdächtige Funkaktivitäten verstärkt zu überwachen.

16.16 Uhr: Vorläufige Einschätzung: USA „wahrscheinlich“ für Angriff auf Mädchenschule verantwortlich

Die USA sind nach einer vorläufigen internen Einschätzung „wahrscheinlich“ für den Bombenangriff auf eine Mädchenschule im iranischen Minab am 28. Februar verantwortlich, bei dem 168 Menschen getötet wurden. Das berichtet CBS News unter Berufung auf mehrere Quellen.

Demnach sei die Schule nicht absichtlich angegriffen worden; möglicherweise habe veraltetes Geheimdienstmaterial das Gebiet fälschlich noch als Teil einer iranischen Militäranlage ausgewiesen. Israels Militär sei laut mehreren Quellen nicht in dem Gebiet aktiv gewesen; auch die israelische Regierung bestritt eine Beteiligung. Das Weiße Haus erklärte, die Untersuchung dauere an und es gebe bislang keine abschließenden Erkenntnisse.

Minab, Iran: Rettungskräfte und Anwohner durchsuchen am 28. Februar die Trümmer nach einem Angriff auf eine Grundschule für Mädchen.
Minab, Iran: Rettungskräfte und Anwohner durchsuchen am 28. Februar die Trümmer nach einem Angriff auf eine Grundschule für Mädchen.Mehr News Agency/AP

16 Uhr: Trump bietet iranischen Fußballerinnen Asyl an

US-Präsident Donald Trump hat Australien vorgeworfen, einen „schrecklichen humanitären Fehler“ zu begehen, indem es zulasse, dass die iranische Frauen-Fußballnationalmannschaft in ihre Heimat zurückgeschickt werde. Er rief den australischen Premierminister dazu auf, den Spielerinnen Asyl zu gewähren. „Wenn ihr sie nicht aufnehmt, werden die USA es tun“, so Trump in einem Post auf Truth Social.

Die Iranerinnen nahmen am in Australien ausgetragenen AFC Women's Asian Cup teil. Ihr Turnier begann genau zu dem Zeitpunkt, als die USA und Israel Luftangriffe auf Iran starteten.

15.50 Uhr: Nato bestätigt Abschuss von Rakete über der Türkei

Die Nato hat bestätigt, dass sie am Montag eine Rakete abgefangen hat, die auf die Türkei gerichtet war. Nach Angaben der türkischen Behörden wurde die Rakete aus dem Iran abgefeuert. „Die Nato steht fest zu ihrer Bereitschaft, alle Verbündeten gegen jede Bedrohung zu verteidigen“, erklärte Allianz-Sprecherin Allison Hart in einer Stellungnahme.

14.37 Uhr: Lufthansa verlängert Flugstopp zum Ben Gurion Airport

Die Lufthansa verlängert die Aussetzung ihrer Flüge von und nach Tel Aviv bis zum 2. April. Als Grund nennt das Unternehmen die „aktuelle Situation im Nahen Osten“. Zudem streicht die Gruppe auch die ihre Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate bis zum 15. März.

Zur Lufthansa-Gruppe gehören neben Lufthansa auch SWISS International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings. Die Fluggesellschaften hatten ihre Flüge von und nach Tel Aviv gestrichen, nachdem Israel seinen Luftraum infolge des gemeinsamen Angriffs von USA und Israel auf Iran am 28. Februar geschlossen hatte.

14 Uhr: Washington: US-Staatsbürger sollen Südosten der Türkei „jetzt“ verlassen

Die USA haben Staatsbürger im Südosten der Türkei am Montag aufgefordert, die Region umgehend zu verlassen. Die Menschen würden „dringend“ aufgefordert, die Gegend „jetzt“ zu verlassen, teilte die US-Botschaft in Ankara im Onlinedienst X unter Berufung auf das Außenministerium in Washington mit. Zuvor hatte das Ministerium einen Teil seiner Mitarbeiter im Konsulat im südtürkischen Adana wegen „Sicherheitsrisiken“ angewiesen, die Region zu verlassen. Die „nicht für Notfälle zuständigen“ Beschäftigten und deren Angehörige sollten die Gegend sofort verlassen. Das Konsulat habe seine Dienstleistungen eingestellt.

13.07 Uhr: Nato schießt weitere Rakete über Türkei ab

Die Nato hat erneut eine Rakete zerstört, die vom Iran aus auf den türkischen Luftraum abgefeuert wurde, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtet.

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete sei in den türkischen Luftraum eingedrungen und von Nato-Luftabwehreinheiten neutralisiert worden, hieß es. „Einige Munitionsteile landeten auf leeren Feldern in Gaziantep. Bei dem Vorfall gab es keine Opfer oder Verletzten“, so das Ministerium.

Die Türkei hatte bereits vor einigen Tagen gemeldet, dass eine iranische Rakete, die auf ihren Luftraum zusteuerte, von Nato-Systemen zerstört worden sei.

12.11 Uhr: Libanon verschiebt Wahlen

Das libanesische Parlament hat sein Mandat für zwei Jahre verlängert und damit die ursprünglich für Mai geplanten Wahlen verschoben. 76 der 128 Abgeordneten stimmten einem Reuters-Bericht zufolge für die Verlängerung. Die Abstimmung erfolgte eine Woche nach Eintritt des Libanon in den Krieg.

Die Hisbollah hatte Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Israel reagierte mit schweren Bombardierungen im ganzen Land. Die Organisation von Wahlen wird laut AP dadurch in weiten Teilen des Landes erschwert.

11.57 Uhr: Putin gratuliert Chamenei-Nachfolger

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Modschtaba Chamenei zu seiner Ernennung zum obersten Führer des Iran gratuliert. Russland bekräftige „seine unerschütterliche Unterstützung für Teheran und unsere Solidarität mit unseren iranischen Freunden“, erklärte Putin laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, dass Russland Informationen über Standorte von US-Streitkräften mit dem Iran teilt. US-Präsident Donald Trump spielte die Bedeutung der Berichte herunter. „Wenn man sich anschaut, was in der letzten Woche mit dem Iran passiert ist, und wenn sie Informationen erhalten, hilft ihnen das nicht viel“, sagte er laut AP am Samstag.

Modschtaba Chamenei folgt auf seinen Vater.
Modschtaba Chamenei folgt auf seinen Vater.STR/AFP

11.21 Uhr: Sorge in Australien um iranische Frauen-Fußballmannschaft

In Australien wächst die Sorge um die iranische Frauen-Fußballmannschaft, wie der Sender ABC berichtet. Das Team war für die Fußball-Asienmeisterschaft der Frauen nach Australien gereist und verlor am Sonntag ihr letztes Spiel. Die Spielerinnen wurden laut ABC im iranischen Staatsfernsehen als „Verräter“ bezeichnet, weil sie vor ihrem ersten Spiel die Nationalhymne nicht gesungen hatten. Bei ihren nächsten beiden Spielen sangen und salutierten sie.

Demonstranten umringten laut ABC den Bus des Teams und riefen „Wir unterstützen euch“ und „Lasst sie gehen“. Reza Pahlavi, der älteste Sohn des ehemaligen Schahs, der sich seit Jahren aus dem Exil heraus als möglicher Anführer eines demokratischen Übergangs im Iran positioniert, rief die australische Regierung zum Schutz der Frauen auf. Er erklärte auf X, die Frauen müssten „bei einer Rückkehr in den Iran mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen“.

11.16 Uhr: Macron: G7-Staaten könnten auf Ölreserven zurückgreifen

Macron erklärte AP zufolge gegenüber Reportern auf seinem Weg nach Zypern, die G7-Staats- und Regierungschefs könnten sich noch diese Woche treffen, um eine Reaktion auf die steigenden Energiepreise abzustimmen. Angesichts der rasant steigenden Energiepreise könnten die G7 auf ihre Notfallölreserven zurückgreifen, hieß es. Das Treffen werde voraussichtlich per Telefon- oder Videokonferenz stattfinden.

Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die Finanzminister der G7-Staaten am Montag per Videokonferenz über eine mögliche gemeinsame Freigabe von Ölreserven beraten werden.

10.24 Uhr: China weist Druck auf Chamenei-Nachfolger zurück

China hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Anführer des Iran als innere Angelegenheit der islamischen Republik bezeichnet und sich gegen eine mögliche Tötung des Nachfolgers von Ayatollah Ali Chamenei gestellt. China wende sich gegen die „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ anderer Länder, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

„Die Souveränität, die Sicherheit und die territoriale Integrität des Iran sollten respektiert werden“, fügte er hinzu. Damit reagierte er auf eine Frage in Bezug auf Drohungen gegen den Nachfolger von Ali Chamenei, die Israel und die USA geäußert hatten. Israel hatte angekündigt, jeden möglichen Nachfolger Ali Chameneis ebenfalls zu töten.

10.16 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate melden weiteren Angriff

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben einen weiteren Raketenangriff in der Hauptstadt Abu Dhabi gemeldet. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, sich an sicheren Orten aufzuhalten.

10.12 Uhr: Teheran droht Iranern im Ausland

Iraner, die im Ausland leben und ihre Unterstützung für die USA und Israel zum Ausdrück bringen, müssen mit der Beschlagnahmung ihres Eigentums rechnen, wie die iranische Generalstaatsanwaltschaft laut Reuters am Montag mitteilte.

„Es wurde eine Warnung an jene Iraner ausgesprochen, die im Ausland leben und in irgendeiner Weise mit dem amerikanisch-zionistischen (israelischen) Feind sympathisieren, ihn unterstützen oder mit ihm zusammenarbeiten“, zitierten demnach staatliche Medien die Generalstaatsanwaltschaft. „Ihnen werden all ihre Besitztümer entzogen und sie werden gemäß dem Gesetz mit weiteren rechtlichen Strafen belegt.“

8.02 Uhr: Türkei verlegt F‑16‑Kampfflugzeuge

Angesichts der sich ausweitenden Angriffe im Rahmen des Iran‑Kriegs und der daraus resultierenden regionalen Spannungen plant die Türkei, sechs F‑16‑Kampfflugzeuge in Nordzypern zu stationieren – einem de facto von der Türkei kontrollierten Gebiet, das völkerrechtlich zu Zypern gehört. Mit diesem Schritt soll die Verteidigung der dortigen türkischen Gemeinde gestärkt werden, berichtete der türkische Sender NTV laut Reuters.

6.05 Uhr: Ölpreise steigen weiter

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten sorgt weiter für Turbulenzen an den globalen Märkten. Die Sorge vor Störungen der Öllieferungen durch die Straße von Hormus ließ die Ölpreise am Montag stark steigen. Die Referenzsorte Brent Crude Oil stieg laut Reuters am Montag auf bis zu 119,50 US-Dollar pro Barrel, US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) erreichte zeitweise 119,48 Dollar pro Barrel.

US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, ein kurzfristiger Anstieg der Ölpreise sei „ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“. Die Preise würden „nach der Beseitigung der iranischen Atomgefahr“ rasch wieder sinken, so Trump.

5.47 Uhr: Iran ernennt neuen obersten Führer

Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei, ist zu dessen Nachfolger ernannt worden. Diese Position verleiht ihm das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten. Modschtaba Chamenei galt bereits im Vorfeld der Abstimmung durch die Expertenversammlung, ein Gremium, das mit der Wahl des Nachfolgers von Ali Chamenei beauftragt war, als aussichtsreichster Kandidat.

Die Entscheidung könnte bei US-Präsident Donald Trump für Unmut sorgen, der zuvor ein Mitspracherecht bei der Auswahl eines Chamenei-Nachfolgers gefordert hatte. Israel hatte im Vorfeld der Bekanntgabe zudem erklärt, jeden Nachfolger von Chamenei ebenfalls ins Visier zu nehmen. (mit AFP)

Iran, Teheran: Menschen versammeln sich bei einer Kundgebung zur Unterstützung von Ayatollah Modschtaba Chamenei, dem Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei, als Oberster Führerauf dem Revolutionsplatz.
Iran, Teheran: Menschen versammeln sich bei einer Kundgebung zur Unterstützung von Ayatollah Modschtaba Chamenei, dem Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei, als Oberster Führerauf dem Revolutionsplatz.Vahid Salemi/AP