Nahost

Iran-Liveblog: Iran sieht keine Chancen zur Deeskalation ++ Drohung: „Trump muss bezahlen“

Irans Präsident entschuldigt sich bei Nachbarstaaten ++ Trump droht mit Ausweitung der Angriffe ++ Drohne trifft Flughafen in Dubai ++ Aserbaidschan vereitelt Anschläge ++ Alle Infos im Liveblog

Teheran: Flammen steigen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt auf
Teheran: Flammen steigen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt aufVahid Salemi
ESKALATION IN NAHOST - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
  • USA und Israel intensivieren ihre Angriffe auf den Iran. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte am Freitagabend das „schwerste Bombardement“ der Nacht an.
  • Berichte über russische Unterstützung für den Iran.
  • Große Brände nach Angriffen in Teheran. Iranische Staatsmedien zeigen Feuer am Flughafen Mehrabad.
  • USA haben laut EU zu wenige Raketen für Ukraine und Iran-Krieg.
  • Öllager im Persischen Golf füllen sich rasch.
  • Ölpreis steigt stark. Rohöl der Sorte Brent überschritt erstmals seit April 2024 die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel.
  • USA erwägen Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl.
  • USA rechnen mit vier bis sechs Wochen Krieg.
  • Trump kündigt stärkere Waffenproduktion an.
  • Frankreich verstärkt Militärpräsenz im Mittelmeer.
  • Trump fordert Einfluss auf Auswahl der künftigen iranischen Führung.
  • Nato erhöht Alarm- und Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr.

Hier die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Tage

Samstag, 7. März 2026

05:11: Drohnenangriff auf Flughafen Irbil in Kurdenregion

Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak ist nach Angaben des Gouverneurs ein Sicherheitsmitarbeiter getötet und eine weitere Person verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich am späten Abend des 7. März (22.30 Uhr EST / Nacht zum 8. März Ortszeit). Augenzeugen berichteten von mehreren Detonationen, Rauch über dem Flughafengelände und überfliegenden Kampfjets.

Der Vorfall steht im Zusammenhang mit einer Serie koordinierter Drohnen- und Raketenangriffe in Irak und der Golfregion. In den vergangenen Tagen wurden unter anderem Energieanlagen bei Basra, das Sarsang-Ölfeld sowie der Frachtbereich des Flughafens von Basra attackiert. Sicherheitsanalysten machen iranisch unterstützte Milizen verantwortlich. Parallel dazu führten die USA und Israel Luftschläge gegen Milizenstellungen im Irak durch.

Auch Kuwait meldete zuletzt eine Welle abgefangener Drohnen und Raketen; herabfallende Trümmer beschädigten zivile Einrichtungen. Beobachter werten die Angriffe als Teil einer zunehmenden regionalen Eskalation zwischen Iran und seinen Verbündeten auf der einen sowie den USA und Israel auf der anderen Seite.

03:30: Irans Sicherheitschef Larijani: „Trump muss bezahlen“

Irans oberster Sicherheitsbeamter Ali Larijani hat Vergeltung für den Tod von Ayatollah Ali Chamenei angekündigt und den USA mit weiteren Angriffen gedroht. Chamenei war am vergangenen Samstag, dem ersten Tag der amerikanisch-israelischen Luftangriffskampagne gegen den Iran, getötet worden.

Larijani, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und enger Vertrauter des getöteten Revolutionsführers, erklärte im iranischen Staatsfernsehen sowie in mehreren Beiträgen auf der Plattform X, der Iran werde weder kapitulieren noch seine Vergeltungsschläge einstellen. „Wir werden das Blut unseres Führers und unseres Volkes unerbittlich rächen. Trump muss bezahlen und wird bezahlen“, schrieb Larijani.

Er richtete zudem eine Warnung an die Nachbarstaaten des Iran: Länder in der Region müssten entweder verhindern, dass die USA ihr Territorium für Angriffe auf den Iran nutzten – oder der Iran werde dies selbst tun.

22:34: Trump attackiert London – Großbritannien betont rein defensive Rolle

US-Präsident Donald Trump hat den britischen Premierminister Keir Starmer auf seiner Plattform Truth Social öffentlich brüskiert. „Wir brauchen keine Leute, die sich Kriegen anschließen, nachdem wir bereits gewonnen haben“, schrieb Trump. Das Vereinigte Königreich, „einst unser größter Verbündeter", erwäge nun den Einsatz zweier Flugzeugträger im Nahen Osten. „Das ist in Ordnung, Premierminister Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns erinnern.“

Die britische Regierung weist die Darstellung zurück: London hat sich weder an offensiven Operationen beteiligt noch eine entsprechende Zusage gemacht. Das Verteidigungsministerium in London stellte klar, dass die USA britische Stützpunkte ausschließlich für „spezifische defensive Operationen“ nutzen dürfen, um den Iran daran zu hindern, Raketen in die Region abzufeuern – was nach britischer Einschätzung auch britische Staatsbürger gefährde.

Premierminister Starmer hat eine Beteiligung an Angriffsoperationen gegen den Iran wiederholt abgelehnt. Gleichwohl fliegen britische Kampfjets vom Typ Typhoon und F-35 weiterhin Einsätze über Jordanien, Katar, Zypern und der weiteren Region – nach Angaben des Verteidigungsministeriums „zum Schutz britischer Interessen und Verbündeter". Zusätzlich wird ein Merlin-Hubschrauber in die Region verlegt, um die Luftraumüberwachung zu verstärken.

22:24: Teheran sieht keine Chance auf Deeskalation

Aus iranischen Kreisen heißt es, die „Offenheit zur Deeskalation“ des Landes sei durch jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump „nahezu sofort zunichtegemacht“ worden. Trump hatte erklärt, Iran habe gegenüber seinen Nachbarn „kapituliert“, und zugleich angekündigt, das Land „sehr hart“ zu treffen.

Parallel dazu weiten sich die militärischen Auseinandersetzungen aus. Die israelische Armee kündigte eine „Welle von Angriffen“ auf Ziele in Teheran an. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurde ein Öldepot im Süden der Hauptstadt getroffen. Von der BBC verifizierte Videos zeigen gewaltige Flammen, die nachts über der Skyline auflodern. Unklar ist bislang, ob es Tote oder Verletzte gibt.

Auch im Libanon wächst die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts. Israel warnte Bewohner der südlichen Vororte Beiruts vor Angriffen auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz und forderte sie zur Evakuierung auf. In der Region kommt es seit Tagen zu gegenseitigen Drohungen und militärischen Aktionen.

21:08: Netanjahu kündigt weitere Angriffe auf Iran an

Die israelische Armee wird nach Aussage von Regierungschef Benjamin Netanjahu den Krieg im Iran „mit all unserer Kraft“ fortsetzen. „Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen“, sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache. Man habe „nahezu die vollständige Kontrolle über den Luftraum über Teheran erlangt“, sagte er weiter.

20:05: Berichte von Explosionen und Raketen in Bagdad

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind offenbar mehrere Raketen über der US-Botschaft abgefangen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf Sicherheitskreise. Demnach sprach ein Beamter von drei Raketen, die abgefangen worden waren. Eine weitere sei auf dem Luftwaffenstützpunkt der Botschaft eingeschlagen. Ein weiterer Sicherheitsbeamter gab gegenüber der AFP an, dass alle vier Raketen abgeschossen worden seien.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hatten zuvor von mehreren lauten Explosionen in Bagdad berichtet. Ein Augenzeuge sagte, er habe nahe der Grünen Zone, wo sich die US-Botschaft befindet, Luftabwehraktivität gesehen.

16:35: Großbritannien versetzt Flugzeugträger in erhöhte Einsatzbereitschaft

Großbritannien hat den Flugzeugträger HMS Prince of Wales in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt. Die Besatzung sei angewiesen worden, innerhalb von fünf Tagen auslaufen zu können, berichtete die BBC unter Berufung auf Verteidigungsquellen. Zuvor habe die Bereitschaftszeit 14 Tage betragen. Beobachter halten einen möglichen Einsatz im Mittelmeer für denkbar, um britische Interessen angesichts des Konflikts im Nahen Osten zu schützen.

16:31 Uhr: US-Bomber in Großbritannien stationiert

Mehrere US-Langstreckenbomber sind in Großbritannien eingetroffen. Nach Medienberichten landeten Maschinen vom Typ B-1B Lancer auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford im Westen Englands. Ein erster Bomber traf am Freitag ein, weitere folgten am Samstag. Die Flugzeuge können bis zu 24 Marschflugkörper tragen. Die Stationierung erfolgt vor dem Hintergrund möglicher weiterer US-Angriffe auf iranische Raketenstellungen im Nahostkonflikt.

Ein B-1 Lancer-Bomber der US-Luftwaffe wird am 7. März 2026 kurz nach Sonnenaufgang von Militärangehörigen auf dem RAF-Flugplatz Fairford in Südwestengland gewartet.
Ein B-1 Lancer-Bomber der US-Luftwaffe wird am 7. März 2026 kurz nach Sonnenaufgang von Militärangehörigen auf dem RAF-Flugplatz Fairford in Südwestengland gewartet.JUSTIN TALLIS/AFP

16:15 Uhr: Angriffe auf Flughäfen stören Flugverkehr – Deutsche Touristen stecken fest

Der Flugverkehr in der Golfregion bleibt wegen der Angriffe im Iran-Krieg weiter eingeschränkt. In Dubai wurde der Betrieb am Flughafen zeitweise eingestellt, nachdem eine Drohne in der Nähe eingeschlagen war. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder einer Explosion auf dem Gelände. Kurz darauf nahmen der Flughafen und die Fluggesellschaft Emirates den Betrieb teilweise wieder auf. Dubais Medienbüro sprach von einem „kleinen Vorfall“ durch herabfallende Trümmer.

Die anhaltenden Sicherheitsrisiken erschweren auch die Rückreise deutscher Urlauber aus der Region. Mehrere Rückholflüge und Linienmaschinen mit gestrandeten Reisenden sind inzwischen in Deutschland gelandet, doch viele warten weiterhin auf eine Ausreisemöglichkeit. „Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore“, erklärte Tui-Chef Sebastian Ebel. Nach Angaben von Tui Cruises landeten am Samstag weitere 640 Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 4“ in Frankfurt. Insgesamt seien damit mehr als 2000 Gäste des Schiffs nach Deutschland zurückgekehrt. Das Schiff war wegen der angespannten Sicherheitslage mit rund 2500 Passagieren in der Region festgelegen.

Auch der Luftraum in Teilen der Golfregion bleibt gesperrt. Bahrain meldete weiterhin geschlossenen Flugraum, und auch der Irak verlängerte die Sperrung seines Luftraums. Die Fluggesellschaft Qatar Airways kündigte an, einzelne Flüge nach Doha wieder aufzunehmen, nachdem die Behörden einen „sicheren Korridor“ bestätigt hätten.

Frankfurt/M.: Ein Paar umarmt sich, nachdem sie am Flughafen in Frankfurt gelandet ist.
Frankfurt/M.: Ein Paar umarmt sich, nachdem sie am Flughafen in Frankfurt gelandet ist.Florian Wiegand/dpa

16:12 Uhr: Irans Revolutionsgarden melden Drohnenangriffe auf Tanker im Persischen Golf

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Öltanker im Persischen Golf mit Drohnen angegriffen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, sei ein Schiff mit dem Namen „Prima“ am Morgen in der Straße von Hormus getroffen worden. Später teilten die Revolutionsgarden mit, auch der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker „Louise P“ sei von einer Drohne getroffen worden. Das Schiff stehe „mit dem terroristischen Amerika in Verbindung“, erklärten die Revolutionsgarden im Internet. Unabhängige Bestätigungen für die Angaben gab es zunächst nicht.

15:52 Uhr: Iran wirft USA Angriff auf Entsalzungsanlage vor

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der Insel Keschm im Persischen Golf angegriffen zu haben. Die USA hätten ein „unverfrorenes und verzweifeltes Verbrechen“ begangen, schrieb Araghtschi im Onlinedienst X. Die Wasserversorgung von rund 30 Ortschaften sei betroffen. Die Vereinigten Staaten äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorwurf.

15:35 Uhr: Kurdische Region im Irak meldet Drohnenangriffe

In der kurdischen Autonomieregion im Irak sind erneut Drohnen abgefangen worden. In der Regionalhauptstadt Erbil trafen Trümmerteile eines abgeschossenen Fluggeräts ein Hotel, wie kurdische Vertreter der Deutschen Presse-Agentur sagten. Opfer habe es nach örtlichen Berichten nicht gegeben. Auch in der Provinz Sulaimanija sei eine Drohne abgeschossen worden. Eine Iran-treue Miliz reklamierte den Angriff für sich.

15:17 Uhr: Türkei erwägt Kampfjets für Nordzypern

Nach dem Einschlag einer Drohne iranischer Bauart auf Zypern prüft die Türkei die Entsendung von F-16-Kampfjets in den von Ankara kontrollierten Norden der Insel. Man arbeite an Plänen, um die Sicherheit der Türkischen Republik Nordzypern zu gewährleisten, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. In der Nacht zum Montag war auf dem britischen Militärstützpunkt Akrotiri eine Drohne eingeschlagen. Opfer gab es nach Behördenangaben nicht.

Nach dem Einschlag einer Drohne iranischer Bauart auf Zypern prüft die Türkei die Entsendung von F-16-Kampfjets in den von Ankara kontrollierten Norden der Insel. Man arbeite an Plänen, um die Sicherheit der Türkischen Republik Nordzypern zu gewährleisten, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. In der Nacht zum Montag war auf dem britischen Militärstützpunkt Akrotiri eine Drohne eingeschlagen. Opfer gab es nach Behördenangaben nicht.

14:25 Uhr: Hardliner greifen Irans Präsident nach Entschuldigung an

Irans Präsident Massud Peseschkian steht nach seiner Entschuldigung für Angriffe auf Nachbarstaaten unter scharfer Kritik aus dem Lager der Hardliner. Mehrere konservative Politiker werfen ihm vor, Schwäche zu zeigen und dem Land zu schaden. Der Abgeordnete Dschalah Raschidi-Kutschi schrieb auf der Plattform X: „Mit allem Respekt, Herr Präsident, eine Entschuldigung wird ausgesprochen, wenn ein Fehler gemacht wurde (…) Aber wir haben keinen Fehler gemacht.“ Auch der Hardliner-Parlamentarier Mohammad Manan-Raisi kritisierte die Erklärung und sprach von einer „erniedrigenden Entschuldigung“.

Peseschkian hatte zuvor in einer Videobotschaft Bedauern über Angriffe auf Nachbarländer geäußert. Diese seien in einer chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure erfolgt, als Teile der Streitkräfte ohne klare Führung gehandelt hätten, sagte er. Der israelische Iran-Experte Raz Zimmt sieht in den Angriffen aus dem konservativen Lager mögliche Hinweise auf verschärfte Machtkämpfe in Teheran nach dem Tod des Revolutionsführers Ali Chamenei.

14:22 Uhr: Emirate: 15 Raketen und 119 Drohnen abgefangen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag nach eigenen Angaben 15 Raketen und 119 Drohnen abgefangen. Die Luftabwehrsysteme des Landes hätten 16 ballistische Raketen erkannt, von denen 15 abgefangen und zerstört worden seien, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes im Onlinedienst X. Eine Rakete sei ins Meer gestürzt. Zudem habe die Luftabwehr 121 Drohnen entdeckt, von denen 119 abgefangen worden seien. Zwei Drohnen seien über dem Staatsgebiet niedergegangen.

14:12 Uhr: Saudi-Arabien warnt Iran vor „Fehlkalkulation“

Saudi-Arabien hat den Iran nach Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele im Königreich vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Verteidigungsminister Prinz Chalid bin Salman erklärte auf der Plattform X, solche Angriffe untergrüben die Sicherheit in der Region. Teheran müsse „Weisheit walten lassen und eine Fehlkalkulation vermeiden“. Riad hatte zuvor nach eigenen Angaben Raketenangriffe auf einen von den USA genutzten Militärstützpunkt sowie Drohnenangriffe auf ein großes Ölfeld abgewehrt. Der Iran greift im Zuge des Kriegs mit Israel und den USA auch Ziele in der Golfregion an.

Angesichts der Entwicklung wollen die Außenminister der Arabischen Liga am Sonntag in einer Dringlichkeitssitzung über die Lage beraten.

12:55 Uhr: Aserbaidschan vereitelt Anschlag auf Ölpipeline

Aserbaidschan hat nach eigenen Angaben mehrere Sabotagepläne vereitelt, die von den iranischen Revolutionsgarden ausgegangen sein sollen. Ziel sei unter anderem die wichtige Ölpipeline Baku–Tiflis–Ceyhan (BTC) gewesen, teilte der staatliche Sicherheitsdienst laut der Nachrichtenagentur Azertag mit. Die Pipeline verläuft durch Georgien und die Türkei und transportiert Öl in Richtung Europa. Nach Angaben aus Baku sollten außerdem die israelische Botschaft in Aserbaidschan, eine Synagoge sowie ein führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde der sogenannten Bergjuden angegriffen werden.

Den Behörden zufolge sollen zwei iranische Staatsbürger und ein Aserbaidschaner mehr als sieben Kilogramm Sprengstoff des Typs C-4 ins Land gebracht haben. Gegen vier Verdächtige wurden internationale Haftbefehle erlassen. Der Iran äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die Erklärung aus Baku erfolgte einen Tag nachdem Aserbaidschan dem Iran vorgeworfen hatte, Drohnen in die Exklave Nachitschewan geschickt zu haben. Dabei wurden nach offiziellen Angaben vier Menschen verletzt und Infrastruktur am Flughafen beschädigt. Teheran wies den Vorwurf zurück.

12:40 Uhr: Trump droht Iran mit neuen Angriffen

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran weitere schwere Angriffe angedroht. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, der Iran werde „heute sehr hart getroffen“ und bislang nicht ins Visier genommene Gegenden würden für „komplette Zerstörung und sicheren Tod“ ernsthaft geprüft. Trump erklärte zugleich, der Iran habe sich bei seinen Nachbarstaaten entschuldigt und versprochen, keine Raketen mehr auf sie abzufeuern. Dieses Versprechen sei nur wegen der „unerbittlichen Angriffe“ der USA und Israels zustande gekommen, schrieb der Präsident.

12:31 Uhr: Iran droht USA in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden haben den USA mit Blick auf geplanten Geleitschutz für Handelsschiffe in der Straße von Hormus gedroht. Man „warte“ auf die Präsenz amerikanischer Kriegsschiffe in der strategisch wichtigen Meerenge, sagte ein Sprecher laut der Nachrichtenagentur Fars.

Die US-Regierung hatte zuvor angekündigt, Tanker und Frachter angesichts des Kriegs mit dem Iran künftig verstärkt durch Marineeinheiten begleiten zu wollen. Der Sprecher der Revolutionsgarden erinnerte dabei an frühere Angriffe auf Tanker im Golf und warnte Washington vor einer Eskalation.

12:17 Uhr: Israelisches Kommando landet mit Hubschraubern im Libanon

Israelische Spezialkräfte sind in der Nacht mit Militärhubschraubern im Libanon gelandet. Nach Angaben der Armee suchten sie nach Hinweisen zum Schicksal des israelischen Navigators Ron Arad, der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der Amal-Miliz gefangen genommen worden war.

Libanesische Medien berichteten von schweren Gefechten in der Region Nabi Schit. Demnach wurden mindestens 26 Menschen getötet, darunter drei libanesische Soldaten. Israel soll während des Einsatzes auch Luftangriffe geflogen haben. Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

12:05 Uhr: Luftalarm in Jerusalem – Iran meldet neue Angriffswelle

In Jerusalem hat am Samstag erneut Luftalarm ausgelöst. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen, Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Das iranische Militär erklärte laut der Nachrichtenagentur Irna, man habe eine „massive Welle von Drohnenangriffen“ gegen US-Stützpunkte und gegen Israel gestartet. Als Ziele nannte Teheran unter anderem die Militärbasis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie eine „strategische Einrichtung“ in Israel.

Nach Angaben der israelischen Armee hat der Iran in den vergangenen 24 Stunden insgesamt elf Angriffe auf Israel gestartet. Israel und die USA hätten jedoch mehr als 60 Prozent der iranischen Raketenabschussrampen zerstört.

11:12 Uhr: Flugbetrieb in Dubai nach Explosion ausgesetzt

Nach dem Abfangen eines offenbar iranischen Geschosses ist der Flugbetrieb am Flughafen Dubai am Samstag vorübergehend eingestellt worden. Die Behörden teilten mit, der Betrieb sei aus Sicherheitsgründen zunächst vollständig ausgesetzt worden. Später nahm der Flughafenbetreiber den Betrieb an den Flughäfen DXB und DWC teilweise wieder auf.

11:05 Uhr: Neue Angriffe auf Golfstaaten

Trotz der Ankündigung des Iran, Angriffe auf Nachbarländer einzuschränken, sind mehrere Golfstaaten am Samstag erneut Ziel von Drohnen- und Raketenangriffen geworden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde der Flughafen Dubai mehrfach von Drohnen attackiert, Flüge mussten zeitweise ausgesetzt werden. Katars Verteidigungsministerium meldete zudem die Abwehr eines ballistischen Raketenangriffs.

Auch in Bahrain heulten Sirenen, Einschläge wurden zunächst nicht gemeldet. Saudi-Arabien erklärte, 16 Drohnen auf dem Weg zum großen Ölfeld Schaiba abgefangen zu haben. Irans Militär teilte mit, man habe Raketen und Drohnen gegen US-Militäranlagen in Bahrain und Katar gestartet. Die Angriffe erfolgen nur wenige Stunden nach einer Ankündigung aus Teheran. Präsident Massud Peseschkian hatte erklärt, der Iran werde keine Nachbarländer angreifen, solange von deren Territorium keine Attacken auf den Iran ausgingen. Da sich die jüngsten Angriffe nach iranischer Darstellung gegen US-Stützpunkte in der Region richteten, könnte Teheran dies als Teil dieser Bedingung werten.

Beirut: Rauch steigt auf nach einem israelischen Luftangriff in den als Dahija bekannten Vororten Beiruts.
Beirut: Rauch steigt auf nach einem israelischen Luftangriff in den als Dahija bekannten Vororten Beiruts.Hussein Malla/dpa

9:44 Uhr: Israel meldet neue Angriffswelle

Die israelische Armee hat eine weitere „breite Welle“ von Luftangriffen auf Ziele im Iran begonnen. Nach Angaben der Streitkräfte richtet sich die Operation gegen Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt Teheran sowie in der Stadt Isfahan, wo wichtige Anlagen des iranischen Atomprogramms liegen. Die Ankündigung folgt auf eine Nacht mit schweren Luftangriffen auf Teheran und umliegende Gebiete. In der Provinz Isfahan wurden Behörden zufolge bei den Angriffen rund 80 Wohnhäuser schwer beschädigt.

Die iranischen Staatsmedien berichten nach Luftangriffen von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen seien unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes. Laut Staatsfernsehen wurden das medizinische Zentrum Rasi in der Stadt Ahwaz und das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeschk durch Druckwellen nach Explosionen erheblich beschädigt. Unabhängige Bestätigungen dafür gibt es bislang nicht.

9:08 Uhr: Iran kündigt Einschränkung von Angriffen auf Nachbarstaaten an

Eine Woche nach Beginn des Kriegs mit Israel und den USA hat der iranische Präsident Massud Peseschkian eine Einschränkung der Angriffe auf Staaten in der Region angekündigt. Die Interimsführung habe beschlossen, vorerst keine weiteren Angriffe auf Nachbarländer auszuführen, es sei denn, von dort gehe ein Angriff auf den Iran aus, sagte Peseschkian im Staatsfernsehen. Zugleich entschuldigte er sich bei Ländern der Region, die bereits von iranischen Angriffen getroffen wurden.

Peseschkian knüpfte ein mögliches Ende iranischer Angriffe auf Staaten der Region an eine Bedingung. Der Iran werde keine Raketen auf Nachbarländer abfeuern, solange von deren Territorium keine Angriffe auf den Iran ausgingen. Peseschkians Aussage zielt auch auf US-Militärstützpunkte in der Region. Da solche Basen in mehreren Nachbarstaaten stationiert sind, würde die Bedingung faktisch auch mögliche Angriffe der USA betreffen.

8:50 Uhr: Großbrand am Flughafen Mehrabad nach Angriff

Nach einer neuen Angriffswelle auf Teheran ist am Flughafen Mehrabad ein Großbrand ausgebrochen. Iranische Staatsmedien zeigten in der Nacht zum Samstag Aufnahmen von mehreren Feuern und dichten Rauchwolken auf dem Gelände des Flughafens im Westen der Hauptstadt. Berichten zufolge kam es zuvor zu Explosionen in der Umgebung. Der Angriff soll Teil einer größeren Serie von Luftschlägen gewesen sein, bei der israelische Streitkräfte zahlreiche Ziele im Iran attackierten.

Der Flughafen Mehrabad wird vor allem für Inlandsflüge genutzt, hat aber auch militärische Bedeutung. Dort sind unter anderem Einrichtungen der iranischen Luftwaffe stationiert.

8:47 Uhr: US-Bomber landet auf britischer Luftwaffenbasis

Ein US-Langstreckenbomber ist auf dem britischen Stützpunkt RAF Fairford gelandet. Das Flugzeug vom Typ B-1 Lancer kann bis zu 24 Marschflugkörper tragen. Die Stationierung erfolgt, nachdem Großbritannien den USA erlaubt hat, von britischen Basen aus „defensive“ Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu unterstützen, berichtet die BBC. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor angekündigt, die Angriffe auf den Iran könnten „dramatisch zunehmen“.

7:55 Uhr: Israel: Mehr als 80 Kampfjets greifen Iran an

Israel hat am Samstag nach Armeeangaben mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf den Iran geflogen. Das Militär erklärte dazu, die Flugzeuge hätten „eine zusätzliche Angriffswelle auf Infrastruktur des iranischen Terror-Regimes“ ausgeführt. Im Visier der Luftangriffe waren demnach unter anderem Abschussrampen für Raketen und weitere Ziele in der Hauptstadt Teheran und im Zentrum des Iran.

7:42 Uhr: Explosionen erschüttern Teheran

Am Samstagmorgen hallten Explosionen durch die iranische Hauptstadt Teheran, als neue Luftangriffe die Stadt trafen. Die Angriffe schienen dem Stadtzentrum Teherans und dortigen Regierungsgebäuden zu gelten.

Teheran: Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag auf.
Teheran: Eine Rauchwolke steigt nach einem amerikanisch-israelischen Militärschlag auf.Vahid Salemi/AP

7:35 Uhr: Iran nimmt US-Basen im Golf mit Drohnen ins Visier

Die Marine des Iran hat nach Armeeangaben am Samstag Israel und US-Militärstützpunkte in zwei Golfstaaten mit massiven Drohnenangriffen ins Visier genommen. Die Armee schrieb in einer Mitteilung von einer „massiven Welle von Drohnenangriffen“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete. Unter den Zielen seien die US-Basis Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein weiterer US-Stützpunkt in Kuwait gewesen. Zudem hätten sich die Drohnenangriffe gegen eine „strategische Einrichtung“ in Israel gerichtet.

6:20 Uhr: Berichte über russische Unterstützung für den Iran

US-Medien berichten unter Berufung auf Geheimdienstquellen, Moskau liefere Teheran Informationen über amerikanische Truppen sowie mögliche Ziele im Nahen Osten, darunter Standort- und Bewegungsdaten von US-Militäreinrichtungen, Schiffen und Flugzeugen. Die US-Regierung dementierte die Berichte bislang nicht.

6:00 Uhr: Große Brände nach Angriffen in Teheran

Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von massiven Feuern am Flughafen Mehrabad nach den jüngsten Luftangriffen auf die Hauptstadt.

5:57 Uhr: Ölpreis steigt stark

Rohöl der Sorte Brent überschritt erstmals seit April 2024 die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel.

5:55 Uhr: Öllager im Persischen Golf füllen sich rasch

Laut Wall Street Journal könnten große Speicher in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten in weniger als drei Wochen voll sein. Kuwait drosselt bereits seine Produktion.

Freitag, 6. März 2026

21:55 Uhr: US-Rüstungsunternehmen wollen laut Trump Produktion erhöhen

US-Rüstungsunternehmen wollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ihre Produktion erhöhen. Die Unternehmen hätten zugestimmt, die Produktion besonders hochwertiger Waffen „zu vervierfachen, da wir so schnell wie möglich die höchsten Stückzahlen erreichen wollen“, erklärte Trump auf Truth Social im Anschluss an ein Treffen mit Vertretern verschiedener Unternehmen, darunter Lockheed Martin und Boeing.

Die Erhöhung der Produktionskapazitäten habe laut Trump bereits vor drei Monaten begonnen, „und die Werke und die Produktion vieler dieser Waffen sind bereits in Betrieb“. Zudem habe die US-Regierung Bestellungen von Munition mittlerer und oberer mittlerer Qualität erhöht, auch wenn die USA laut Trump über einen „praktisch unbegrenzten Vorrat“ dieser Munition verfügen, die auch im Iran und in Venezuela eingesetzt worden sei. In zwei Monaten soll ein erneutes Treffen stattfinden, erklärte der US-Präsident.

21:45 Uhr: Israel soll iranisch-kurdische Milizen unterstützen

Israel bombardiert Teile des westlichen Iran, um iranisch-kurdische Milizen im Irak zu unterstützen, wie Reuters unter Berufung auf Personen berichtet, die mit Gesprächen zwischen Israel und den Gruppen vertraut sind. Diese hoffen demnach, den Krieg auszunutzen, um Städte nahe der Grenze einzunehmen. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass  die USA mit den Milizen darüber verhandeln, ob und wie sie iranische Sicherheitskräfte angreifen sollten.

21:32 Uhr: US-Botschaft im Irak warnt vor Angriffen auf Hotels

Die US-Botschaft in Bagdad hat vor möglichen Angriffen von Iran-nahen Milizen auf Hotels in der Region Kurdistan gewarnt, in denen sich häufig Ausländer aufhalten. „US-Bürgern wird dringend empfohlen, das Land so bald wie möglich sicher zu verlassen und gegebenenfalls ihre Unterkunft zu überdenken“, hieß es in einer Erklärung.

Es gebe derzeit keine kommerziellen Flüge aus dem Irak, aber Landwege nach Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Türkei, hieß es. „US-Bürger sollten dringend eine Ausreise über diese Landwege in Betracht ziehen, sofern sie dies für sicher halten“, so die Botschaft.

20:59 Uhr: Ghanaische Soldaten im Libanon schwer verletzt

Zwei ghanaische Soldaten wurden am Freitag lebensgefährlich verletzt, als das Hauptquartier des ghanaischen UN-Friedensbataillons im Libanon von Raketen getroffen wurde, wie die Streitkräfte laut dem ghanaischen Portal MyJoyOnline mitteilten. Dabei nannten sie nicht, wer die Raketen abgefeuert hatte. Der Libanon wurde am Montag in den Krieg im Nahen Osten hineingezogen, als die Hisbollah Raketen auf Israel abfeuerte. Israel startete daraufhin eigene Angriffe.

19:49 Uhr: Weißes Haus: USA auf dem Weg, iranischen Luftraum zu kontrollieren

Die USA sind nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, auf dem Weg, den iranischen Luftraum zu kontrollieren. Zudem erklärte sie, dass die USA derzeit mögliche Kandidaten für eine künftige iranische Führung prüfen. „Ich weiß, dass unsere Geheimdienste und die Regierung der Vereinigten Staaten eine Reihe von Personen im Visier haben, aber ich werde dazu nichts weiter sagen“, sagte Leavitt laut Reuters.

Zu Äußerungen Trumps, der die „bedingungslose Kapitulation“ des Iran gefordert hatte, sagte sie, dass der Iran sich im Wesentlichen in einer Phase der Kapitulation befinde, wenn Trump als Oberbefehlshaber das Land nicht mehr als Bedrohung wahrnehme. Die USA gehen laut Leavitt davon aus, die gesetzten Militärziele innerhalb von vier bis sechs Wochen zu erreichen.

19:24 Uhr: UN-Generalsekretär: „Die Situation könnte außer Kontrolle geraten“

UN-Generalsekretär António Guterres hat im Iran-Krieg die Aufnahme von Verhandlungen gefordert. „Alle rechtswidrigen Angriffe im Nahen Osten und darüber hinaus“ verursachen Leid für die Zivilbevölkerung in der Region, erklärte er auf X. Zudem stellen sie eine Gefahr für die Weltwirtschaft dar. „Die Situation könnte außer Kontrolle geraten“, warnte er. „Es steht viel auf dem Spiel.“

18:51 Uhr: Weißes Haus: USA haben „mehr als ausreichend Munition“

US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Freitag Vertreter von führenden Pentagon-Auftragnehmern wie Lockheed Martin oder Boeing, wie mehrere Medien berichten. Dabei soll laut Bloomberg eine Erhöhung der Produktion von kritischen Waffensystemen thematisiert werden, die durch den Krieg in der Ukraine und mit dem Iran aufgebraucht werden.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wies Spekulationen, dass Munitionsvorräte der USA zur Neige gehen, jedoch zurück. „Das US-Militär verfügt über mehr als ausreichend Munition und Waffenbestände, um das iranische Regime weiter zu zerschlagen und die Ziele der Operation Epic Fury zu erreichen“, sagte sie. Das Treffen sei schon vor Wochen anberaumt worden.

18:12 Uhr: Bericht: Kuwait drosselt Produktion auf einigen Ölfeldern

Kuwait hat damit begonnen, die Produktion auf einigen Ölfeldern zu drosseln, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider berichtet. Grund sei, dass dass der Platz zur Lagerung des Öls ausgegangen ist. Kuwait erwäge zudem eine Drosselung der Produktionskapazitäten auf ein Maß, das nur zur Deckung des Inlandverbrauchs ausreicht.

Zahlreiche Öltransporte sind durch den Iran-Krieg beeinträchtigt. Laut Wall Street Journal verursacht die Stilllegung einer Ölquelle hohe Kosten für die Wiederinbetriebnahme, weshalb dies nur als letzte Maßnahme in Betracht gezogen werde. Zudem könnte eine Wiederaufnahme der Produktion Tage oder sogar Wochen dauern.

17:26 Uhr: Deutschland zieht weitere Truppen aus dem Nahen Osten ab

Deutschland hat weitere Bundeswehrtruppen aus dem Nahen Osten abgezogen, wie ein Militärsprecher am Freitag gegenüber Reuters bestätigte. Soldaten, die sich aufgrund der UNIFIL-Mission im Libanon befinden, werden aus Sicherheitsgründen abgezogen, hieß es. Zuvor hatte die Bundeswehr dem Bericht zufolge ihre Präsenz im Nordirak bereits deutlich reduziert.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete, Soldaten aus dem Bahrain seien bereits zurückgekehrt, ein Abzug aus Kuwait werde vorbereitet. Der Militärsprecher lehnte laut Reuters eine Stellungnahme dazu ab. Bundeswehr-Soldaten aus Bagdad und Mitarbeiter der dortigen Botschaft sollen laut RND-Bericht ebenfalls abgezogen und nach Jordanien verlegt werden. Etwa 500 deutsche Soldaten sind in der Region stationiert.

16:46 Uhr: Bericht: Golfstaaten unzufrieden mit USA wegen Iran-Angriffen

Einige Golfstaaten sind offenbar unzufrieden, dass ihre Länder nicht im Voraus über den US-israelischen Angriff informiert worden seien, wie AP unter Berufung auf zwei Vertreter aus zwei verschiedenen Staaten berichtet.

Einer von ihnen erklärte demnach, die Golfstaaten seien frustriert und sogar verärgert darüber, dass das US-Militär sie aus ihrer Sicht nicht ausreichend verteidigt habe. Er fügte hinzu, dass der Bestand seines Landes an Abfangraketen abnehme. Der konkrete Staat wurde in dem Bericht nicht genannt.

16:29 Uhr: Tausende werden laut Trump evakuiert

Die USA bringen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump „Tausende von Menschen aus verschiedenen Ländern im Nahen Osten in Sicherheit“. Das geschehe „still, aber reibungslos“, erklärte Trump auf Truth Social, ohne weitere Details zu nennen. Weiterhin lobte er das Außenministerium unter Marco Rubio, das „hervorragende Arbeit“ leiste.

Einige Amerikaner kritisieren jedoch mangelnde Unterstützung der Regierung, wie die Financial Times berichtet. Mehrere Personen, die im Golf gestrandet waren, beschwerten sich demnach gegenüber der Zeitung über eine unzureichende Kommunikation der zuständigen Behörden.

16:15 Uhr: Israelischer Angriff trifft nahe der iranischen Botschaft in Beirut

Ein israelischer Angriff hat offenbar in der Nähe der iranischen Botschaft in Beirut eingeschlagen. Laut AP war zunächst unklar, wie nah er dem Botschaftsgelände kam. Ein iranischer  Militärsprecher hatte dem Bericht zufolge Anfang der Woche gedroht, israelische Botschaften in Nachbarländern als legitime Ziele anzusehen, sollte Israel die Botschaft im Libanon angreifen.

15:00 Uhr: Trump fordert vom Iran „bedingungslose Kapitulation“

„Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer bedingungslosen Kapitulation“, erklärte US-Präsident Donald Trump am Freitag auf Truth Social. Anschließend, und nachdem ein „großartiger und akzeptierbarer Führer“ ausgewählt worden sei, würden die USA den Iran gemeinsam mit Verbündeten „vom Rand der Zerstörung zurückholen“, so Trump.

14:53 Uhr: Merz warnt vor Folgen des Iran-Krieges für Europa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Fall eines Zerfalls des Iran vor drohenden „weitreichenden Folgen“ für Europa gewarnt, „unter anderem auch für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration“. Diese würden sich bei einer längeren Dauer des Iran-Krieges oder einer weiteren Eskalation verstärken.

Bei anhaltenden und sich ausweitenden Kampfhandlungen wachsen auch die Risiken, hieß es. Diese betreffen laut Merz „die Sicherheit Israels und der gesamten Golfregion“, aber auch „die Staatlichkeit und die territoriale Integrität Irans“. Er sagte: „Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse.“

Die Bundesregierung arbeite mit Partnern an einer Perspektive, um die Kampfhandlungen zu beenden, so Merz. Gleichzeitig sehe er eine Bedrohung durch „das iranische Nuklear- und Raketenprogramm, genauso wie Teherans Bedrohung des Landes Israels und seiner Nachbarn, die Unterstützung von Terrorismus und der sogenannten Proxies in der Region“.

14:03 Uhr: Energiekonzerne evakuieren Mitarbeiter von Ölfeld im Irak

Der italienische Ölkonzern Eni hat vor dem Hintergrund iranischer Angriffe in der Region mit der Evakuierung ausländischer Mitarbeiter vom irakischen Ölfeld Zubair in Basra begonnen, wie Reuters unter Berufung auf drei Quellen berichtet. Es werde zunächst keine Einschränkung der Produktion erwartet. Auch der französische Ölkonzern TotalEnergies soll sein Personal schon am Donnerstag von Projekten im irakischen Basra evakuiert haben, hieß es weiter.

13:22 Uhr: Bericht: Russland soll Iran mit Geheimdienstinformationen unterstützen

Russland liefert dem Iran Informationen für Angriffe auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten, wie die Washington Post unter Berufung auf drei Beamte berichtet. Russland habe dem Iran unter anderem die Standorte von Kriegsschiffen und Flugzeugen mitgeteilt, hieß es.

Moskau hatte den Iran-Krieg zuvor als „unprovozierten Akt bewaffneter Aggression“ bezeichnet. Das Ausmaß der russischen Unterstützung Irans bei der Zielerfassung ist dem Bericht zufolge jedoch nicht ganz klar. Die russische Botschaft in Washington antwortete laut Washington Post nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme, die CIA und das US-Verteidigungsministerium lehnten eine Erklärung ab.

13:05 Uhr: Israel meldet Zerstörung von iranischem Kommandobunker

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen Bunker in Teheran zerstört, der als Notfall-Kommandozentrale für den getöteten Ayatollah Ali Chamenei dienen sollte. Etwa 50 Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe griffen demnach die Anlage an, die nach israelischen Angaben nach Chameneis Tod noch von hochrangigen iranischen Beamten genutzt wurde.

13:01 Uhr: Irans Präsident spricht von „Vermittlungsbemühungen“

Nach Angaben des iranischen Präsidenten laufen derzeit „Vermittlungsbemühungen“ im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. „Einige Länder“ hätten mit der Vermittlung begonnen, erklärte Masoud Pezeshkian auf X, ohne sie jedoch namentlich zu nennen.

„Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein, zögern aber nicht, die Würde und Souveränität unserer Nation zu verteidigen“, erklärte er weiter. „Die Vermittlung sollte sich an diejenigen richten, die das iranische Volk unterschätzt und diesen Konflikt angezettelt haben.“

11:36 Uhr: Iran startet neue Raketenangriffe

Das iranische Staatsfernsehen hat eine neue Angriffswelle mit Raketen gemeldet. Demnach sollen auch größere Raketen des Typs Chorramschahr-4 abgefeuert worden sein.

11:28 Uhr: Kreml: Iran-Krieg treibt Nachfrage nach russischer Energie

Der Kreml sieht durch den Krieg mit dem Iran eine steigende Nachfrage nach russischem Öl und Gas. Länder wie China und Indien orientierten sich dabei an ihren eigenen Interessen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

11:22 Uhr: Libanons Premier warnt vor humanitärer Katastrophe

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Wegen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah drohe eine „humanitäre Katastrophe“, sagte er vor Diplomaten in Beirut.

11:05 Uhr: Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran

US-Präsident Donald Trump schließt eine Entsendung von Bodentruppen in den Iran derzeit aus. Eine solche Operation wäre „Zeitverschwendung“, sagte er dem Sender NBC. Zugleich erklärte Trump, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer gegen Teheran unterstützen. Medien hatten zuvor berichtet, Washington erwäge, kurdische Gruppen militärisch zu unterstützen, um Druck auf das iranische Regime auszuüben.

Demonstranten mit Porträts des getöteten iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei rufen am 6. März 2026 Parolen bei einem Protest gegen die USA und Israel.
Demonstranten mit Porträts des getöteten iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei rufen am 6. März 2026 Parolen bei einem Protest gegen die USA und Israel.NOAH SEELAM/AFP

10:52 Uhr: Dubai warnt Einwohner vor möglicher Raketenbedrohung

Einwohner von Dubai haben laut AFP eine Warnung auf ihre Handys erhalten, sich wegen möglicher Raketenangriffe in Sicherheit zu bringen. Das Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate rief dazu auf, sofort Schutz in Gebäuden zu suchen und sich von Fenstern, Türen und offenen Bereichen fernzuhalten. Die Golfstaaten waren in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.

10:35 Uhr: EU-Kommissar: USA haben zu wenige Luftabwehrraketen

Die USA verfügen nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht über genügend Luftabwehrraketen, um gleichzeitig die Golfstaaten und die Ukraine zu unterstützen. „Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“, sagte Kubilius bei einem Besuch in Warschau. Der Krieg gegen den Iran zeige, wie dringend Europa seine eigene Produktion von Luft- und Raketenabwehrsystemen ausbauen müsse.

10:17 Uhr: Festnahmen in England wegen mutmaßlicher Spionage für Iran

In England sind vier Männer festgenommen worden, die im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Ziele der jüdischen Gemeinde in London ausgespäht haben sollen. Laut der Londoner Metropolitan Police handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger sowie drei britisch-iranische Männer. Ermittler nahmen die Verdächtigen an mehreren Adressen in und um London fest, sie bleiben zunächst in Haft.

10:03 Uhr: Ölpreis steigt weiter wegen Iran-Krieg

Die Ölpreise sind am Freitag erneut leicht gestiegen. Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag rund 85,88 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am vergangenen Wochenende hat sich Brent damit um mehr als 18 Prozent verteuert. Hintergrund sind vor allem Sorgen über mögliche Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus.

9:25 Uhr: Iran feuert Raketen auf Tel Aviv – Israel aktiviert Luftabwehr

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Raketenstarts aus dem Iran in Richtung Israel registriert. Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zugleich, mehrere Raketen des Typs „Kheibar“ seien im Rahmen einer neuen Angriffswelle auf Ziele im Zentrum von Tel Aviv abgefeuert worden. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben bislang nicht.

Israelische Sicherheitskräfte und Rettungskräfte untersuchen am 6. März 2026 den Ort eines iranischen Angriffs in Givatayim, im Zentrum Israels.
Israelische Sicherheitskräfte und Rettungskräfte untersuchen am 6. März 2026 den Ort eines iranischen Angriffs in Givatayim, im Zentrum Israels.JACK GUEZ/AFP

8:55 Uhr: Rauch über Teheran nach nächtlichen Angriffen

Nach den nächtlichen Angriffen sind über der iranischen Hauptstadt Teheran mehrere Rauchwolken aufgestiegen. Von CNN verifizierte Fotos und Videos zeigen am frühen Freitagmorgen Rauch über dem Zentrum der Stadt. Die Bilder entstanden nach intensiven Bombardierungen in der Nacht.

8:20 Uhr: Iran berät über neuen Religionsführer – Trump fordert Einfluss

Irans Führung berät über das Verfahren zur Wahl eines neuen obersten Führers. Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und der Kleriker Aliresa Arafi planen laut Regierung die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers. US-Präsident Donald Trump erklärte der Nachrichtenagentur Reuters, die USA müssten bei der Auswahl der neuen iranischen Führung beteiligt sein. „Wir werden diese Person zusammen mit Iran auswählen müssen“, sagte Trump. Zugleich begrüßte er Überlegungen iranisch-kurdischer Milizen im Nordirak, Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte zu beginnen.

Als möglicher Nachfolger gilt Berichten zufolge Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei.

7:55 Uhr: Iran kündigt Ausweitung der Gegenangriffe an

Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde der „Feind intensiver und umfangreicher“ angegriffen, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die Militärführung meldete zudem Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den israelischen Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel sowie auf einen US-Stützpunkt in Kuwait und eine Militäranlage im irakischen Erbil. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben bislang nicht.

7:00 Uhr: Experten: Iran setzt nun auf Ausdauer statt Masse

Militärexperten gehen davon aus, dass der Iran seine Strategie anpasst. Farzan Sabet vom Geneva Graduate Institute sagte dem Wall Street Journal, die Fähigkeit zu massiver Zerstörung nehme zwar ab, dennoch könne der Iran weiterhin Angriffe in der Region durchführen. Der Analyst Hasan Alhasan vom International Institute for Strategic Studies erklärte, Teheran setze inzwischen stärker auf Ausdauer statt auf große Angriffswellen.

6:55 Uhr: Schwere Verluste für Irans Marine

Nach US-Angaben wurde auch die iranische Marine schwer getroffen. Mehr als 30 Schiffe seien zerstört oder versenkt worden, sagte Admiral Brad Cooper. Zuletzt sei ein großer iranischer Drohnenträger angegriffen worden. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, das Schiff stehe nach dem Angriff in Flammen.

US-Präsident Donald Trump erklärte zudem in Washington, Irans militärische Fähigkeiten seien durch die Angriffe der USA und Israels massiv reduziert worden. Nach seiner Darstellung seien Irans Luftwaffe und Luftabwehr weitgehend zerstört worden. Zudem seien rund 60 Prozent der Raketen sowie etwa 64 Prozent der Abschussvorrichtungen ausgeschaltet worden. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.

6:50 Uhr: US-Militär meldet deutlich weniger iranische Raketenangriffe

Nach Angaben des zuständigen US-Kommandeurs Admiral Brad Cooper hat der Iran seit Beginn des Krieges zwar mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Inzwischen seien die Angriffe jedoch stark zurückgegangen. Die Zahl der ballistischen Raketenangriffe sei im Vergleich zum Kriegsbeginn um rund 90 Prozent gesunken. Auch Drohnenangriffe gebe es deutlich weniger.

Ein Mann geht am 6. März durch die Trümmer eines Gebäudes in den südlichen Vororten Beiruts, wo in der Nacht zuvor israelische Luftangriffe stattgefunden hatten.
Ein Mann geht am 6. März durch die Trümmer eines Gebäudes in den südlichen Vororten Beiruts, wo in der Nacht zuvor israelische Luftangriffe stattgefunden hatten.AFP

6:42 Uhr: Heftigste Angriffe auf Beiruts Süden seit Waffenruhe 2024

Die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffe in der Nacht fort und griff erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Die Armee sprach von einer „großangelegten Angriffswelle“ gegen Infrastruktur des iranischen Regimes. Sie griff demnach Kommandozentralen der Hisbollah sowie eine Einrichtung zur Lagerung von Drohnen für Angriffe gegen Israel im Beiruter Vorort Dahieh an, hieß es. Die Angriffe seien laut Berichten die heftigsten seit dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Miliz Ende 2024 gewesen. Mehrere Gebäude stürzten ein, viele Bewohner flohen aus dem Gebiet. Israels Armeechef Ejal Zamir kündigte eine neue Phase der Angriffe an.

Auch im Libanon griff Israel erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in Vororten der Hauptstadt Beirut an. Bewohner berichteten von mehreren Explosionen.

Beirut: Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff in der Dahieh-Gegend auf.
Beirut: Rauch steigt nach einem israelischen Luftangriff in der Dahieh-Gegend auf.Hassan Ammar/AP

6:35 Uhr: Hisbollah ruft Israelis nahe der Grenze zur Flucht auf

Die Hisbollah warnte erstmals seit Beginn der neuen Gewalt Bewohner im Norden Israels. Menschen in israelischen Siedlungen bis fünf Kilometer von der Grenze zum Libanon entfernt sollten die Gebiete verlassen.

6:34 Uhr: Mehr als 1200 Tote im Iran

Iranische Medien berichteten unter Berufung auf eine staatliche Stiftung, seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe am Samstag seien mehr als 1200 Menschen im Iran getötet worden. Unabhängige Bestätigungen dieser Zahlen gibt es nicht. Unter den Toten ist auch Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, der bei den ersten Angriffen getötet wurde.

6:30 Uhr: Trump begrüßt Unterstützung iranischer Milizen

US-Präsident Donald Trump begrüßte die Überlegungen iranisch-kurdischer Milizen im Nordirak, Angriffe auf iranische Sicherheitskräfte zu beginnen. „Wenn sie das tun wollen, ist das gut“, sagte der Präsident laut Reuters. Zuvor gab es Bericht, kurdische Kämpfer hätten bereits eine Offensive im Iran gestartet.

6:22 Uhr: Übergangsführung erhält mehr Macht im Iran

Nach dem Tod Chameneis wurden dem provisorischen Führungsrat laut dem iranischen Portal Didban zusätzliche Befugnisse übertragen. Das Gremium könne nun unter anderem Entscheidungen über Krieg und Frieden treffen.

6:15 Uhr: Evakuierungsflug für Deutsche

Die Bundesregierung plant im Zuge der Evakuierung deutscher Staatsbürger aus der Golfregion einen weiteren Sonderflug. Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte an, dass ein vierter Flug aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad vorbereitet werde. Zugleich werde geprüft, ob zusätzliche Flüge notwendig und möglich sind. Bereits am Donnerstag landete eine erste Maschine aus Maskat im Oman in Frankfurt am Main. Ein weiterer Flug aus Maskat wurde für Freitag erwartet, ein dritter ist geplant. Ausgeflogene müssen laut Konsulargesetz einen Eigenanteil von 500 Euro zahlen.

6:10 Uhr: Etihad nimmt Flüge nach Europa wieder auf

6:10 Uhr: Etihad nimmt Flüge nach Europa wieder auf
Die Fluggesellschaft Etihad Airways will nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs ab heute wieder einige Flüge von Abu Dhabi nach Europa anbieten. Laut Airline sollen unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich angeflogen werden. Zehntausende Reisende sitzen in der Region weiterhin fest, nachdem mehrere Staaten ihren Luftraum zeitweise geschlossen hatten.

6:08 Uhr: Kaum Nahost-Flüge am BER

Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) fallen wegen des Kriegs im Nahen Osten weiterhin die meisten Flüge in die Region aus. Nach Angaben einer Sprecherin wurden am Freitag 15 von 16 geplanten Starts und Landungen gestrichen. Betroffen sind unter anderem Verbindungen nach Dubai, Doha, Beirut, Riad und Tel Aviv. Auch für das Wochenende gibt es keine Entwarnung. Airlines haben bislang etwa die Hälfte der geplanten Flüge in die Region gestrichen und beobachten die Lage weiter. Passagiere sollen ihren Flugstatus regelmäßig prüfen.

6:05 Uhr: Iran berät über Auswahl eines neuen obersten Führers

Nach dem Tod des bisherigen Machthabers berät die iranische Führung über das Verfahren zur Wahl eines neuen obersten Führers. Das berichtete das iranische Staatsfernsehen. Demnach diskutierte ein Führungsgremium über ein mögliches Treffen des sogenannten Expertenrats, der den neuen religiösen und politischen Führer bestimmen soll. Berichten zufolge gilt Modschtaba Chamenei als wahrscheinlicher Nachfolger seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei. Der Expertenrat ist ein Gremium aus 88 Geistlichen. Wann die Versammlung stattfinden könnte, blieb zunächst offen. Unklar ist auch, ob das Treffen wegen der Angriffe im Land persönlich oder per Videokonferenz stattfinden soll.

6:00 Uhr: Saudi-Arabien meldet abgewehrten Raketenangriff

Saudi-Arabien erklärte, seine Luftabwehr habe drei ballistische Raketen abgefangen, die in Richtung der Prince-Sultan-Luftwaffenbasis abgefeuert worden seien. In mehreren Staaten der Golfregion befinden sich US-Militärbasen, die seit Beginn des Krieges ebenfalls Ziel iranischer Angriffe geworden sind. (mit AFP)