Nach einer Explosion in der Valero-Raffinerie in Port Arthur im US-Bundesstaat Texas haben die Behörden in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) für Teile der Stadt angeordnet, in Gebäuden zu bleiben. Auslöser war ein Brand in der Raffinerie, der nach Berichten lokaler Medien am späten Montagabend Ortszeit ausbrach. Die Behörden begründeten die Anordnung mit möglichen Gefahren durch Rauch oder Schadstoffe.
Die Valero-Raffinerie in Port Arthur liegt im Südosten von Texas an der Golfküste nahe der Grenze zu Louisiana. Über der Anlage stiegen nach Berichten lokaler Medien große schwarze Rauchwolken auf. Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, eine Diesel-Aufbereitungseinheit sei schwer beschädigt worden.
Nach Angaben lokaler Behörden könnte eine sogenannte Heizeinheit die Explosion verursacht haben. Der Sheriff des zuständigen Jefferson County erklärte demnach, Verletzte seien bislang nicht bekannt. Parallel zur Anordnung begannen Einsatzkräfte und Behörden mit Messungen der Luftqualität in der Umgebung, um mögliche Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung bewerten zu können.
Große Raffinerie betroffen
Bei der betroffenen Anlage handelt es sich nach Unternehmensangaben um eine Raffinerie mit einer Kapazität von rund 435.000 Barrel pro Tag. Damit gehört der Standort zu den größeren Raffinerien der USA.
Der Vorfall trifft einen ohnehin nervösen Energiemarkt, nachdem der Krieg gegen den Iran die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt, durch die rund ein Fünftel des globalen Öl- und Flüssiggasangebots fließt – faktisch unpassierbar gemacht hat.
In den USA haben die Spritpreise im März spürbar angezogen. Die seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar gestiegenen Energiekosten stellen ein erhebliches politisches Risiko für Präsident Donald Trump und die Republikaner vor den Kongresswahlen im November dar.


