Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat ihre zuvor eingestellten Ermittlungen im Fall der Schauspielerin Collien Fernandes wieder aufgenommen. Fernandes hatte im November 2024 bei der Berliner Polizei Anzeige wegen eines Fake-Accounts erstattet, das Verfahren wurde nach Itzehoe abgegeben und im Juni 2025 eingestellt – offenbar weil eine Aufforderung zur Beweisvorlage die Schauspielerin nie erreichte.
Wie Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow am Freitag mitteilte, seien die Ermittlungen nun nach Prüfung der jüngsten Medienveröffentlichungen erneut eingeleitet worden. Damit wird neben der spanischen Justiz auf Mallorca auch in Deutschland wieder in der Sache ermittelt.
Staatsanwaltschaft lässt offen, ob gegen Ulmen ermittelt wird
Fernandes wirft ihrem Ex-Mann, dem Schauspieler Christian Ulmen, vor, über rund zehn Jahre gefälschte Profile in ihrem Namen betrieben und darüber pornografisches Material verschickt zu haben. Zudem beschuldigt sie ihn körperlicher Übergriffe. Auf Instagram schrieb sie, Ulmen habe ihr im Dezember 2024 einen „Degradierungsfetisch“ gestanden, der ihm ein „Gefühl von Macht“ gegeben habe. Den Fall hatte zuerst der Spiegel öffentlich gemacht. Ulmens Anwälte bestreiten die Vorwürfe, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Ob sich die Ermittlungen konkret gegen Ulmen richten, wollte Müller-Rakow nicht sagen. Welcher Straftatbestand in Frage kommen könnte, sei noch offen.


