Auch für Moldau

Energiekrise in der Ukraine: EU und Deutschland sagen weitere Hilfe zu

In der Ukraine kommt es weiterhin zu Ausfällen von Strom und Heizung. Die EU kündigt nun weitere Unterstützung an. Auch Deutschland will seine Hilfe aufstocken.

In Kiew werden Zelte eingesetzt, in denen sich die Menschen aufwärmen können.
In Kiew werden Zelte eingesetzt, in denen sich die Menschen aufwärmen können.Efrem Lukatsky/AP

Die EU-Kommission hat ein Hilfspaket für die Ukraine und das Nachbarland Moldau in Höhe von 153 Millionen Euro angekündigt. 145 Millionen sollen als humanitäre Hilfe direkt in die Ukraine fließen, weitere acht Millionen gehen an Moldau zur Unterstützung ukrainischer Geflüchteter.

Mit dem Geld sollen „Schutz, Unterkünfte, Nahrungsmittel, Bargeldhilfe, psychosoziale Unterstützung sowie Zugang zu Wasser und Gesundheitsversorgung“ finanziert werden, erklärte die EU-Kommission am Donnerstag. Die Mittel sind demnach eine Reaktion auf die Beschädigung ukrainischer Energieinfrastruktur durch russische Angriffe.

Deutschland stockt Hilfe auf

Parallel dazu erklärte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ), dass Deutschland die Winterhilfe für die Ukraine aufstocken werde. Nach Angaben des Ministeriums wurden der Ukraine bereits zwei mobile Blockheizkraftwerke übergeben, die 86.000 Menschen mit Strom und Wärme versorgen sollen.

Das BMZ stellte im Dezember 2025 nach eigenen Angaben 70 Millionen Euro zusätzliche Mittel für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung in der Ukraine bereit. Dieser Beitrag soll nun um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro erhöht werden.

EU schickt Stromgeneratoren in die Ukraine

Die EU hat nach eigenen Angaben außerdem ihre Energienothilfe verstärkt. 447 Stromgeneratoren im Wert von 3,7 Millionen Euro wurden in dieser Woche geliefert, um die Stromversorgung in kritischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Notunterkünften zu sichern, hieß es. Zusätzlich werden weitere 500 Generatoren aus den Reserven des Katastrophenschutzprojekts rescEU eingesetzt.

Russische Angriffe haben in der Ukraine in den vergangenen Wochen zu großflächigen Ausfällen der Strom- und Heizversorgung geführt. In der Hauptstadt Kiew sind nach Angriffen am 9. und 20. Januar noch 613 Hochhäuser ohne Wärmeversorgung, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Seit 2022 hat der EU-Katastrophenschutzmechanismus mehr als 10.000 Stromgeneratoren und mehr als 7200 Transformatoren in die Ukraine geliefert. Diese Energiehilfe versorgt nach EU-Schätzungen mehr als neun Millionen Menschen in der Ukraine mit Strom.

Seit Beginn des Krieges stellte die EU nach eigenen Angaben mindestens drei Milliarden Euro für die Energiesicherheit des Landes bereit. Insgesamt belaufe sich die EU-Unterstützung für die Ukraine seit Kriegsbeginn auf insgesamt 193,3 Milliarden Euro.