Der deutsche Automarkt hat im März 2026 einen kräftigen Schub erfahren. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden 294.161 Neuwagen zugelassen – 16 Prozent mehr als im März 2025 und der stärkste Absatzmonat seit Juni 2024. Im ersten Quartal legten die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent auf rund 699.400 Fahrzeuge zu.
Einer der Haupttreiber war der Elektroantrieb: 70.663 rein batterieelektrische Pkw kamen im März neu auf die Straße, ein Zuwachs von 66,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ihr Anteil stieg auf 24 Prozent – damit überholten E-Autos sogar die Benziner. Die seit Januar geltende Förderprämie von bis zu 6000 Euro dürfte zum Aufschwung beigetragen haben. Reine Verbrenner verloren gegenüber dem Vorjahresmonat weiter: Benziner gingen um 4,9 Prozent zurück, Diesel um 0,6 Prozent.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) verwies darauf, dass auch ein zusätzlicher Arbeitstag im März das Wachstum gestützt habe. Die Pkw-Inlandsproduktion stieg im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 400.800 Einheiten.
Iran-Krieg hat noch keinen Einfluss auf Nachfrage
Einen messbaren Einfluss des Iran-Kriegs auf die E-Auto-Zulassungen im März sieht der VDA nicht, da zwischen Bestellung und Zulassung mehrere Monate vergehen. Ob die hohen Spritpreise in der zweiten Jahreshälfte einen Nachfrageschub zugunsten von E-Autos auslösen, bleibe abzuwarten. Gleichzeitig könnten die hohen Energiepreise die Kaufkraft belasten. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der VDA mit 2,9 Millionen Neuzulassungen und einer Million Elektrofahrzeugen.

