Berlin hat eine neue Übersichtskarte zu öffentlichen E-Ladepunkten freigeschaltet. Die digitale Plattform zeigt Ladepunkte im öffentlichen Raum, ihre Verfügbarkeit sowie die jeweils gültigen Preise. Das Angebot ist auf einer eigenen Homepage kostenlos erreichbar. Es müssen keine Nutzerdaten eingegeben werden.
Erfasst werden nach Angaben der Senatsverwaltung die drei größten Anbieter. Das entspricht rund 80 Prozent der frei zugänglichen Ladepunkte im Straßenraum. Die Verwaltung plant, die Anzahl der Anbieter weiter zu erhöhen.
Was leistet die Karte für Ladepunkte
Abrufbar sind Steckertypen, Tarife pro Kilowattstunde sowie zeitabhängige Preise, Betreiber, der aktuelle Status und Angaben zur Barrierefreiheit. Die Daten werden live aktualisiert. Ziel sei es, Transparenz in einen bislang unübersichtlichen Tarifmarkt zu bringen und die Nutzung zu erleichtern.
Hoher Bedarf, geringe Auslastung
Der Schritt gilt als bedeutsam, weil nach einem Bericht von RBB24 mehr als 60 Prozent der Berlinerinnen und Berliner keinen privaten Ladepunkt haben. Gleichzeitig liegt die Auslastung öffentlicher Ladepunkte laut RBB24 unter zehn Prozent – viele Säulen sind also meist frei.
Kritik an der neuen Karte gibt es an der räumlichen Begrenzung: Für Bewohnerinnen und Bewohner im Berliner Grenzgebiet liefert die Karte keine Informationen zu Ladepunkten in Brandenburg.


