Ungarn

Druschba-Pipeline: Orbán kündigt Erkundungsmission in der Ukraine an

Seit Ende Januar fließt kein russisches Öl mehr nach Ungarn und in die Slowakei. Budapest wirft Kiew eine politische Blockade vor und kündigt eigene Untersuchungen an.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will die ukrainischen Angaben zur Druschba-Pipeline vor Ort prüfen lassen.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will die ukrainischen Angaben zur Druschba-Pipeline vor Ort prüfen lassen.Meng Dingbo/dpa

Viktor Orbán hat im Streit um die stillgelegte Druschba-Ölpipeline eine Erkundungsmission angeordnet, die in der Ukraine den Zustand der Leitung begutachten soll. Die entsprechende Regierungsverordnung erschien in der Nacht zum Donnerstag im ungarischen Amtsblatt. Leiten soll die Delegation der stellvertretende Energieminister Gábor Czepek, auch der ungarische Ölkonzern MOL soll einen Vertreter stellen.

Ohne Genehmigung aus Kiew wird die Delegation allerdings keinen Zugang zur Schadstelle erhalten – die Mission dürfte daher vor allem als Druckmittel gegenüber der Ukraine dienen.

Berliner Zeitung

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