Die frühere Bundesaußenministerin und derzeitige Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), hat mit ihrem Auftritt bei der ARD-Sendung „Maischberger“ für Kritik gesorgt. In der Sendung sagt die Politikerin, sie habe frühzeitig klargestellt: „Stopp mal, aber Grönland ist auch EU-Gebiet.“
Die Moderatorin Sandra Maischberger korrigierte sie jedoch umgehend: „Ich glaube, Grönland ist nicht EU-Gebiet. Dänemark ja, aber Grönland hat dagegen optioniert.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Baerbock sich einen Versprecher leistet. Im Lauf der Jahre sorgten einige ihrer Aussagen immer wieder für Lacher und auch für Kritik.
Baerbock forderte „360-Grad-Wende“ von Putin
Im Februar 2023 sagte sie mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin, er müsse sich um 360 Grad drehen, dann wäre der Krieg in der Ukraine vorbei. Sie sagte wörtlich: „Er kann entscheiden, seinen Kurs um 360 Grad zu ändern.“ Eine 360-Grad-Drehung bedeutet mathematisch eine vollständige Umdrehung zurück zum Ausgangspunkt.
Im Juni desselben Jahres sorgte sie mit einer Rede in Südafrika für Lacher. Wohl versehentlich sprach sie die Redewendung „Beacon of Hope“ (Hoffnungsschimmer) falsch aus. Stattdessen ist deutlich zu hören, wie sie „Bacon“ sagt. Der Versprecher verändert die gesamte Bedeutung – Baerbock sprach also von einem „Speck der Hoffnung“.
Bei einem ARD-Interview zum Thema Elektromobilität sagte Baerbock, damals Bundesvorsitzende der Grünen, wörtlich: „So Fragen wie Rohstoffe, Kobold, wo kommt das eigentlich her.“ Und setzte anschließend nach: „Da gibt es jetzt die ersten Batterien, die auf Kobold verzichten können.“ Sie meinte das Metall Kobalt, das für Batterien benötigt wird.
Bei einem Auftritt in den „Tagesthemen“ im Jahr 2024 versprach sie sich mehrmals. Zuerst sprach sie von einem „präsidenzlosen Angriff“ des Iran auf Israel. Gemeint war offenbar ein „präzedenzloser Angriff“. Den Fehler wiederholte Baerbock: „Dieser Angriff, der war präsidenzlos.“ Weiter sagte sie, Israel habe einen „Defensieg“ (statt Defensivsieg) erringen können. Später korrigierte sich die Außenministerin, sagte das richtige Wort Defensivsieg, um dann den Iran als „am meisten sanktioniertes Sanktionsregime“ zu bezeichnen.


