Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich trotz konjunktureller Schwäche als robust erwiesen. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahresdurchschnitt 2025 rund 46,0 Millionen Menschen in Arbeit. Das seien nur etwas weniger als im Rekordjahr 2024 gewesen. Die Zahl der Erwerbstätigen ging lediglich um 5000 Personen zurück und lag damit weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Der Arbeitsmarkt sei durch einen deutlichen Strukturwandel gekennzeichnet. Beschäftigungsgewinne im Dienstleistungssektor, vor allem im öffentlichen Dienst sowie in Erziehung und Gesundheit, glichen Verluste in Industrie und Bau weitgehend aus. Laut Destatis würden vor allem die schwache Konjunktur und der demografische Wandel dämpfend wirken. Zugleich stabilisierten jedoch Zuwanderung von Arbeitskräften sowie eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren die Beschäftigung.
Sachsen: Risiken in Industriegebieten nehmen zu
Die Arbeitslosigkeit nahm 2025 zwar zu, blieb aber auf moderatem Niveau. Nach den letzten Statistiken der Bundesagentur für Arbeit gab es im November weniger als drei Millionen Arbeitslose. Angesichts des geringen Wachstums sei das ein recht guter Wert. Zuletzt ging die Arbeitslosenquote sogar leicht zurück.
Regional zeigen sich jedoch Risiken. Insbesondere in Gebieten mit vielen Industrieansiedlungen wie in Sachsen wird für 2026 eine spürbare Verschlechterung des Arbeitsmarktes erwartet. Die steigende Arbeitslosigkeit könnte vorwiegend junge Menschen sowie Berufseinsteiger betreffen. (mit dpa)


