Tricia Tuttle bleibt Chefin der Berlinale. Das teilte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nach einer Krisensitzung im Kanzleramt mit. Allerdings muss Tuttle Vorgaben akzeptieren. Dazu gehörten ein „beratendes Forum“ sowie die Ausarbeitung eines Verhaltenskodexes für alle Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin.
Der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB), zu dessen Geschäftstätigkeiten die Berlinale gehört, teilte mit, die Bereitschaft Tuttles zu begrüßen. Man bedauere „die Überlagerung künstlerischer Arbeit der jüngsten Berlinale durch politischen Aktivismus“, hieß es in einer Mitteilung des KBB.
In der vergangenen Woche war eine Debatte um den Posten Tuttles entbrannt, nachdem die Intendantin auf einem Premieren-Fotoshooting zu sehen gewesen war, bei dem die Crew eine Palästinenserfahne und Palästinensertücher präsentierte. In Kommentaren in verschiedenen Sozialen Medien wurde der Ruf nach Tuttles Rücktritt laut. Weimer hatte sich zuletzt hinter Tuttle als Berlinale-Chefin gestellt.


