Berlin und Brandenburg sind Spitzenreiter, wenn es um Stress geht: 78 Prozent der Menschen in der Hauptstadtregion fühlen sich häufig oder zumindest manchmal gestresst. Das ist der höchste Wert im bundesweiten Vergleich, wie aus dem aktuellen Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil der Gestressten bei 66 Prozent.
Für viele Berliner und Brandenburger ist der Alltag offenbar eine Dauerbelastung. Besonders alarmierend: 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Stress in Zukunft noch zunehmen wird. Nur zwei Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Situation.
Stress macht krank
Die Folgen des hohen Stresslevels sind gravierend: 57 Prozent der Befragten fühlen sich erschöpft, 48 Prozent leiden unter innerer Unruhe und 40 Prozent plagen Zweifel und Unsicherheit. Doch der Stress nagt nicht nur an der Stimmung, sondern auch an der Gesundheit.
Mehr als die Hälfte der Berliner und Brandenburger (53 Prozent) klagt über Rückenschmerzen und Muskelverspannungen. 42 Prozent haben Schlafprobleme und fast jeder Dritte (28 Prozent) leidet unter Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bluthochdruck.
Um dem Stress zu entkommen, setzen die Menschen in der Hauptstadtregion vor allem auf die kleinen Dinge des Lebens: 77 Prozent entspannen sich bei Spaziergängen oder in der Natur, 76 Prozent suchen Trost und Ruhe bei Familie und Freunden und 74 Prozent widmen sich ihren Hobbys.
Susanne Hertzer, Leiterin der TK in Berlin und Brandenburg, betont: „Stress lässt sich nicht immer vermeiden – wichtig ist der Umgang damit. Bewusste Auszeiten, Bewegung, erfüllende Hobbys und schöne Momente mit nahestehenden Menschen können helfen, mit belastenden Situationen besser umzugehen.“
Für den TK-Stressreport 2025 wurden im Mai bundesweit 1407 Menschen ab 18 Jahren telefonisch befragt – mindestens 200 pro Bundesland. Die Daten für Berlin und Brandenburg wurden anschließend gesondert ausgewertet.


