Es ist früher Nachmittag, als ein Mann aufgeregt durch Berlin-Mitte läuft. Eine hagere Gestalt – grauer Zopf, geflochtener Kinnbart –, er fuchtelt mit einer Hand in der Luft herum, flucht, schreit, rennt auf die Straße hinüber zum Alexanderplatz. Autos bremsen, Passanten bleiben stehen, schauen dem Mann nach, verdutzt, erschrocken, bis er nicht mehr zu sehen, nur noch zu hören ist.
Sekunden nur, dann läuft alles weiter wie zuvor. Als sei es eine Szene in einen Spielfilm gewesen. „Gestresst in Berlin“ könnte der heißen. Oder: „Deine emotionale Stadt“ – wie der Titel einer Studie, die derzeit in Deutschlands größter Metropole läuft. Sie geht der Frage nach, wo Berlin als stressig, wo als angenehm empfunden wird.

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