Musik

Rapper Xatar überraschend im Alter von 43 Jahren gestorben – Todesursache unklar

Der bekannte Rapper Xatar stirbt vollkommen unerwartet mit 43 Jahren. Die Todesursache ist noch unklar.

Der Rapper Xatar ist tot.
Der Rapper Xatar ist tot.Sven Simon/imago

Der Rapper und Musiker Xatar ist unerwartet mit 43 Jahren gestorben. Er sei am Donnerstagabend tot in einer Kölner Wohnung aufgefunden worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Xatar, der als Kind mit seinen Eltern 1985 aus dem Iran nach Deutschland geflohen war, hinterlässt eine Frau. Mit ihr hat er nach eigenen Angaben fünf Kinder. Bis zu seinem Tod lebte er in Köln. Das Paar war seit mehr als 15 Jahren zusammen.

Vielen ist Xatars Werdegang auch bekannt durch Fatih Akins Biopic „Rheingold“ (2022), dessen Drehbuch auf Xatars autobiografischem Roman „Alles oder Nix“ basiert. Das Talent zur Musik wurde Xatar in die Wiege gelegt: Schon sein Vater Eghbal Hajabi war Komponist und sogar Musikprofessor. Xatar selbst erhielt ab seinem neunten Lebensjahr Klavierunterricht. Für den HipHop begeistert wurde er 1993 maßgeblich durch Dr. Dres Debütplatte „The Chronic“.

Xatar alias Giware Hajabi verübte Straftaten und saß im Gefängnis

Das Pseudonym Xatar, unter dem er seit den 1990ern selber rappte, bezieht sich auf das kurdische Wort für Gefahr. 2007 gründete Xatar sein eigenes Label Alles oder Nix Records. „Alles oder nix“ hieß dann 2008 auch Xatars erstes Album, das knapp ein Jahr später durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurde.

Der endgültige Durchbruch gelang Xatar 2015 mit seinem dritten Album „Baba aller Babas“, das es auf Platz 1 der deutschen Album-Charts schaffte. Darauf befanden sich viele namhafte Feature-Tracks, auch mit dem Offenbacher Gangsterrapper Haftbefehl. Für den deutschen Gangsterfilm „Nur Gott kann mich richten“ von 2017, mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle als Ricky, erstellte Xatar zudem einen Soundtrack-Sampler mit Tracks von Rappern wie Disarstar und Luciano. Seine bekanntesten Songs sind „Tach Tach“ und „Mama ist der Mann im Haus.“

2018 unterzeichnete Xatar bei der Majorplattenfirma Universal Music. Im selben Jahr erschien zum Zehnjährigen des Debüts „Alles oder nix“ dann „Alles oder nix II“. Ein drittes Mal erklomm Xatar damit den Thron der deutschen-Album-Charts: Platz 1. 2022 wechselte Xatar vom Platzhirsch Universal zum deutlich kleineren Berliner Label Budde Talent Agency.

Giware Hajabi, so sein bürgerlicher Name, wurde früh straffällig. 2009 überfiel er einen Geldtransporter, wofür er mehrere Jahre im Gefängnis saß. Warum und woran er so früh starb, ist unklar. Die Todesursache ist unbekannt.