Die Bundeswehr trifft Vorbereitungen für einen möglichen Minenjagd-Einsatz in der Straße von Hormus vor der iranischen Küste. Beim Minensuchgeschwader in Kiel laufen demnach die Planungen, für mögliche Besatzungen wurde laut Medienbericht bereits eine Urlaubssperre verhängt.
Das dritte Minensuchgeschwader der Deutschen Marine bereitet sich auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor. Das gaben Sprecher bei einem Pressetermin am Marinestützpunkt in Kiel bekannt. Inspekteur und Vizeadmiral Jan Christian Kaack sagte: „Die Marine, das kann ich Ihnen versichern, wird bereit sein.“ Voraussetzung für einen Einsatz seien das Ende der Kampfhandlungen im Einsatzgebiet, ein Mandat und ein Parlamentsbeschluss. Die aktuelle Waffenruhe zwischen dem Iran auf der einen Seite und den USA und Israel auf der anderen scheint weiterhin eher instabil, die Verhandlungen stocken.
Die Kommandeurin des Geschwaders, Fregattenkapitänin Inka von Puttkamer, sagte, die Besatzungen befänden sich in hoher Einsatzbereitschaft trotz Ungewissheit: „Wir haben Soldaten, die immer in hoher Einsatzbereitschaft sind. Aber natürlich muss man auch darüber sprechen, dass man sich auf ein bestimmtes Seegebiet anders vorbereitet als auf Nord- und Ostsee.“
Missionsdauer bleibt ungewiss
Für die infrage kommenden Soldatinnen und Soldaten sei bereits eine Urlaubssperre verhängt worden, berichtete die Bild. „Das ist für Soldaten mit Familie natürlich nicht leicht, wenn der Sommerurlaub plötzlich ausfällt“, sagte von Puttkamer demnach. Allein die Verlegung in den Persischen Golf dauere fünf Wochen, die Missionsdauer sei noch unklar.


