Landtagswahl

AfD legt in Mecklenburg-Vorpommern zu: Nur noch ein Dreierbündnis könnte sie stoppen

In einer aktuellen Umfrage zur Landtagswahl liegt die AfD weit vorn. Die jetzige Regierung hätte keine eigene Mehrheit mehr. Kann die AfD eine Alleinregierung bilden?

Die AfD legt in der neuesten Wahlumfrage für Mecklenburg-Vorpommern weiter zu.
Die AfD legt in der neuesten Wahlumfrage für Mecklenburg-Vorpommern weiter zu.Bernd Wüstneck/dpa

Sieben Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September hat die AfD ihren Vorsprung weiter ausgebaut. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Ostsee-Zeitung kommt die Partei auf 37 Prozent. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei der Landtagswahl 2021, als sie 16,7 Prozent erreichte. Noch im letzten Frühjahr lag die AfD bei Umfragen unter 30 Prozent.

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erreicht 23 Prozent und verliert damit im Vergleich zu einer Ende Januar veröffentlichten Umfrage zwei Punkte. Bei der Wahl 2021 hatte die SPD noch 39,6 Prozent geholt.

Dreierbündnis als einzige Option

Die mitregierende Partei Die Linke würde nach der Umfrage elf Prozent der Bevölkerung wählen. Damit hätte die aktuelle rot-rote Koalition keine Mehrheit mehr. Da die CDU stabil bei 13 Prozent liegt, wäre jenseits einer Koalition mit der AfD rechnerisch nur ein Dreierbündnis aus SPD, CDU und Linkspartei regierungsfähig. Das Konstrukt dürfte kaum für politische Stabilität stehen. Aber bisher schließen alle anderen Parteien eine Koalition mit der AfD aus.

FDP und Grünen würden mit zwei beziehungsweise vier Prozent aus dem Landtag fliegen. Das BSW liegt mit fünf Prozent genau an der Sperrklausel. Schafft es auch das BSW nicht in den Landtag, würde die AfD wahrscheinlich deutlich mehr als 40 Prozent der Sitze erhalten. Dann wäre sogar eine Alleinregierung in Reichweite.