Militärbündnis

Arktisregion: Nato startet Militärübung „Cold Response“ mit 25.000 Soldaten

Die Nato beginnt am Montag mit ihrer Übung „Cold Response“. 14 Länder nehmen teil, darunter auch Deutschland.

Soldaten bei der Nato-Winterübung „Nordic Response“ im Jahr 2024 in Norwegen
Soldaten bei der Nato-Winterübung „Nordic Response“ im Jahr 2024 in NorwegenHeiko Junge/imago

In Norwegen und Finnland beginnt am Montag die Nato-Übung „Cold Response“. Insgesamt werden rund 25.000 Soldaten aus 14 Ländern eingesetzt, wie die norwegische Regierung im Vorfeld mitteilte. Die alle zwei Jahre stattfindende Übung läuft vom 9. bis 19. März und ist Teil der übergeordneten Nato-Mission „Arctic Sentry“, mit der das Bündnis seine Präsenz in der Region ausbauen will.

Die Mission „Arctic Sentry“ wurde laut Reuters unter anderem ins Leben gerufen, um Spannungen mit US-Präsident Donald Trump zu entschärfen, der mehrfach auf eine Übernahme Grönlands vom Nato-Partner Dänemark gedrängt hatte. Sowohl die dänische als auch die grönländische Regierung weisen dies zurück. Trump argumentierte, die USA bräuchten Grönland zur Abwehr russischer und chinesischer Interessen in der Arktis.

Beteiligung der USA mit rund 4000 Soldaten

Trotz der Spannungen wird erwartet, dass sich die USA mit rund 4000 Soldaten an der Übung beteiligen. Allerdings zog das amerikanische Militär im Vorfeld eine Staffel F-35-Kampfjets ab. Ob der Krieg im Nahen Osten dabei eine Rolle spielte, ließ ein Sprecher der U.S. Marines in Europa offen: Die Streitkräfte der USA seien weltweit im Einsatz und es sei „nicht ungewöhnlich“, dass Kräfte kurzfristig umverteilt würden, erklärte er gegenüber Reuters.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte der Deutschen Presseagentur vor einigen Tagen, dass die Fregatte „Sachsen“ an der Nato-Übung teilnehmen soll. Dies sei ein „wichtiger Beitrag für die Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktisregion“.

Norwegen erklärt 2026 zum „Jahr der Gesamtverteidigung“

Nach Angaben der norwegischen Regierung sollen im Rahmen der Übung „Schulungen zur Aufnahme alliierter Streitkräfte in Norwegen, zur engen Zusammenarbeit zwischen den Nationen und zur Durchführung der Mission unter anspruchsvollen Winterbedingungen“ angeboten werden.

Eine Besonderheit der diesjährigen Übung ist der Schwerpunkt auf ziviler Einsatzbereitschaft. Norwegen hat 2026 zum „Jahr der Gesamtverteidigung“ erklärt. „Dies ist auch eine Gelegenheit, gezielt zu üben, wie Zivilisten die militärischen Bemühungen direkt unterstützen können“, sagte Generalmajor Lars Lervik, Chef der norwegischen Armee, gegenüber Reuters. Das sei etwa der Fall, wenn der Sanitätsdienst eine höhere Anzahl verletzter Soldaten behandeln müsse.

An der Übung nehmen nach Angaben der norwegischen Regierung die USA, Großbritannien und Deutschland sowie die Niederlande, Frankreich, Italien, Kanada, Spanien, die Türkei, Schweden, Finnland, Dänemark und Belgien teil.