Karriere

Tesla öffnet die Gigafactory für Schüler aus Berlin und Brandenburg

Am 27. März lädt der größte Ausbildungsbetrieb Brandenburgs zum Open Day nach Grünheide. Alle Infos zu Programm und Anreise mit dem kostenlosen Giga Train.

Die Gigafactory in Grünheide: Austragungsort des Tesla Open Day 2026 für Schüler und Eltern.
Die Gigafactory in Grünheide: Austragungsort des Tesla Open Day 2026 für Schüler und Eltern.Joko/imago

Die Tesla-Fabrik in Grünheide ist längst nicht mehr nur ein industrielles Großprojekt, sondern ein zentraler Faktor für den Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg. Als mittlerweile größter Ausbildungsbetrieb des Landes Brandenburg lädt der US-Autobauer am 27. März 2026 zum dritten Open Day ein. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 sowie an deren Eltern und bietet einen Einblick in die Produktionshallen der Gigafactory.

Einblicke in die Produktion

Zwischen 15.30 Uhr und 19.30 Uhr haben angemeldete Besucher die Möglichkeit, die Arbeitswelt der „Industrie 4.0“ kennenzulernen. Tesla weicht dabei von traditionellen Messekonzepten ab und setzt auf visuelle und haptische Erfahrungen in der Produktion.

Wer teilnehmen möchte, muss sich über das Karriereportal des Unternehmens bis zum 20. März 2026 anmelden und einen Lebenslauf hochladen. Dieses Dokument dient dem Autobauer angesichts streng limitierter Platzkapazitäten als Instrument zur Vorabauswahl. Die Personalabteilung sichtet die Unterlagen, um sicherzustellen, dass die begrenzten Plätze an Jugendliche vergeben werden, die grundlegende Voraussetzungen wie einen angestrebten Schulabschluss oder ein generelles Technikinteresse für eine mögliche spätere Ausbildung mitbringen. Zudem werden Deutschkenntnisse auf B2-Niveau vorausgesetzt, um die Sicherheit und eine reibungslose Kommunikation in den technischen Bereichen des Werks zu gewährleisten.

Vom Werkfeuerwehrmann bis zur Robotik

Das Angebot für den Ausbildungsstart im September 2026 umfasst 18 verschiedene Ausbildungsberufe und fünf duale Studiengänge. Die Nachfrage ist groß; einige Bereiche, wie der des Zerspanungsmechanikers oder des Kfz-Mechatronikers für Hochvolttechnik, sind bereits vollständig besetzt.

Vor Ort können die Jugendlichen in sieben interaktiven Workshops in Bereiche wie 3D-Druck, Robotik oder moderne Lackiererei hineinschnuppern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Ausbildung bei der Werkfeuerwehr. In einem eigenen Workshop werden die spezifischen Herausforderungen der Gefahrenabwehr demonstriert, die durch hohe elektrische Spannungen und chemische Prozesse geprägt ist.

Mit dem Giga Train ab Ostbahnhof

Für Interessenten aus Berlin hat sich die Anreise seit Anfang dieses Jahres vereinfacht. Der Giga Train, der seit Januar 2026 von der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) betrieben wird, startet nun direkt am Berliner Ostbahnhof und hält unter anderem am Ostkreuz und in Erkner. Die etwa 32- bis 35-minütige Fahrt endet an der Station Tesla Süd. Das Shuttle ist öffentlich sowie kostenlos nutzbar und stellt am Tag der offenen Tür eine effiziente Möglichkeit dar, dem dichten Verkehr auf der Autobahn 10 zu entgehen.

Hinter den Kulissen der hochmodernen Fertigung erwartet die künftigen Auszubildenden eine anspruchsvolle Unternehmenskultur. Tesla fordert ein hohes Maß an Flexibilität und Eigeninitiative.

Die Arbeitsatmosphäre im Werk ist jedoch auch immer wieder Anlass für Diskussionen in der Öffentlichkeit. Bereits im September 2024 sorgten unangekündigte Hausbesuche des Managements bei krankgemeldeten Mitarbeitern angesichts hoher Krankenstände für Aufsehen. Im Jahr 2025 setzte sich dieser Konflikt um den Krankenstand fort, unter anderem durch Schreiben, in denen ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen angezweifelt wurden. Hinzu kommen fortwährende ökologische Debatten um den Wasserverbrauch in der Region und die Kritik am Umgang mit dem angrenzenden Landschaftsschutzgebiet.

Regeln für den Werksbesuch

Wer am 27. März die Fabrik betritt, sollte sich auf die üblichen Sicherheitsvorgaben in einem Industriebetrieb einstellen. Da die Wege durch die riesigen Werkshallen lang sein können und dabei oft Treppen überwunden werden müssen, wird den Besuchern in der Regel festes Schuhwerk empfohlen. Für den reibungslosen Ablauf der Werksführungen bei Tesla sind zudem üblicherweise ein Lichtbildausweis für die Zugangskontrollen sowie die Beachtung von Fotografier- und Filmverboten vorgesehen.