Jugendclub

Schweigen zur Vergewaltigungsaffäre in Neukölln: „So hat man die AfD groß gemacht“

Im Rathaus Neukölln tagt der Jugendhilfeausschuss zur Vergewaltigung eines Mädchens in einem Jugendclub. Doch außer einer Aufarbeitungskommission kam nicht viel raus.

Träger der Einrichtung an der Wutzkyallee ist das Bezirksamt Neukölln.
Träger der Einrichtung an der Wutzkyallee ist das Bezirksamt Neukölln.Andreas Kopietz/Berliner Zeitung

Die Angebote im Schaukasten klingen verlockend: Montag und Mittwoch für „Starke Mädchen in Südneukölln“. Mädchen von 13 bis 16 Jahren können im Jugendclub Wutzkyallee ihre Haut mit Henna bemalen lassen und Kochen lernen. Dienstag „Sport mit Paul“, Donnerstag „Tonstudio mit Linus“. Und Freitag „Sport und Spiel mit Abdullah“. Der Staat hat hier viel investiert für die Arbeit mit Jugendlichen. Viele, die hier regelmäßig herkamen, wohnen in der nahen Plattenbausiedlung Gropiusstadt und stammen aus schwierigen Verhältnissen.

In der Jugendeinrichtung, eigentlich ein geschützter Raum, soll ein Mädchen vergewaltigt worden sein. Nach allem, was man bislang weiß, soll sich eine Gruppe Jungen mehrmals an der 16-Jährigen vergangen haben. Mitarbeiter des Clubs und auch des Jugendamtes versuchten, die Taten über mehrere Wochen zu vertuschen.

Berliner Zeitung

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