Weihnachten in Berlin

Gegen Hass und Hetze in Berlin: Ein Enkel und seine Oma setzen ein Zeichen für die Liebe

Ein Berliner und seine Großmutter geben Einblicke in ihr Leben und berühren die Herzen Tausender Menschen. Sie zeigen, warum Hass keine Lösung ist – und was Liebe wirklich bedeutet.

Gemeinsam mit seiner Großmutter Eva möchte Louis Lazar Timm ein Zeichen für die Liebe setzen. Das sei in Zeiten sozialer Spaltung besonders wichtig.
Gemeinsam mit seiner Großmutter Eva möchte Louis Lazar Timm ein Zeichen für die Liebe setzen. Das sei in Zeiten sozialer Spaltung besonders wichtig.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Ein Nachmittag in Lichtenrade im Süden Berlins – die Dämmerung ist längst hereingebrochen. Milchiges Winterlicht liegt über den Straßen, die Luft riecht nach einer Mischung aus Glühwein, Tannengrün und nassem Asphalt. Es ist kurz vor Heiligabend, und entgegen aller Vorsätze, es in diesem Jahr „ruhiger angehen“ zu lassen, hat der vorweihnachtliche Stress die Berliner mal wieder fest im Griff.

Hunderte Menschen schieben sich über die völlig überfüllten Weihnachtsmärkte, treffen sich ein letztes Mal mit Freunden und Kollegen, bevor es in den Winterurlaub an den Strand oder in die Alpen geht. Andere eilen mit großen Tüten über die rutschigen Gehwege, dazwischen Paketboten, die mit ihren Lieferwagen kreuz und quer parken. Vor Weihnachten, dem Fest der Liebe, liegen die Nerven blank. Der Ton wird schärfer, die Menschen ruppiger. Kein Wunder, könnte man sagen. Dit is eben Berlin, wa?

Berliner Zeitung

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