Automobilindustrie

Jobabbau, Abwanderung, Insolvenzen: 2026 droht VW und Co. das nächste Krisenjahr

Jobabbau, Druck aus China, hohe Kosten: Experten erwarten 2026 ein Entscheidungsjahr für die deutsche Autoindustrie – besonders für die angeschlagenen Zulieferer.

Montage eines Elektroautos bei VW in Zwickau: Während Milliarden investiert werden, geraten Jobs, Standorte und Wettbewerbsfähigkeit zunehmend unter Druck.
Montage eines Elektroautos bei VW in Zwickau: Während Milliarden investiert werden, geraten Jobs, Standorte und Wettbewerbsfähigkeit zunehmend unter Druck.Sylvio Dittrich/imago

2025 war ein Jahr zum Vergessen – zumindest für die deutsche Automobilindustrie. Und es endete mit einer erneuten Negativschlagzeile: Wie die Wirtschaftswoche berichtet, verlieren deutsche Autozulieferer in China, dem wichtigsten Automarkt der Welt, den Anschluss – weil sie bei Software, Elektronik und Elektromobilität nicht mehr konkurrenzfähig sind. Was jahrelang als Wachstumsgarant galt, wird nun zum Risiko. Und China ist dabei nur das sichtbarste Symptom einer tiefergehenden Krise.

Denn die deutsche Automobilindustrie steht insgesamt unter massivem Druck. Der schleppende Umstieg auf Elektroautos, der wachsende Wettbewerb aus China, die Zölle von US-Präsident Donald Trump und hohe Standortkosten belasten Hersteller wie VW und Zulieferer wie Bosch gleichermaßen. Seit 2018 hat die Branche schätzungsweise rund 120.000 Arbeitsplätze verloren. 2026 könnte damit zum Jahr der Entscheidung werden: Wie tief wird die Krise noch? Und was kommt auf die deutsche Autoindustrie in den nächsten Monaten konkret zu?

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar