Führende Wirtschaftsexperten reagieren mit großem Unverständnis auf die Pläne der SPD, angesichts der Iran-Krise die Schuldenbremse in Deutschland zu lockern. „Ich sehe darin den Versuch, die dringend erforderliche finanzpolitische Kursänderung noch weiter aufzuschieben“, sagt Thiess Büttner, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, auf Anfrage der Berliner Zeitung.
„Eine außergewöhnliche Notsituation, die es erlauben würde, die Schuldenbremse auszusetzen, ist gottlob nicht zu erkennen“, so Büttner weiter. „Seit Jahren ufert der Staat mit wachsenden Ausgaben, Steuern, Bürokratie und Auflagen immer weiter aus und erstickt damit jede wirtschaftliche Dynamik.“

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