Altersvorsorge

Merz’ neues Altersvorsorgedepot: So wollen Anbieter Sparer abziehen

Die Kritik am neuen Altersvorsorgedepot wächst. Eine Petition fordert niedrigere Kosten und bessere Förderung für Familien. Zehntausende haben unterschrieben.

Familien mit Kindern erhalten beim neuen Vorsorgedepot weniger Geld vom Staat als bei alten Riester-Verträgen.
Familien mit Kindern erhalten beim neuen Vorsorgedepot weniger Geld vom Staat als bei alten Riester-Verträgen.Anastasiya Amraeva/imago

Es ist digital, soll einfach sein und jedem Bürger ein Polster für den Ruhestand bescheren: das Altersvorsorgedepot. Die neue Form privater Altersvorsorge bietet die Chance auf höhere Erträge, kostet weniger und ist flexibler als die unrentable Riester-Rente. Es ist eine der größten Reformen der privaten Altersvorsorge, die seit Montag in den Ausschüssen des Bundestags beraten wird. Die Abgeordneten haben es in der Hand, eine lukrative Möglichkeit für Sparer zu schaffen.

Wer in die Details des Gesetzentwurfes der Merz-Regierung schaut, dem fallen allerdings zwei Dinge auf. Erstens: Die zulässigen Kosten für die neuen Sparprodukte sind zu hoch. Und zweitens: Familien und Menschen mit kleinem Einkommen bekommen weniger Förderung als mit der Riester-Rentenförderung. Bürger setzen sich jetzt gegen die hohen Kosten zur Wehr. Bereits 209.000 Menschen hatten bis diesen Donnerstag die Petition „Stoppt die Gebührenfalle“ unterschrieben.

Berliner Zeitung

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