Die Stromversorgung in Deutschland könnte sich in den nächsten Jahren spürbar verschlechtern. Laut einer aktuellen Studie des Übertragungsnetzbetreibers Amprion drohen ab 2031 Versorgungsengpässe, wenn der Ausbau neuer Kraftwerkskapazitäten nicht deutlich beschleunigt wird. Erst kürzlich berichtete die Berliner Zeitung über Warnungen von Analysten, wonach Deutschland bis 2030 eine Stromlücke von bis zu 24 Gigawatt drohe.
Hintergrund ist ein stark steigender Strombedarf bei gleichzeitig sinkender gesicherter Erzeugungsleistung. Besonders in Dunkelflauten – also in Zeiten mit hoher Nachfrage und wenig Strom aus Wind und Sonne – könne es laut Amprion kritisch werden. In kalten Winterperioden kann die Last bereits heute auf deutlich über 75 Gigawatt steigen. Der Netzbetreiber rechnet damit, dass der Stromverbrauch bis 2034 um rund 50 Prozent auf etwa 680 Terawattstunden steigt. Treiber seien unter anderem der zunehmende Einsatz von Wärmepumpen, der Hochlauf von Elektroautos sowie die fortschreitende Elektrifizierung der Industrie.

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